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Klassiker

Wirkung und richtige Zubereitung von Schwarzem Tee

Der Teeklassiker soll bei Diabetes Typ 2, Herzkreislauferkrankungen und sogar Osteoporose helfenFoto: Getty Images

Schwarzer Tee ist einer der beliebtesten Teesorten der Welt. Neben dem intensiven Geschmack und der einfachen Zubereitung hat das Aufgussgetränk einen wach machenden und vor allem gesundheitsfördernden Effekt. Was genau alles in dem Tee drin steckt und welche Vorteile er für den Körper hat, verrät FITBOOK.

Schwarztee hat entgegen seinem Namen keinen schwarzen, sondern eher rötlich bis goldbraun erscheinenden Aufguss. In Ostasien wird er daher auch „roter Tee genannt“. Der Tee wird aus der „Camellia sinensis“ hergestellt, eine Pflanze, die zur Familie der Teestrauchgewächse gehört und vor allem im asiatischen Raum weitverbreitet ist. Nach der Ernte werden die ellipsenförmigen Blätter der Pflanze, aus denen die Teemischung hergestellt wird, gepflückt, gerollt und dann getrocknet. Durch das Rollen brechen die Zellwände der Blätter auf und das Aroma verstärkt sich. Schwarztee-Liebhaber wissen das Aufgussgetränk nicht nur aufgrund seines intensiven Geschmacks zu schätzen, sondern auch wegen seiner vielfältigen und gesunden Wirkung auf die Gesundheit.

Bei welchen Beschwerden soll Schwarzer Tee helfen?

Schwarztee gehört nicht umsonst zu den beliebten Teesorten der Welt. In zahlreichen Kulturkreisen wurde der Tee schon vor Jahrhunderten bei allerlei Beschwerden angewandt. Zwar gilt Schwarzer Tee in Deutschland primär als Genussmittel, dennoch ist die nachgesagte gesundheitsfördernde Wirkung vielen bekannt. So soll der Tee bei Diabetes Typ 2, Herzkreislauferkrankungen und sogar Osteoporose helfen. Daneben wird im nachgesagt, entzündungshemmend sowie antibakteriell zu sein und trotz seines wach machenden Effekts auf den Geist beruhigend zu wirken.

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Welche Wirkstoffe stecken in dem Tee?

Immer mehr Menschen ersetzen den morgendlichen Kaffee durch Schwarzen Tee. Der Tee enthält circa 40 Milligramm Koffein pro Tasse, wobei das Koffein in Schwarzem Tee eine langsamere und längere Wirkung hat als das in Kaffee. Schwarztee enthält zudem Polyphenolen, sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ, entzündungshemmend und Blutdruck regulierend sowie positiv auf das Immunsystem wirken. Zu den Tee-Polyphenolen gehören die Flavonoide Theaflavine, Thearubigene und Catechine. Daneben ist der Tee reich an Gerbstoffen, welche besonders vorteilhaft bei Entzündungen der Schleimhäute und Durchfallerkrankungen sind. Außerdem finden sich im Tee Inhaltsstoffen wie Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium sowie Vitamin B1 und B2.1

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Ist die Wirkung von Schwarzem Tee wissenschaftlich bestätigt?

Aufgrund der starken Beliebtheit von Schwarztee gibt es einige Studien, die sich mit seiner Wirkung auf die Gesundheit befasst haben. In ihnen finden sich unter anderem starke Hinweise auf einen positiven Effekt von Schwarzem Tee auf das Herz-Kreislaufsystem. Eine Meta-Analyse mit 39 Studien kam zu dem Ergebnis, dass, wer täglich eine Tasse Schwarztee trinkt, sein Risiko, an einem Herzinfarkt oder einem anderen kardiovaskulären Ereignisse zu sterben, um zwei Prozent senkt. Und das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, um vier Prozent.2

Weitere Studienergebnisse zeigten, dass das Risiko einer Diabeteserkrankung sowie der Entwicklung von Fettleibigkeit und hohen Cholesterinwerten durch regelmäßigen Schwarztee-Konsum ebenfalls gesenkt werden kann. Eine Studie von 2017 ließ 24 Probanden mit und ohne Prädiabetes ein stark zuckerhaltiges Getränk zusammen mit einer Dosis Schwarzem Tee trinken oder eines Placebos. Diejenigen, die eine Dosis Schwarzen Tee tranken, hatten einen deutlich niedrigeren postprandialen (nach dem Essen) Blutzucker als diejenigen, die einen Placebo konsumierten.3,4

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Gibt es mögliche Risiken und Nebenwirkungen?

Aufgrund des hohen Koffeingehalts kann es zu Nebenwirkungen wie Nervosität, Schlafstörungen und unter Umständen auch Übelkeit, Magen- und Kopfschmerzen kommen. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte den Tee entweder gar nicht verzehren oder den Konsum auf ein bis höchsten zwei Tassen am Tag beschränken. Auch Schwangere und Stillende sollten auf den Tee verzichten oder vorher mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, ob und wenn ja, welche Menge an Schwarztee getrunken werden darf.

Wo bekommt man den Tee her und wie wird er zubereitet?

Man findet den Tee in nahezu allen Super- und Biomärkten. Für die Zubereitung muss man lediglich den – je nach Belieben – losen Tee (einen Teelöffel Teemischung pro Tasse) oder Teebeutel mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und drei bis vier Minuten ziehen lassen. Für ein besonders intensives Aroma kann man die Ziehzeit auch ein paar Minuten verlängern.

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Wie schmeckt Schwarzer Tee?

Es gibt viele verschiedene Sorten von Schwarztee, die sich geschmacklich unterscheiden. Die beliebtesten Arten sind Darjeeling und Ceylon. Darjeeling schmeckt eher blumig bis nussig, wobei die Geschmacksfarbe hier von der Einwirkzeit abhängt. Je länger diese ist, umso markanter wird der Geschmack. Ceylon-Schwarztee hingegen ist besonders im asiatischen Kulturraum sehr beliebt, da dieser ein würziges Aroma hat, das mitunter sogar scharf sein kann. In Großbritannien trinkt man den Schwarzen Tee gerne mit Milch, Zucker und einem kleinen Stück Zitrone. Milch bindet dabei die Bitterstoffe des Tees und eine entsteht eine sahnig, cremige Note.

Quellen

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