12. August 2026, 20:13 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Hugh Jackmans „Wolverine“ sprang nicht ohne Grund immer wie eine Katze durch die X-Men-Filme. Dabei bedeutet „Wolverine“ auf Englisch eigentlich Vielfraß. Doch ganz entgegen einem gemächlichen Vielfraß zeigt Jackman nun in einem neuen Instagram-Video, wie er seine Beine trainiert. Springen kann der mittlerweile 57-Jährige zwar immer noch, nur nicht mehr ganz so hoch wie einst in den Filmen, doch das sei ihm verziehen. Was sagt ein Experte zu den Übungen?
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„Wenn Beth entscheidet, dass heute Beintag ist“
Die Beth, die entschied, dass heute Beintag ist, ist Beth Lewis, die Trainerin von Hugh Jackman. Unter einem neuen Instagram-Beitrag schreibt Jackman, dass Beth an diesem Tag nicht nur Beinübungen für ihn vorgesehen hatte, sondern das Training zusätzlich mit Übungen für Körpermitte und Gleichgewicht kombinierte. „Zum Glück stand der Hocker bereit, um einen Sturz zu verhindern. Sicherheit geht vor“, schreibt der Schauspieler dazu. Wir bekommen Einblick in zwei, man kann wohl sagen, besondere Übungen. Deswegen ordnet Fitnesstrainer Markus Bremen die beiden Übungen für FITBOOK ein: „Jackman zeigt zwei Dinge: gesprungene Ausfallschritte und eine core-/stabilitätsorientierte Übung mit Band“, so der Experte.
Die Hocker-Übung
Zur Übung mit dem Hocker erklärte Bremen: „Die isometrische Spannung gegen den Bandwiderstand fordert die tiefe Rumpfmuskulatur kontinuierlich, ohne dass viel Bewegung nötig ist. Genau diese Art von Kraftausdauer im Core ist mit 57 besonders wertvoll, weil sie Haltung und Wirbelsäulenschutz im Alltag direkt unterstützt.“
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Gesprungene Ausfallschritte
Die gesprungenen Ausfallschritte bewertet Bremen als deutlich anspruchsvoller: „Sie kombinieren Kraft, Reaktivität und vor allem Balance – die Landephase verlangt in Sekundenbruchteilen Stabilität in Knie und Hüfte. Genau das ist der Bereich, der ab Mitte 40 oft zuerst nachlässt, und plyometrisches Training in dem Alter gezielt beizubehalten, ist bemerkenswert und absolut empfehlenswert.“ Plyometrisch beschreibt schnellkräftige Sprungübungen. Allerdings warnt der Experte auch: „Gesprungene Ausfallschritte sind gelenkbelastend – saubere Landetechnik (weiches Abfedern, Knie nicht nach innen) ist wichtiger als Sprunghöhe oder Tempo. Für ungeübte Leser eher ein Fernziel als ein Einstieg.“
Fortschritte beim Rudern
Jackman scheint zudem ein großer Fan des Rudertrainings zu sein und teilt regelmäßig Einblicke in seinen Trainingsfortschritt. Am 15. Juli postete er stolz seine neue Bestzeit: „Großer Erfolg heute!! Die letzten 2k (2000 Meter, A. d. R.) liefen in 6:54. Stolz, erschöpft, dankbar und schwitzend.“ Das Ergebnis verdanke er seiner Freundin und langjährigen Trainerin Beth Lewis – und die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit: „Ich bin so stolz auf diesen Mann! Er hat dieses Training wirklich mit vollem Einsatz angenommen und war, wie immer, stark und konsequent. 3 Tage Rudern und 3 Tage Krafttraining pro Woche neben seinem Terminplan durchzuhalten, ist eine echte Herausforderung!“
Wer sich die Olympischen Spiele anschaut, der weiß ganz genau, wie beeindruckend die Körper von Ruderern aussehen. Kein Wunder, denn Rudern beansprucht nahezu die komplette Muskulatur gleichzeitig. Beine, Rumpf und Oberkörper arbeiten in einer Bewegung zusammen. Das Herz passt sich regelmäßig an Rudertraining an, indem es an Größe und Pumpleistung zunimmt. Gleichzeitig wächst auch die Muskulatur, vordergründig die ausdauerfähigen Fasern.1
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Also ist Rudern nicht nur gut für Muskelaufbau, Herz und Ausdauer. Es scheint auch besonders schonend für die Gelenke zu sein. Das zeigt eine Studie mit 38 älteren Erwachsenen im Alter von 65 bis 85 Jahren mit leichter Kniearthrose.2 Nach zwölf Wochen Rudertraining hatten die Teilnehmer deutlich mehr Kraft in Hüfte und Knie aufgebaut und auch ihre Beweglichkeit verbessert. Besonders entscheidend war, dass während des Trainings keine Knieschmerzen auftraten.
Wenn Sie nun die Motivation gepackt hat, schwingen Sie sich gerne auf den Rower. Nur bei den beiden Beinübungen Jackmans sollte Vorsicht geboten sein.