11. Dezember 2025, 15:10 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Man wird nicht ohne Grund zum Go-to-Actionstar in Hollywood. Jason Statham macht vor, wie’s geht: Mit 58 steht er in Bestform vor der Kamera – und wirkt auch mental kaum gealtert. FITBOOK-Redakteur Michel Winges zeigt, woran das liegen könnte.
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Exploration als Schlüssel zum Gesundaltern
Dass Statham mit 58 noch immer abliefern kann, liegt sicher auch daran, dass er nie den Spaß am Sport verloren hat. Im Interview mit „Men’s Journal“ erzählt er, wie er sich diesen Antrieb bewahrt: „Ich fahre gern Wakeboard und mache all diese verrückten Sachen mit dem Jetski. Windsurfen. Wasserski. Ich habe im Laufe der Zeit fast jede Kampfsportart ausprobiert. Ich habe so vieles versucht.“ Und selbst ein Flug mit einem Wingsuit steht noch auf seiner Wunschliste.
Forschung beweist!
Studien zeigen, dass genau dieses ständige Suchen nach neuen Herausforderungen nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf fit hält.1, 2, 3 Wer sich auch im späteren Alter immer wieder auf Neues einlässt, sei es das Erlernen neuer Fähigkeiten oder das Ausprobieren ungewohnter Aktivitäten (vielleicht nicht unbedingt Wingsuit-Fliegen mit über 60), dessen Gehirn bleibt nachweislich länger leistungsfähig. Genau das könnte erklären, warum Statham bis heute so beeindruckend in Form ist – körperlich wie mental.
Krafttraining nach Gefängnis-Vorbild
Als Statham sich auf seine Rolle in „The Expendables“ vorbereitete, ließ er sich von der Trainingsweise der Insassen eines kalifornischen Staatsgefängnisses inspirieren. „Sie trainierten mit dem ganzen Körpergewicht und altbewährten Fitnesstechniken, die wahre Wunder bewirkten. Gewichte waren im Gefängnishof verboten.“
Zusammen mit seinem Trainer Logan Hood – einem Ex-Navy-SEAL – entwickelte er daraufhin ein Programm, das Eigenkörpergewicht mit gezieltem Gewichtstraining kombiniert. Jede Bewegung solle laut Hood funktional und natürlich sein, damit der Körper die Spannung einer gespannten Feder aufbauen könne.
Für den Film „The Beekeeper“ trainierte Statham außerdem zusammen mit dem zweifachen Taekwondo-Weltmeister und Ex-UFC-Kämpfer James Moontasri. Moontasri sagte bei „Men’s Journal“ über Statham: „Jason schafft Klimmzüge und Muscle-ups wie am Fließband.“ Eine Besonderheit: Er mache diese wohl an Turnringen. Vielleicht eines der Geheimnisse Stathams, denn durch das Training an den Ringen wird der Körper gezwungen, jede Bewegung zu stabilisieren. Dadurch arbeiten nicht nur die großen Muskelgruppen, sondern auch die tief liegende Stützmuskulatur intensiver als bei jeder anderen Kraftübung.
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In „Knastform“ kommen
Wer auch in die – so liebevoll von Statham genannte – „Knastform“ kommen möchte (und nicht in die von Statham verpönte „Fitnessstudioform“), muss dafür nicht wie er zwölf Jahre lang Mitglied des britischen Nationalkaders im Wasserspringen gewesen sein. Aber genau das hat natürlich dafür gesorgt, dass Statham schon vor seiner schauspielerischen Karriere gut in Form war.
Zudem begann er früh mit Kampfsport, er erlernte chinesische Kampfkünste. Insbesondere Karate – darin besitzt er den schwarzen Gürtel – und im Brazilian Jiu-Jitsu – darin trägt er den lilafarbenen Gürtel. Aber auch Kickboxen, Muay Thai und Wing Chun hat er bereits praktiziert.
Und mittlerweile kommt wohl auch das ein oder andere Mal Yoga dazu, wie er dem „Tagblatt“ berichtete: „Und ich habe jetzt auch mit Yoga angefangen. Da habe ich aber noch Steigerungspotenzial!“
„Training ist Teil meiner täglichen Routine, ganz egal, ob ich gerade an einem Filmprojekt arbeite oder nicht. Es ist meine Natur“, so Statham in „TV Spielfilm“. So kommt der athletische Körper des heute 58-jährigen Schauspielstars zustande.
Das A und O
Was Statham antreibt, ist weniger der Wunsch nach Muskelmasse als der Fokus auf Funktionalität. „Mir ging es nie darum, die größten, massigsten und auffälligsten Muskeln zu haben – bei meinem Training steht die Funktionalität im Vordergrund“, sagt er im Interview mit dem „TRAIN Magazine“. Trainiert wird meist morgens und oft schlicht in seiner Garage – ohne viel Equipment, dafür mit hoher Konsequenz.
In „Men’s Health“ erklärt er 2021: „Wenn du morgens trainierst, kannst du nie die Ausrede bringen, dass dir die Zeit ausgegangen ist oder ein Termin dazwischenkam – das zählt dann einfach nicht.“ Und auch noch eine weitere Weisheit gibt er mit: „30 intensive Minuten sind besser als eine halbherzige Stunde.“