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Superfrucht aus dem Orient

Die Vorteile von Datteln für die Gesundheit

Schale mit Datteln
Datteln werden auch als „Brot der Wüste“ bezeichnetFoto: Getty Images

Kleine Früchte mit großer Wirkung: Datteln sind nicht nur ein super Snack für zwischendurch, sondern stecken noch dazu voller wertvoller Nährstoffe für unseren Körper. Lesen Sie hier, warum es sich empfiehlt, drei bis fünf Datteln am Tag zu naschen.

Schon vor 5000 Jahren stand das Trockenobst auf dem Speiseplan von Wüstennomaden und diente ihnen als Nahrungsgrundlage. Datteln sind nämlich nicht nur lange und gut haltbar, sondern – wie man heute weiß – auch sehr nährstoffreich und gesund!

Woher kommen Datteln?

Die Dattelpalme ist eine Kulturpflanze aus dem alten Orient. Heutzutage wird sie vor allem in Tunesien, Marokko und Algerien angebaut. Daher sind Datteln auch unter dem Spitznamen „Früchte des Orients“ bekannt. Hierzulande werden sie ganzjährig in vorwiegend getrockneter Form verkauft. Frisch kann man sie in Deutschland zwischen September und Januar kaufen.

Welche Nährstoffe stecken in Datteln?

Aber was steckt nun Gutes in den kleinen rötlich-braunen Früchten? In erster Linie sind Datteln aufgrund ihres natürlichen Fruchtzuckergehalts ein echter Energie-Booster. Das machen sich die Menschen in den trockenen Herkunftsländern schon seit Tausenden von Jahren zunutze, weshalb die Früchte auch als „Brot der Wüste“ bezeichnet werden. Obwohl sie mit ihrem süßen, honig- und karamellartigen Geschmack einer echten Nascherei ähneln, sind getrocknete Datteln mit 285 Kilokalorien auf 100 Gramm vergleichsweise kalorienarm. Isst man stattdessen zum Beispiel eine 100-Gramm-Tafel Schokolade, kommt man annähernd auf einen doppelt so hohen Kaloriengehalt (500 bis 600 Kilokalorien).

Nährwerte von 100 Gramm Datteln der Sorte „Deglet Nour“:

  • Fett (36 mg)
  • Vitamin A (0,004 mg)
  • Vitamin C (0,4 mg)
  • Beta-Carotin (0,006 mg)
  • Eisen (1,2 mg)
  • Calcium (39 mg)
  • Magnesium (43 mg)
  • hoher Kaliumgehalt (660 mg)

Quelle: USDA National Nutrient Database

Zum Vergleich: Eine Banane, die oft als besonders gute Kalium-Quelle genannt wird, enthält bei gleicher Menge 450 Milligramm. Den täglichen Kaliumbedarf von ca. 2000 Milligramm kann man also schon mit etwa drei Datteln decken. Damit sind Datteln auch förderlich für die Herzgesundheit und den Blutdruck.

Auch die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Phosphor, die besonders wichtig für einen gesunden Knochenaufbau sind, stecken in Datteln. Dazu gesellt sich außerdem Beta-Carotin, welches das Zellwachstum im Körper reguliert, das Immunsystem steuert und antioxidantisch wirkt – quasi eine Art natürliches Anti-Aging-Mittel.

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Warum Datteln auch bei Einschlafproblemen helfen können

Ebenfalls interessant an Datteln ist ihr hoher Gehalt an Tryptophan, eine Aminosäure, die zur Bildung des Schlafhormons Melatonin benötigt wird. Bei längerfristigem Konsum sollen Datteln dadurch sogar bei Einschlafproblemen helfen. Empfohlen wird dafür, jeden Tag etwa zwei Stunden vor dem Einschlafen drei Datteln zu essen. Nach etwa zwei Wochen sollte dann die versprochene beruhigende Wirkung einsetzen. Sofern der eigene Körper darauf anspringt, also eine gute und vor allem natürliche Alternative zu Schlaf- und Beruhigungstabletten.

Als Trockenfrüchte stecken in Datteln außerdem auf 100g ganze 8,7g Ballaststoffe. Diese sind bekanntermaßen förderlich für unsere Verdauung und regen den Stoffwechsel an, weswegen sich der Genuss von Datteln bei Magen-Darm-Beschwerden (wie Verstopfung) positiv auswirken kann. Außerdem begünstigen Ballaststoffe einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel.

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Welche Dattelsorte schmeckt am besten?

Unter Dattelfans sehr beliebt ist die Sorte „Medjool“, auch Königsdattel genannt. Im Vergleich zur herkömmlichen Dattel ist sie deutlich größer und zeichnet sich besonders durch eine feine, ausgewogene Süße aus. Allerdings hat dies auch seinen Preis, denn für eine herkömmliche 200-Gramm-Packung muss man mit mindestens 4 bis 5 Euro rechnen. Es gibt aber auch etwas günstigere Alternativen. Getrocknete Datteln sind in fast jedem gewöhnlichen Super- oder Biomarkt zu finden. Verkauft wird in Mitteleuropa zum größten Teil die Sorte „Deglet Nour“ (rund 2 Euro die Packung).

Der hohe Zuckergehalt wirkt übrigens auch als natürlicher Konservierungsstoff und macht die getrockneten Früchte problemlos bis zu einem Jahr haltbar. Es empfiehlt sich allerdings, die Datteln aus der gewöhnlichen Verpackung in ein verschließbares Gefäß umzufüllen. So sind sie vor Feuchtigkeitsverlust geschützt und bleiben länger frisch und saftig.

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Wie viele Datteln sollte man am Tag essen?

Auch wenn Datteln verlockend lecker schmecken und gesund sind, sollten Sie auch auf die richtige Dosierung achten. Fruchtzucker gilt zwar im Vergleich zu Industriezucker als gesünder, ist aber in großen Mengen ebenfalls sehr kohlenhydrat- und damit kalorienreich. Zudem können Datteln aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

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Die Devise lautet also wie immer: alles stets in Maßen! Drei bis fünf Datteln am Tag können Sie aber guten Gewissens essen. Tipp gegen Heißhungerattacken: Bei akuter Lust auf Süßes hilft meistens sogar schon eine Frucht als Dessert nach dem Essen.

Wie kann man Datteln noch verwenden?

Datteln als purer Snack sind Ihnen zu langweilig? Aufgepasst! Es gibt noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für die süßen Früchte. So eignen sie sich beispielsweise hervorragend als natürlicher Zuckerersatz in Smoothies, Joghurt oder Müsli. Hierfür kann man Datteln übrigens auch bereits in flüssiger Form als Dattelsirup kaufen. Außerdem gibt es viele tolle Rezepte für gesunde Snack-Alternativen auf Dattel-Basis, zum Beispiel als leckere Energyballs in Kombination mit Mandeln und Kokosflocken!