12. Juni 2026, 17:27 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Zwischen den Dreharbeiten zu der neuen Serie „Cape Fear“ und dem kommenden „Dune“-Film bleibt für Javier Bardem kaum Zeit zum Durchatmen. Dennoch setzt der Star-Schauspieler mit 57 Jahren konsequent auf seine Fitness – und hat dafür eine Trainingsform entdeckt, die er heute mehr schätzt als je zuvor. Warum diese für ihn inzwischen unverzichtbar ist und welche Rolle Muskelaufbau für gesundes Altern spielt, weiß FITBOOK-Autor Tony Poland.
Javier Bardem, der 2008 als erster Spanier für „No Country for Old Men“ einen Oscar gewann, gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern Hollywoods. Der Oscar-Preisträger wechselt mühelos zwischen anspruchsvollen Charakterrollen und großen Blockbustern wie „Dune“. Trotz seines vollen Terminkalenders achtet der spanische Schauspieler heute stärker denn je auf seine körperliche Fitness. Besonders eine Trainingsform hat es ihm angetan: Krafttraining.
„Ich liebe es“: Javier Bardem entdeckt Krafttraining für sich
Im Gespräch mit dem US-Magazin „Men’s Health“ verriet Bardem, dass er erst in seinen 50ern damit begonnen hat, regelmäßig Gewichte zu stemmen. Heute möchte er das Training nicht mehr missen. „Seit zwei Jahren mache ich Krafttraining und ich liebe es. Ich werde nicht jünger“, erklärte der Ehemann von Penélope Cruz. Sein Antrieb dahinter ist hauptsächlich die Gesundheit: „Wir müssen Muskeln aufbauen, um ein gesünderes Alter zu haben“, betonte der 57-Jährige.
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Muskelaufbau als Investition in die Zukunft
Dass Krafttraining ab einem gewissen Alter weit mehr ist als ein Werkzeug für einen definierten Körper, ist längst kein Geheimnis mehr. Mit zunehmenden Lebensjahren verliert der Mensch natürlicherweise Muskelmasse und Kraft. Regelmäßiges Krafttraining kann diesem Prozess entgegenwirken und dazu beitragen, Mobilität, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.
Genau dieser Gedanke motiviert auch Bardem – so empfindet er die Workouts nicht als lästige Pflicht, sondern als etwas, das ihm tatsächlich Spaß macht. „Ich finde es sehr motivierend und genieße es“, sagte er.
Fitness als Voraussetzung für anspruchsvolle Drehs
Wie wichtig körperliche Belastbarkeit im Schauspielberuf sein kann, zeigte sich für Bardem auch bei den Dreharbeiten zu „Dune“ – der Film erscheint Ende dieses Jahres in Deutschland. Dort musste er über viele Stunden hinweg schwere Kostüme unter extremen Bedingungen tragen. „Es war nicht einfach“, erinnerte sich der Hollywoodstar. Besonders herausfordernd sei es gewesen, in den aufwendigen Anzügen bei großer Hitze zu arbeiten, ohne sichtbar zu schwitzen. „Dafür muss man in Form sein“, erklärte Bardem.
Die körperliche Fitness sei deshalb nicht nur für sein Wohlbefinden wichtig, sondern auch eine Voraussetzung für die Anforderungen seines Berufs. Auch Schauspielkollege Karl Urban ist besonders bekannt dafür, seinen Trainingsstil immer wieder an die Anforderungen seiner Rollen anzupassen.
Mit Jason Momoa trainieren? Nein, danke
Einen ganz bestimmten Trainingspartner schließt Bardem allerdings aus: seinen „Dune“-Kollegen Jason Momoa. Auf die Frage, ob er gemeinsam mit dem „Aquaman“-Darsteller trainieren würde, reagierte er mit Humor. „Nein, nein, ich würde niemals mit Jason Momoa trainieren. Machst du Witze?“, scherzte Bardem. „Er ist stark wie Jesus. Er ist superfit und stark, superlieb, lustig und nett und bezaubernd.“ Allerdings ist Momoa auch elf Jahre jünger als Bardem.
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Personaltrainerin Alina Bock empfahl bereits zuvor bei FITBOOK, Krafttraining spätestens ab dem 50. Lebensjahr fest in den Alltag zu integrieren. Schließlich baut der Körper bereits ab dem 30. Lebensjahr schrittweise Muskulatur ab und die Knochendichte sinkt. Umso wichtiger ist also effektives Krafttraining. Ziel sollte dabei nicht maximale Muskelmasse sein, sondern funktionelle Kraft für den Alltag. Gezielte Kraftübungen, Mobilitätsübungen und gesunde Ernährung helfen, die Muskel- sowie Knochenmasse zu erhalten. Als sinnvoll gelten dabei zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche, die Zeit dazwischen sollte zur Regeneration genutzt werden.
Der Fokus sollte auf großen Muskelgruppen liegen, also etwa auf Beinen, Rücken, Brust und Rumpf. Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte, Rudern oder Liegestütze fördern hier Kraft und Stabilität. Genauso wichtig sind ausreichende Erholungsphasen zwischen den Trainingseinheiten. Entscheidend sind darüber hinaus auch Ausdauertraining sowie Mobilitäts- und Gleichgewichtsübungen für die Bewältigung alltäglicher Bewegungsabläufe.
Die wichtigste Fitnessregel in der zweiten Lebenshälfte
„Mit fortschreitendem Alter wird es für den Körper zunehmend wichtiger, aktiv zu bleiben, um Gesundheit und Mobilität zu erhalten. Insbesondere durch langjährige Fehlhaltungen im Beruf oder Alltag durch stundenlanges Sitzen ist es essenziell, durch gezieltes Krafttraining entgegenzuwirken“, fasst Alina Bock zusammen. „Hierfür sind besonders Übungen für die Gesäß-, Bein-, Rücken- und Tiefenmuskulatur sowie alltagsnahe Bewegungen wie das Kreuzheben geeignet, welche Fehlhaltungen entgegenwirken und Belastungen im Alltag vorbeugen“, unterstreicht die Expertin.
Am wichtigsten ist jedoch die Regelmäßigkeit. „Beim Krafttraining kommt es nicht nur darauf an, wie lange man trainiert. Wichtig ist, dass die Muskeln regelmäßig ausreichend gefordert werden“, bestätigt FITBOOK-Chefredakteur Nuno Alves. So lässt sich der Muskelalterung gegensteuern. Wer kontinuierlich trainiert, kann dem altersbedingten Muskelabbau effektiv entgegenwirken. Javier Bardem liefert dafür ein gutes Beispiel: Auch jenseits der 50 lässt sich mit Krafttraining nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten, sondern oft sogar noch steigern.