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Von wegen nur Beilage

So werden Salate zu echten Sattmachern

Viele Zutaten für einen gemischten Salat
Salate stehen bei vielen gesundheitsbewussten Menschen häufig auf dem Speiseplan, aber wie werden sie zu echten Sattmachern?

Salate sind mehr als eine Beilage und können mit ungewöhnlichen Kombinationen den Gaumen betören. Auch im Herbst und Winter gibt es mit Kohl und anderen Feldfrüchten ausreichend Gelegenheit dazu.

Salate können auch in der kühleren Jahreszeit einen großen Auftritt haben – und richtig satt machen. Mit dem Nischendasein als Beilage ist es wirklich vorbei.

Inzwischen kommt auch Rotkohl in der Salatschüssel fruchtig daher oder wird mit einer Süßkartoffel kombiniert. Oder Blumenkohl tritt als orientalisches Taboulé auf. Kreationen dieser Art sind oft komplette Mahlzeiten.

„Salate haben längst ihre Statistenrolle als Beilagen, Vorspeisen oder dekoratives Grün hinter sich gelassen. Heute werden sie mit ein wenig „Extra-Substanz“ wie Quinoa, Bulgur, Linsen, Bohnenkernen, Kichererbsen oder Nüssen zu einer vollständigen Mahlzeit“, erzählt die Kochbuchautorin Bettina Matthaei aus Hamburg.

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Kohl gerade im Winter im Trend

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Der Starkoch Yotam Ottolenghi ist unter anderem dank der Originalität seiner Salate bekannt geworden. Der Israeli mit deutschen und italienischen Wurzeln, der in seiner Wahlheimat London mehrere Restaurants und Delis betreibt, lässt sich von der orientalisch-mediterranen Küche inspirieren.

Sein fruchtiger Rotkohlsalat etwa bringt nicht nur Farbe auf den Tisch. Ottolenghi mischt in feine Streifen geschnittenen Wirsing und Rotkohl mit Mango und Papaya sowie Minze, Koriander und frischem Chili. Die Würze bringt ein sirupartig eingekochtes Dressing aus klein geschnittenem Zitronengras, Ahornsirup, Sesamöl, Sojasoße, Chiliflocken, Olivenöl oder Sonnenblumenöl. Für den Biss kommen karamellisierte gehackte Macadamianüsse oder geröstete Erdnüsse in die Schüssel.

Rotkohlsalat mit Mango und Papaya

Yotam Ottolenghis Rotkohlsalat schmeckt besonders fruchtig durch Mango und Papaya. Würze bringt ein sirupartiges Dressing.
Foto: Jonathan Lovekin/DK Verlag/dpa-tmn

Geheimtipp: Süßkartoffel als Salat

Bettina Matthaei kann sich für Rotkohl mit Süßkartoffeln begeistern. Den Kohl hobelt sie hauchfein, salzt und knetet ihn mit den Fingern, bis er glasig ist. Wichtig sei es, bei diesem Salat mit Säure zu arbeiten. Als Dressing rät sie zu einer Vinaigrette mit Limettensaft. Aufgrund der Säure käme die Süßkartoffel nicht zu sehr wie Babynahrung rüber. Die Süßkartoffel im Ganzen etwa zehn Minuten garen, würfeln, warm oder lauwarm mit dem Dressing begießen – so zieht der Geschmack schön durch.

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Auch bei Kochbuchautor Martin Kintrup aus Münster kommt Rohkost anders daher. Es sei „ein cooler neuer Trend“ bei den Kohlsalaten, „rohe Blumenkohl- oder Brokkoliröschen im Blitzhacker zu feinem „Couscous“ zu zermahlen und daraus ein Low-Carb-Taboulé ganz ohne echten Couscous herzustellen“.

Die zerkleinerte Blumenkohl-Kräuter-Mischung würzt Kintrup mit einer Soße aus weißem Balsamessig, Honig, Kreuzkümmel, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Danach mischt er alles mit klein gewürfelter Tomate, Paprika und Gurke sowie ohne Fett gerösteten Pinienkernen. Etwas Zitronensaft zum Schluss unterstreicht die frische Note des Salates.

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