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Gesunde Paradiesfrucht

Ohne Sauerei schälen! Der Trick für den Granatapfel

Granatäpfel
Als Küchenzutat macht er es uns nicht leicht. Aber: Es lohnt sich, die Herausforderung Granatapfel-Schneiden anzunehmen Foto: Getty Images

Die Paradiesfrucht gilt als Superfood, steckt immerhin voller wertvoller Mineralstoffe und Vitamine, und ist in der Küche vielseitig einsetzbar. FITBOOK verrät alles, was Sie über Granatäpfel wissen müssen. Nicht zuletzt einen einfachen Trick, wie man sie ohne Sauerei zerlegt.

Der Granatapfel, auch Paradiesapfel genannt, ist ein symbolträchtiges Gewächs. Er gehört zu den ältesten und bekanntesten Früchten, die in Schriftstücken verschiedener Kulturen und Religionen Erwähnung finden, und stehen als Symbol für Fruchtbarkeit und ewiges Leben. Im jüdischen Glauben versinnbildlichen ihre vielen Kerne die 613 Gebote der Tora, dem ersten Teil der jüdischen Bibel, und bedeuten auf der Tafel des Neujahrsfests ein gesundes und fruchtbares neues Jahr. Aber nicht nur als Tischdeko machen sie etwas her.

Diese gesunden Inhaltsstoffe stecken im Granatapfel

Zu den Inhaltsstoffen des Granatapfels gehören neben den Mineralstoffen Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor auch die Vitamine C und B sowie Folsäure, erklärt die deutsche Verbrauchzentrale. Zudem enthalten Granatäpfel eine hohe Menge an sogenannten Polyphenolen. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenfarbstoffe. Besonders bei intensiv farbigen Früchten wie etwa Blaubeeren oder eben dem Granatapfel ist der Gehalt an diesen speziellen Stoffen besonders hoch. Sie sollen antioxidativ wirken, ebenso wie die in Granatäpfeln weiter enthaltene Ellagsäure und der Gerbstoff Punicalagin. Die Granatapfel-Polyphenole sollen laut verschiedener Studien übrigens auch gut für die Herz- und Hirngesundheit sein.

Verwendung in der Küche

Vom Granatapfel werden weder die Schale noch das bittere Fruchtfleisch verzehrt, sondern die Kerne. Sie schmecken säuerlich-süß und passen daher gut zu Desserts und Obstsalaten, sind aber auch in herzhaften Gerichten mit Fleisch oder Fisch eine beliebte Zutat. Granapfelkerne passen zur Sauce verarbeitet gut zu gegrilltem Hähnchen oder Lamm. Mit Gurke und Minze vermischt kann man daraus auch einen leckeren Beilagensalat machen. Die Frucht lässt sich auch pressen und als Saft trinken.

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Granatapfel richtig schälen – so geht’s

Aber apropos „Saft“: Wer sich bereits an die tückische Zutat gewagt hat, weiß, dass weder Küchenwände noch Kleidung von roten Spritzern verschont bleiben. Zumindest, wenn man Granatäpfel unvorsichtig zerlegt. Mit der schnellen und beliebten Löffeltechnik – die Frucht durchschneiden und die jeweiligen Hälften mit der offenenen Seite nach unten über einer große Schüssel halten, um die Kerne „hinauszuklopfen“ – kann eine Mega-Sauerei vermieden werden. Noch besser ist es, den Granatapfel im Wasserbad zu entkernen. Diesen dafür vierteln und in eine große Schale mit kaltem Wasser legen. Nun die Kerne mit den Fingern aus den Trennhäuten auslösen, die dadurch zur Oberfläche steigen und sich, wenn Sie fertig sind, bequem mit einer Schaumkelle abschöpfen lassen.

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Woran erkennt man einen reifen Granatapfel?

Übrigens: Granatäpfel reifen nicht nach. An der Außenschale ist der Reifegrad nicht zu erkennen, dafür an der Haut innen. Diese ist idealerweise komplett weiß, während die Kerne rot leuchten. Klar, im Supermarkt kann man schlecht das Messer ansetzen. Experten machen daher den Gewichtstest: Die reife Frucht liegt etwas schwerer in der Hand.