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In 6 Wochen zum Traumkörper

Warum Schwimmen der beste Sport der Welt ist!

Trugschluss: Brustschwimmen ist nicht die "gemütliche" Variante. Doch mit der richtigen Technik gibt's zur Belohnung den Körper aus Stahl
Foto: Madlen Krippendorf

Brustschwimmen ist langweilig – falsch! Schwimmtrainer Alexander Steinhart hat schon vielen Schwimmern zum Meisterschaftstitel verholfen. Seine Methode: die richtige Technik neu lernen. Seine Überzeugung: Schwimmen ist der beste Sport, weil ihn jeder lernen und bis ins hohe Alter ausüben kann. Und: Es macht glücklich!

Gleich geht’s los: Profi-Trainer Steinhart macht nicht nur die Deutschen Meister, er ist auch selbst leidenschaftlicher Schwimmer
Foto: Madlen Krippendorf

„Es ist nie zu spät, richtig schwimmen zu lernen!“ Wenn Schwimmtrainer Alexander Steinhart über seine Lieblingssportart spricht, leuchten seine Augen und man glaubt ihm sofort. Schwimmen ist für ihn Lebensinhalt und Beruf: Der 36-Jährige trainiert nicht nur die Schwimmer für die Deutsche Meisterschaft, auch internationale Sportler kommen zu ihm. Das liegt einerseits daran, dass sein Steckenpferd Brustschwimmen ist: „Brustschwimmen ist entgegen vielen Annahmen die viel komplexere Technik als Kraulen. Es gibt wenig Trainer, die sich darauf spezialisieren.“ Und andererseits an seiner Begeisterung für den Wassersport: „Ich hatte Glück – bin mit einem Pool aufgewachsen. Das war schon als Kind mein zweites ‚Tauchzuhause‘.“

Das ist der Grund, warum Steinhart Schwimmtrainer geworden ist: „Ich möchte mein Wissen gerne weitergeben. Nicht alle hatten das Glück, mit Wasser aufzuwachsen. Ich möchte ihnen zeigen, wie glücklich Schwimmen machen kann.“ Und das wissen Profischwimmer sowie „Normalos“ zu schätzen! Seine Schwimmkurse bei xray sports sind ausgebucht.

Für Steinhart ist Schwimmen der beste Sport der Welt: „Es ist der einzige Sport, der bis ins hohe Alter machbar ist, weil er die Gelenke so schont.“ Schwimmen entlaste den Stützapparat, weil es im Wasser einen automatischen Auftrieb gibt. „Das heißt, es ist keine Haltungsarbeit notwendig, wie bei fast allen anderen Sportarten“, erläutert der Profi. Auch das empfindliche Bindegewebe kann beim Schwimmen nicht beschädigt werden – es entstehen also keine hässlichen Streifen.

 

Der Profi rät: Einfach neu lernen

Im Gegensatz zum Laufen, wo vor allem die Beine trainiert werden, oder zum Radfahren, wo die Armmuskeln nur in einer Streckung beansprucht werden, trainiert das Schwimmen den ganzen Körper. „Es ist eine Mischung aus Ausdauertraining und Kräftigung für Arme, Beine und sogar die Wirbelsäule wird beim Schwimmen gestärkt“, so Steinhart. Gerade im Sommer, wenn es zu heiß ist für alle anderen Sportarten, ist Schwimmen die perfekte Alternative.

Allerdings rät er, das Schwimmen mit einem individuellen Krafttraining zu kombinieren. „Ein schöner, definierter Körper und ein gutes Level an Ausdauer bedarf schon ein wenig Disziplin!“ Sein Erfolgsrezept: „Zweimal die Woche mindestens 30 Minuten Schwimmen plus ein- bis zweimal Krafttraining im Fitnessstudio oder mit Übungen zu Hause (Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeugen, Bauchübungen). Das ist schon ein toller Anfang in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung!“ Und der Rest kommt laut Steinhart von allein!

Keine Scheu vor dem Eintauchen – dann gibt es auch keine Rückenschmerzen
Foto: Madlen Krippendorf

Die richtige Schwimmtechnik liegt dem Profi sehr am Herzen: „Wer sportlich schwimmen möchte und es nie richtig gelernt hat, muss jede Bewegung wieder neu einstudieren.“ Brustschwimmen sei nicht gleich Brustschwimmen. „Beim sportlichen Brustschwimmen geht der Kopf ins Wasser und der Schwimmer liegt in Streckung im Wasser. Das ist eine anspruchsvolle Technik – mehr noch als das Kraulen!“ Sein Spezialtipp: Für diejenigen, die den Kopf nicht eintauchen wollen, rät Steinhart zu einer fast senkrechten Lage: „So vermeiden Sie eine Wirbelsäulen-Stauchung: Sonst gibt es Rücken- und Nackenprobleme“, weiß er.

Schwimmen macht knackig und happy

Für die sportlichen Schwimmer, die es als Sommeralternative zu anderen Sportarten wie Laufen oder Radfahren sehen oder einfach eine neue Sportart oder Abwechslung suchen, hat Steinhart ein exklusives 6-Übungen-Training zusammengestellt: „Es ist eine Kombination aus Brust- und Rückenschwimmen und trainiert den gesamten Körper.“ Der Grundsatz seines Trainings: Mit wenig Widerstand schnellstmöglich vorwärtskommen. Und: keine Scheu vor Kopf ins Wasser; die Gleitposition/Streckung genießen (das ist die versteckte Extra-Pause!)

Der perfekte Ausgleich zum Brustschwimmen ist Rückenschwimmen
Foto: Madlen Krippendorf

Wer sich daran hält, wird je nach Konstitution schon nach fünf bis sechs Wochen erste Ansätze vom erträumtem Knackpo und definiertem Körper sehen. Da ist er sich sicher. Seine Haupt-Message aber ist: „Wer schnell, effektiv und ökonomisch durchs Wasser gleitet, fühlt sich bombenmäßig!“ Schwimmen macht glücklich!

Mit diesen 5 Übungen vom Profi-Trainer werden Sie garantiert noch zum Schwimm-Ass. Man nehme: eine eng anliegende Badehose/Badeanzug, eine Schwimmbrille (weiche Linsen für weniger Druck auf den Augen!) und ein kleines Schwimmbrett namens „Pullbuoy“ (Steinhartsches Super-Hilfsmittel). Hier geht’s zu den GIFs:

 

Übung 1 & 2: Perfekte erste Übung! Brust-Beinschlag in Rückenlage mit Pullbuoy. Wichtig ist dabei, wirklich im Wasser zu liegen!

Und noch einmal dasselbe andersrum! Brust-Beinschlag in Bauchlage mit Pullbuoy. Achten Sie darauf, dass der Kopf im Wasser ist zur Ausatmung!

 

Übung 3: Super Ausgleichsbewegung! Rücken-Gleichschlag mit Brust, Beine, Po nach oben nehmen. Das macht den Knackpo!

 

Übung 4: Konzentration! Abwechselnd einen Brust-Armzug und zwei Brust-Beinschläge machen. So lernen Sie, die Arm- und Beinbewegungen richtig zu timen und sich ordentlich durchzustrecken!

 

Übung 5: Volle Kraft voraus: Brust-Gesamtlage, Sportvariante mit viel Krafteinsatz: das echte Brustschwimmen mit dem ganzen Körper!

 

Übung 6: Sportliche Pause: Brust-Gesamtlage, Gleitvariante. Kurz durchschnaufen und wieder los!

 

Um falsche Bewegungsabläufe zu vermeiden, ist ein Personal Trainer die beste Investition: „Das kostet am Anfang ein bisschen mehr, kann aber je nach Fortschritt reduziert werden. Dann ist es am Ende ungefähr so teuer wie eine Mitgliedschaft im Premium-Fitnessclub“, rechnet Steinhart. Für ihn zählt aber erst einmal: „Legen Sie die Scheu vorm Wasser ab – Sie versäumen sonst zu viel!“

 

Und so unterstützt Sie diesen Sommer Ihre Kasse!

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