24. Oktober 2026, 20:02 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten
Dwayne Johnson, Jason Statham und Jennifer Lopez haben eine große Gemeinsamkeit: Sie trainieren nicht mehr stur immer härter oder jagen nach Rekorden, sondern steuern ihr Training bewusst. Mit 50 bis 60 Jahren achten sie auf Regeneration und haben die Belastung angepasst.
Dwayne Johnson (Jahrgang 1972)
Wer Dwayne „The Rock“ Johnson auf aktuellen Fotos sieht, muss zweimal hinschauen: graue Haare, grauer Bart, das Gesicht eines 70-Jährigen. Für seinen neuen Film „Lizard Music“ hat sich der Hollywoodstar in einen alten Mann verwandelt und dafür sogar 23 Kilo verloren, davon ein großer Teil Muskelmasse (FITBOOK berichtete). Dabei gehört Johnson seit Jahrzehnten zu den größten Muskelpaketen Hollywoods!
Interessant ist, dass Johnson mit Mitte 50 nicht einfach weniger trainiert, sondern sein Training gezielt steuert. Aktueller Beleg dafür ist ein Instagram-Posting vom September 2026. Bei einer Brustübung demonstrierte er, wie er seine Muskeln bis an die Belastungsgrenze bringt: Ist kaum noch eine vollständige Wiederholung möglich, legt er zwei kurze Pausen ein und macht anschließend so viele Teilwiederholungen wie möglich. Besonders wichtig ist ihm dabei, die Gewichte selbst bei größter Erschöpfung kontrolliert zu bewegen.
Auch Beintraining steht bei Johnson nach eigenen Angaben zweimal wöchentlich auf dem Programm. Hinzu kommen Ausdauereinheiten. Für die Vorbereitung auf „The Smashing Machine“ erklärte sein langjähriger Trainer Dave Rienzi im Oktober 2025 gegenüber der britischen „GQ“, dass er die Trainingsbelastung immer wieder anpasse. Intensive Phasen wechseln sich mit weniger belastenden Einheiten ab, um den Körper nicht dauerhaft zu überfordern. Das Ziel: möglichst lange leistungsfähig und verletzungsfrei bleiben.1
Auch interessant: Kniebeugen im Alters-Check – wie viel Gewicht ist realistisch?
Jason Statham (Jahrgang 1967)
Wussten Sie das? Bevor Jason Statham zum Actionstar wurde, gehörte er zur britischen Wasserspring-Elite (für Olympia reichte es allerdings nie).2 2019 sprach er in einem Interview mal über das Älterwerden. Er verglich seinen Körper mit einem alten Auto, das er zunehmend sorgfältiger instand halten müsse. Deshalb gehe er regelmäßig zur Physiotherapie – zusätzlich zum Fitness- und Kampfsporttraining.
Außerdem äußert er sich begeistert über Ringturnen. Sein Trainer James Moontasri erklärte 2025, dass Statham bereits vor den gemeinsamen Trainingseinheiten für den Film „The Barkeeper“ selbstständig an Turnringen trainierte. Klimmzüge und Muscle-ups beherrsche er außergewöhnlich gut. Zudem berichtet er von mehrstündigen Kampfsport- und Choreografieeinheiten sowie gezielten Erholungsphasen.2
Aus der Zeit als Wasserspringer ist Stathams Liebe zum Element Wasser geblieben. Schon länger ist bekannt, dass er sich für Wakeboarden, Windsurfen und Wasserski begeistert.3 Hinzu kommen Erfahrungen aus verschiedenen Kampfsportarten.
Auch interessant: Wie sich „A-Team“-Legende Mr. T auch mit 74 noch fit hält
Jennifer Lopez (Jahrgang 1969)
Jennifer Lopez trainiert mit 57 nicht einfach immer härter, sondern hat ihren Schwerpunkt von Ausdauer- und Zirkeltraining auf Muskelaufbau beziehungsweise Muskelerhalt verlagert.
Setzt heute stärker auf Muskelaufbau statt Ausdauertraining
In einem ausführlichen Interview mit der amerikanischen „ELLE“ im Januar 2026 erklärte sie: „Seit etwa acht Jahren besteht mein Training hauptsächlich aus Gewichtheben.“ Sie fühlt sich nach eigenen Angaben heute kräftiger als in ihren Zwanzigern und Dreißigern.4
Wie intensiv die Einheiten ausfallen, verrieten ihre Trainer Dodd Romero und Tracy Anderson 2024 gegenüber „Us Weekly“. Damals trainierte Lopez allein mit Romero dreimal pro Woche. Zu ihrem Programm gehörten unter anderem Sumo-Kniebeugen mit Gewichten, Ausfallschritte und verschiedene Bauchübungen.5 Eine typische Einheit umfasst unter anderem drei Sätze hängendes Beinheben und Seil-Crunches, so Romero. Zu ihren Übungen gehören Sumo-Kniebeugen mit Gewichten sowie gestützte Ausfallschritte, die als ihre Lieblingsübung zur Straffung der Gesäßmuskulatur gelten. Romero betonte damals, dass Lopez in der besten Form ihres Lebens sei, extrem hart arbeite und sich nie beschwere.
Für ihre spektakuläre Pole-Dance-Performance beim Super Bowl 2020 standen bei La Lopez monatelang vier bis fünf Einheiten pro Woche auf dem Programm, wie ihre Trainerin Johanna Sapakie später gegenüber „Women’s Health“ berichtete.6
Mark Wahlberg (Jahrgang 1971)
Um vier Uhr morgens schon im Fitnessstudio stehen? Für Mark Wahlberg gehört das seit Jahren zum Alltag. Dass er seine extreme Fitnessroutine auch jenseits der 50 durchzieht, demonstrierte der Hollywoodstar erst 2026 in seiner YouTube-Serie „4AM Club Challenge“. Darin lädt er deutlich jüngere Influencer ein, mit ihm zu trainieren – und bringt sie dabei an ihre Grenzen.
Morgens Eisbad, dann XXL-Workout
Wahlberg trainiert nach eigenen Angaben an fünf Tagen in der Woche. Der Donnerstag ist für ihn einer der schwersten Tage, da es sein „Leg Day“ (Beintag) ist, an dem er besonders schwer und hart trainiert. Das komplette Workout umfasst 14 verschiedene Übungen von Wadenheben im Sitzen über Fahren auf dem Assault Bike, Beinstrecken bis Rückenstrecken. Wahlberg betont, dass man Körperstellen, an denen man Muskeln aufbauen möchte (wie bei ihm die Beine), jeden Tag genau anschauen und fokussieren muss, anstatt sie zu ignorieren.
Bevor er ein Gewicht anfasst, nimmt Wahlberg ein dreiminütiges Eisbad, um die Muskeln vorzubereiten. Laut Wahlberg verschwinden dadurch Muskelkater und Schmerzen sofort, und er erhält Energie sowie Dopamin für mehrere Stunden. Die ungewöhnlich frühe Trainingszeit hat einen praktischen Grund: Wahlberg möchte sein Workout möglichst abgeschlossen haben, bevor Arbeit und Familie seine Aufmerksamkeit beanspruchen. Was bei seiner Routine leicht übersehen wird: Auf ausreichend Schlaf legt er großen Wert. Gegenüber „E! News“ erklärte er im April 2026, dass er möglichst acht Stunden schlafe – und dafür entsprechend früh ins Bett gehe.7
Auch interessant: Eisbaden wirkt bei Frauen anders – was Studien jetzt zeigen
Auf diese Übungen setzen Action-Stars für ihre Muskeln
Für „Black Adam“ trainierte Dwayne Johnson noch härter
Hugh Jackman (Jahrgang 1968)
Als Wolverine in den „X-Men“-Streifen wurde Hugh Jackman zum Inbegriff des muskulösen Superhelden. Für die Rolle baute der Australier über Jahre hinweg gezielt Muskeln auf. Um die kräftige Statur seiner Comicfigur glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen, schwor er auf strukturiertes Krafttraining. Dazu gehörten klassische Grundübungen mit Gewichten, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen (u.a. Kniebeuge, Bankdrücken, Kreuzheben), um Kraft und Muskelmasse aufzubauen.
Legt inzwischen weniger Wert auf maximale Gewichte
Doch sein Trainingsansatz hat sich verändert. Wie Jackman im März 2026 in einem Interview mit „InStyle Men“ erklärte, stemmt er heute bewusst weniger schwere Gewichte. Statt persönlichen Rekorden hinterherzujagen, achtet er stärker auf sein Körpergefühl und passt die Belastung seiner Tagesform an. Hart trainieren könne er trotzdem, betont der Schauspieler.8
Im Juli 2026 veröffentlichte Jackman ein Trainingsvideo, in dem er Liegestütze mit zusätzlichem Widerstand durch Ketten absolviert. Seine Trainerin Beth Lewis begleitet ihn dabei. Außerdem bekannt: Sein Beintraining, das sogar einen Fitnessexperten beeindruckte.
Ein solcher Muskelaufbau entsteht nicht über Nacht. Entscheidend sind Beständigkeit, ausreichende Erholung und eine Ernährung, die den Körper mit genügend Energie und Nährstoffen versorgt.
Matthew McConaughey (56)
Auch Matthew McConaughey ist dafür bekannt, seinen Körper für Filmrollen drastisch zu verändern. Für „Dallas Buyers Club“ nahm der Oscar-Preisträger rund 21 Kilogramm ab, für „Gold“ legte er später etwa 18 Kilogramm zu. Privat setzt der 56-Jährige seit vielen Jahren vor allem auf abwechslungsreiche Bewegung und Sport, der ihm Spaß macht.
Dazu gehört inzwischen auch Tennis. Wie McConaughey im Januar 2026 im Podcast „On Purpose“ erzählte, versucht er selbst an freien Tagen, Tennis zu spielen und mindestens einmal richtig ins Schwitzen zu kommen. Hat er genügend Zeit, verbringt er auch schon mal zweieinhalb Stunden im Fitnessstudio – allerdings mit Unterbrechungen, in denen er an seinen Schreibprojekten arbeitet.
In früheren Interviews berichtete der „True Detective“-Star von seiner Vorliebe für Laufen, Schwimmen, Mountainbiking und Stand-up-Paddling. Beim Laufen baut er gerne zusätzliche Kraftübungen ein. So berichtete er im US-Magazin „Men’s Journal“, dass er seine Laufrunden für Liegestütze und Crunches unterbreche.9
Besonders alltagstauglich klingt eine weitere Methode, die er bereits vor Jahren gegenüber „Men’s Health“ verriet: Über den Tag verteilt absolviere er immer wieder 20 Liegestütze – beispielsweise morgens oder zwischen Terminen. Bei zehn solcher Mini-Einheiten kommen insgesamt 200 Wiederholungen zusammen. Auch Kniebeugen und Bauchübungen integrierte er zwischendurch.10
Ob McConaughey noch immer nach diesem Programm trainiert, wissen wir nicht. Seine Trainingsphilosophie finden wir aber ziemlich nachahmenswert: Bewegung muss nicht kompliziert sein. Entscheidend sind Regelmäßigkeit und die Freude daran.