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Intervallfasten besonders effektiv zum Abnehmen? Das sagt neue Studie

Ernährungstrend

Intervallfasten besonders effektiv zum Abnehmen? Das sagt eine neue Studie

Intervallfasten abnehmen: Frau im Sport-Outfit mit einer Schüssel Salat
Längere Essenspausen einzulegen, bringt einige Vorteile – doch ist es wirklich hilfreich beim Abnehmen? Das haben Wissenschaftler untersucht.Foto: Getty Images

Intervallfasten ist nicht nur äußerst gesund, sondern eignet sich auch zum Abnehmen – so heißt es zumindest. Doch stimmt das auch? Eine neue Studie gibt Aufschluss.

Intervallfasten gehört zu den großen Ernährungstrends der letzten Jahre und wird dementsprechend gerne als gesunde Möglichkeit zum Abnehmen angepriesen. Denn indem es strenge Zeitfenster für Nahrungsaufnahme und Fastenperioden gibt, soll der Stoffwechsel mächtig angekurbelt werden. Die Folge: purzelnde Pfunde und mehr Energie. Jetzt kommt eine umfangreiche Langzeitstudie zu dem Schluss: Der Zeitpunkt der Mahlzeiten hat möglicherweise keinen so großen Einfluss auf das Gewicht wie früher angenommen. Für die Forscher gibt es tatsächlich nur eine wirksame Abnehm-Methode.

550 Erwachsene über sechs Jahre lang beobachtet

Ein US-Forscherteam der Johns Hopkins Universität analysierte das Ernährungsverhalten von 550 Frauen und Männern (Durchschnittsalter 51 Jahre). Dabei ermittelten sie mithilfe einer App bis ins Detail, was, wann und wie viel die Probanden innerhalb von 24 Stunden aßen sowie die Zeitintervalle, in denen gar nicht gegessen wurde. Ebenso spielte der Body-Maß-Index, Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 und Bewegungsgewohnheiten eine Rolle. In den folgenden 6 Jahren schauten die Forscher, ob und inwieweit es zu Gewichtsveränderungen kam und ob längere Fasten-Episoden, sprich Intervallfasten direkt mit Abnehmerfolgen verbunden waren.1

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Abnehmen mit Intervallfasten – die Erkenntnis der Studie

Die durchschnittliche Zeit zwischen der ersten bis zur letzten Mahlzeit betrug 11,5 Stunden. Im Schnitt warteten die Menschen nach dem Aufstehen mit dem Frühstück 1,6 Stunden, während zwischen Abendessen und Schlafengehen vier Stunden verstrichen. Basierend auf all diesen Daten kristallisierte sich schnell heraus, dass das Timing der einzelnen Mahlzeiten keineswegs mit Gewichtsveränderungen verbunden war. Genauer: Die Untersuchung konnte laut Studienleiterin Prof. Wendy L. Bennett nicht belegen, dass es sich mit Intervallfasten erfolgreich abnehmen lässt, heißt es in einer weiteren Mitteilung zur Studie. 2

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Worauf es wirklich ankommt, wenn man Gewicht verlieren will

Bei der Untersuchung teilten die Forscher die einzelnen Mahlzeiten in groß (über 1000 Kalorien), mittel (500 bis 1000 Kalorien) und klein (unter 500 Kalorien) ein. Und tatsächlich liegt darin der „Abnehm-Schlüssel“. So wurde einzig eine Gewichtsabnahme beobachtet, wenn die Probanden sich hauptsächlich auf kleine Mahlzeiten beschränkten, ganz gleich, wann diese verspeist wurden. Es gilt also die bekannte, alte Regel: Wer abnehmen will, muss die täglichen Gesamtkalorien reduzieren. Daran führt kein Diät-Weg vorbei. Wann und mit welchen Abständen diese gegessen werden, ist demnach unerheblich.

Warum Intervallfasten doch von Vorteil sein kann

Intervallfasten hat dennoch seinen Sinn und Zweck. Für ein gewisses Zeitfenster bewusst nicht zu essen, kann dabei helfen, seine eigenen Ernährungsgewohnheiten und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Dadurch entsteht eine bessere Wahrnehmung für ungesunde Muster, die man ja schließlich loswerden will. Daher halten auch die an der Studie beteiligten Forscher Intervallfasten für vorteilhaft – sofern man sich gesund und ausgewogen ernährt und sich regelmäßig bewegt. Wer sich daran hält, hat nicht nur ein gesünderes Gewicht, sondern leidet seltener an Diabetes, chronischen Nierenerkrankungen oder Bluthochdruck.

Eine kleine Einschränkung bringt die Studie allerdings mit sich: Die Wechselwirkungen zwischen Zeitpunkt und Häufigkeit des Essens sind äußerst komplex. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, bleibt der exakte Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung naturgemäß unklar.

Quellen

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