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Frucht aus dem Nahen Osten

Sind Datteln wirklich gesund oder eine Zuckerfalle?

Datteln gesund
Datteln werden auch als „Brot der Wüste“ bezeichnet. Medjool Datteln sind besonders beliebt. Foto: Getty Images
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30. Oktober 2025, 20:09 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Kleine Früchte mit großer Wirkung: Datteln sind nicht nur ein super Snack für zwischendurch, sondern stecken noch dazu voller wertvoller Nährstoffe für unseren Körper. Lesen Sie hier, warum es sich empfiehlt, drei bis fünf Datteln am Tag zu naschen.

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Woher kommen Datteln?

Schon vor 5000 Jahren stand das Trockenobst auf dem Speiseplan von Wüstennomaden und diente ihnen als Nahrungsgrundlage. Datteln sind nämlich nicht nur lange und haltbar, sondern – wie man heute weiß – auch sehr nährstoffreich.

Die Dattelpalme ist eine Kulturpflanze aus dem Persischen Golf. Heutzutage wird sie vor allem in Tunesien, Marokko und Algerien angebaut. Daher sind Datteln auch unter dem Spitznamen „Früchte des Orients“ bekannt. Hierzulande werden sie ganzjährig in vorwiegend getrockneter Form verkauft. Frisch kann man sie in Deutschland zwischen September und Januar kaufen.

Welche Dattelsorten gibt es und welche schmecken am besten?

Weltweit gibt es rund 1.500 Dattelsorten. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen die Medjool-Dattel, die insbesondere während des Ramadans Hochkonjunktur hat (nach dem strengen Fasten während des Tages ist sie ein beliebter Energie-Kick, sobald die Sonne untergegangen ist), und die Sorte Deglet Nour.

Medjool-Datteln

Unter Dattel-Fans sehr beliebt ist die Sorte Medjool, auch Königsdattel genannt. Im Vergleich zur herkömmlichen Dattel ist sie deutlich größer und zeichnet sich besonders durch eine feine, ausgewogene Süße aus. Allerdings hat dies auch seinen Preis, denn für eine herkömmliche 200-Gramm-Packung muss man mit mindestens fünf Euro rechnen.

Deglet Nour

Es gibt aber auch etwas günstigere Alternativen. Verkauft wird in Mitteleuropa zum größten Teil die Sorte Deglet Nour (rund zwei Euro pro Packung). Dabei handelt es sich um die Früchte der Echten Dattelpalme, die in subtropischen Gebieten vorkommt. Hauptanbaugebiet der Deglet Nour (oder auch „Finger des Lichts“) ist Algerien. Sie sind von fester Konsistenz und angenehm süß.

Lagerung der Früchte

Der Zuckergehalt von Datteln wirkt übrigens auch als natürlicher Konservierungsstoff und macht die getrockneten Früchte problemlos bis zu einem Jahr haltbar. Es empfiehlt sich allerdings, die Datteln aus der gewöhnlichen Verpackung in ein luftdichtes Gefäß umzufüllen. So sind sie vor Feuchtigkeitsverlust geschützt und bleiben länger frisch und saftig.

Welche Nährstoffe stecken in Datteln?

Aber was steckt nun Gutes in den kleinen rötlich-braunen Früchten? In erster Linie sind Datteln aufgrund ihres natürlichen Fruchtzuckergehalts ein echter Energie-Booster. Das machen sich die Menschen in den trockenen Herkunftsländern schon seit Tausenden von Jahren zunutze, weshalb die Früchte auch als „Brot der Wüste“ bezeichnet werden. Obwohl sie mit ihrem süßen, karamellartigen Geschmack einer echten Nascherei ähneln, weisen getrocknete Datteln im Vergleich zu Weingummi oder Schokolade eine moderate Kalorienmenge von 282 Kilokalorien auf 100 Gramm auf. Isst man stattdessen zum Beispiel eine 100-Gramm-Tafel Schokolade, kommt man annähernd auf einen doppelt so hohen Kaloriengehalt (500 bis 600 Kilokalorien).

Nährwerte pro 100 Gramm Datteln der Sorte Deglet Nour

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Hervorzuheben sind hier der Ballaststoff- und der Kaliumgehalt. Ballaststoffe sind sogenannte Präbiotika, also Futter für unsere nützlichen Darmbakterien. Kalium unterstützt die Herz- und Muskelfunktion. Zum Vergleich: Eine Banane, die oft als besonders gute Kalium-Quelle genannt wird, enthält bei gleicher Menge 450, die Dattel stolze 660 Milligramm. Den täglichen Kaliumbedarf von ca. 4000 Milligramm allein mit Datteln zu decken, ist allerdings weniger sinnvoll, da auch die Zuckerzufuhr damit steigt.2 Sehen Sie die süße Frucht mehr als eine geeignete Ergänzung.

Auch die Mineralstoffe Magnesium, Calcium und Phosphor, die besonders wichtig für einen gesunden Knochenaufbau sind, stecken in Datteln. Dazu gesellt sich außerdem Beta-Carotin, welches das Zellwachstum im Körper reguliert, das Immunsystem steuert und antioxidantisch wirkt.

Wie viele Datteln pro Tag sind erlaubt?

„Wenngleich Datteln verlockend lecker schmecken und tolle Nährstoffe enthalten, sollten Sie auf die Portionsgröße achten. Sonst schießt Ihre Kalorien- und Zuckerzufuhr schnell in die Höhe. Auch der hohe Ballaststoffgehalt kann bei zu hohem Verzehr abführend wirken. Als Faustregel können Sie sich drei bis fünf Datteln pro Tag merken – mehr bitte nicht!

Und mein persönlicher Tipp gegen Heißhunger: Mir reicht schon oft eine Frucht als kleines Dessert nach dem Essen, manchmal in Mandelmus gedippt, getoppt mit einer Walnuss oder einfach pur.“

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Warum Datteln auch bei Einschlafproblemen helfen können

Ebenfalls interessant an Datteln ist ihr hoher Gehalt an Tryptophan, einer Aminosäure, die zur Bildung des Schlafhormons Melatonin benötigt wird. Bei längerfristigem Konsum sollen Datteln dadurch sogar bei Einschlafproblemen helfen können. Empfohlen wird dafür, jeden Tag etwa zwei Stunden vor dem Einschlafen drei Datteln zu essen. Nach etwa zwei Wochen sollte dann die versprochene beruhigende Wirkung einsetzen. Sofern der eigene Körper darauf anspringt, also eine natürliche Methode, um den Schlaf zu fördern.

Wie kann man Datteln noch verwenden?

Datteln als purer Snack sind Ihnen zu langweilig? Aufgepasst! Es gibt noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für die süßen Früchte. So eignen sie sich unter anderem hervorragend als natürliche Süße in Smoothies, Joghurt oder Müsli. Außerdem gibt es viele Rezepte für gesunde Snack-Alternativen auf Dattel-Basis, zum Beispiel als leckere Energyballs in Kombination mit Mandeln und Kokosflocken!

Quellen

  1. USDA. Dates, deglet noor. (aufgerufen am 28.10.2025) ↩︎
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Kalium. (aufgerufen am 28.10.2025) ↩︎

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