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Aktuelle Studienergebnisse

Mit Kefir kann man Bluthochdruck bekämpfen

Eine Frau mit einem Glas Kefir
Kefir ist nicht nur lecker, sondern auch gut für die GesundheitFoto: Getty Images

Der Konsum von Kefir wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus und kann den Blutdruck senken ­– so das Ergebnis einer gemeinsamen amerikanischen und brasilianischen Studie. Als Versuchs-„Kaninchen“ dienten Ratten.

Forscher des Auburn University College of Veterinary haben in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Universität in Vila Velha herausgefunden, dass Kefir, ein fermentiertes Sauermilchgetränk, sich günstig auf den Blutdruck auswirkt. Ihre Ergebnisse präsentierten sie auf der diesjährigen Konferenz der American Physiological Society in San Diego, sie wurden ferner im Medizinfachblatt „Faseb“ veröffentlicht.

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Darmflora ist wichtig für den Blutdruck

Als Basis der Untersuchung dienten frühere Erkenntnisse, dass ein Bakterienungleichgewicht im Darm bei den Betroffenen zu Bluthochdruck, also Hypertonie, führen kann. Dass hier die Vergabe von Milchsäurebakterien, sogenannten Probiotika, hilfreich sein kann, war ebenfalls bekannt. Nun hat das Forscherteam um Mirian Silva-Cutini, eine Austausch-Doktorandin von der Uni Vila Velha, den genauen Wirkmechanismus erforscht. Mit Ratten.

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So lief die Studie

Die Nagetiere wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Gruppe eins bestand aus Ratten mit Bluthochdruck, denen Kefir verabreicht wurde. Gruppe zwei hatte ebenfalls Hypertonie, bekam jedoch keine Therapie. Gruppe drei waren Ratten mit normalem Blutdruck.

Das Ergebnis: Nach neun Wochen war im Blut der behandelten Ratten das Vorkommen an bakteriellen Giftstoffen zurückgegangen. Ihr Blutdruck hatte sich deutlich verbessert. Während bei Gruppe zwei – ebenso bei Gruppe drei ­– keine Veränderungen ersichtlich waren, konnten die Forscher bei Gruppe eins zudem ein gesünderes Gleichgewicht an Darmbakterien feststellen. Dadurch hatte sich ein Enzym in ihrem Hirn vermehrt, das für verschiedene Abläufe des Nervensystems zuständig ist. Hieraus ließ sich ablesen, dass Darmflora und Nervensystem gleichermaßen zu einem gesunden Blutdruck beitragen.

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Ergebnisse sind vielversprechend

Während Hypertoniker zusätzliche Stressfaktoren wie fett- und allzu salzreiche Ernährung, ebenso Tabak- und Alkoholkonsum, vermeiden sollen, werden ihnen oft bestimmte Lebensmittel empfohlen, darunter Knoblauch, Datteln und Rote-Bete-Saft. Die aktuellen Erkenntnisse, die auch Kefir einen sehr positiven Effekt auf den Blutdruck attestieren, könnten für Millionen von Patienten interessant sein – zumindest therapiebegleitend. Je nach Schwere der Erkrankung kann eine entsprechende Ernährung alleine Medikamente nicht ersetzen.

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