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Diese Sporteinheit kann 50% ALLER Krebsfälle vorbeugen!

Junge Frau ruht sich nach dem Training aus
Ein gesunder Lebensstil und vor allem Bewegung können das Risiko senken, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Allerdings: Vorsorge-Untersuchungen sollten ebenso von Patienten genutzt werden
Foto: Getty Images

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Eine erschreckende Zahl, die so hoch nicht ausfallen müsste, wenn wir uns mehr bewegen würden. Vor allem Brustkrebs könnte regelmäßiges Sporttreiben vorbeugen. Und damit ist wahrlich kein Marathon gemeint!

Es klingt erfreulich: Die Krebssterblichkeit geht in Deutschland und weltweit seit Jahren zurück. „Krebs muss heute kein Todesurteil sein“, sagt Volker Arndt vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Das heißt aber nicht, dass der Patient nach Überwindung der Krankheit automatisch gesund sei. Die gute Nachricht: In den vergangenen zehn Jahren sei das Bewusstsein gewachsen, Patienten über eine Heilung hinaus länger zu versorgen, sagt Volker Arndt.

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Wie viele Krebsüberlebende gibt es in Deutschland?

Derzeit leben in Deutschland etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen mit Krebserkrankung oder mit überstandener Krebserkrankung. Prognosen zufolge werde diese Zahl in Deutschland in den kommenden 20 Jahren auf bis zu fünf bis sechs Millionen steigen, sagt Volker Arndt vom DKFZ in Heidelberg. Grund ist vor allem das Altern der Generation der sogenannten Baby Boomer – so bezeichnen Statistiker in Deutschland die geburtenstarke Jahrgänge zwischen 1955 bis 1969.

Statistik: Anzahl der Krebsneuerkrankungen und durch Krebs verursachte Todesfälle in Deutschland nach Geschlecht im Jahr 2014 | Statista

Was bedeutet der Anstieg für die Arbeitswelt?

Etwa 35 Prozent aller Krebspatienten in Deutschland sind dem DKFZ zufolge im berufsfähigen Alter – also zwischen 15 und 65 Jahren. „Im Durchschnitt nehmen 62 Prozent der Betroffenen nach Abschluss der Therapie ihre Berufstätigkeit wieder auf“, sagt Arndt. Die Wahrscheinlichkeit dafür hänge vom Bildungsstatus und von der Art des Berufs ab. Experten raten, Ärzte sollten geheilten Krebspatienten mit Sensibilität begegnen, aber nicht mit übertriebener Zurückhaltung. Nicht all diese Menschen seien gleich schwer traumatisiert.

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Besitzen Krebsüberlebende eine deutlich verringerte Lebenserwartung?

Statistiken zeigen klar, dass sich die Überlebenswahrscheinlichkeiten für viele Tumorpatienten in den vergangenen 30 Jahren deutlich verbessert haben. „Ein Überleben von 20 und mehr Jahren ist bei vielen Tumor-Entitäten heute eine realistische Option“, betont auch Arndt. Es gebe aber eine wichtige Voraussetzung: Der Tumor muss frühzeitig entdeckt werden.

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ZUR PERSON: Volker Arndt leitet im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg das epidemiologische Krebsregister Baden-Württemberg. Er betreut zudem die Arbeitsgruppe Cancer Survivorship. Arndt hat in Zürich und Ulm gearbeitet und wurde unter anderem an der staatlichen Universität Chapel Hill im US-Bundesstaat North Carolina ausgebildet. Im DKFZ forscht er zusammen mit fast 3000 Kollegen, die in Heidelberg in mehr als 90 Abteilungen und Gruppen aufgeteilt sind. Ihre Aufgabe: Näheres darüber zu erfahren, wie Krebs entsteht und welche Faktoren das Risiko beeinflussen.