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Gärgetränk aus Bakterien und Hefe

Die vielfältige Wirkung und richtige Zubereitung von Kombucha-Tee

Kombucha-Tee in einem Glas beim Herstellungsprozess
Kombucha-Tee hat eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen. Unter anderem soll er den Körper bei der Entgiftung unterstützen.Foto: Getty Images

Immer häufiger findet man Flaschen mit der Aufschrift „Kombucha-Tee“ in den Regalen der Supermärkte. In bestimmten Kreisen wird er schon länger für seine gesundheitlichen Wirkungen gefeiert. FITBOOK verrät, woraus sich Kombucha zusammensetzt und welche positiven Effekte der Tee auf die Gesundheit hat.

Als Kombucha ist ein Gärgetränk, das aus gesüßtem Grünen oder Schwarzen Tee sowie Bakterien und Hefe des Kombucha-Pilzes hergestellt wird. Die Pilzgattung und dessen positive Wirkung auf Körper und Geist wurde erstmals vor etwa 2200 Jahren in China entdeckt.

Bei welchen gesundheitlichen Beschwerden kann Kombucha helfen?

Kombucha hat entgiftenden Eigenschaften und positive Wirkung auf das Immunsystem. Die komplexe Zusammensetzung aus gesundheitsfördernden Bakterien, Enzymen und organischen Säuren ist vor allem für die Instandhaltung des Magen-Darm-Traktes zuständig. Dementsprechend kann der Tee bei Beschwerden wie Verdauungsproblemen, Erkältungen, unreiner Haut und im Zuge von Entgiftungskuren helfen.

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Welche Wirkstoffe stecken im Kombucha-Tee?

Die Zusammensetzung der unterschiedlichen Vitamine und Mineralstoffe machen den Kombucha-Tee so besonders. Zu den wichtigsten Vitalstoffen gehört der Vitamin-B-Komplex. Das Vitamin B1 reguliert den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Die Vitamine B2, B3, B6 und B12 sowie Glucuronsäure sind ebenfalls im fertigen Kombucha-Tee enthalten. Zu den wichtigen Spurenelementen gehören Folsäure und Eisen, die Arteriosklerose vorbeugen und die Blutbildung fördern.1

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Welche Wirkungen hat Kombucha auf die Gesundheit?

Kombucha ist vor allem aufgrund der Hefepilze, die sich im Getränk befinden, so gesund. Eine der wichtigsten Aufgaben von Hefepilzen im menschlichen Körper ist die Stärkung des Immunsystems. Die im Tee enthaltene Glucuronsäure hilft, Gelenkproblemen wie Arthritis, Gicht und Rheuma sowie Bindegewebsschwächen vorzubeugen.

 

Außerdem fördert der Tee die Entgiftungsprozesse im Körper und kann bei regelmäßigem Verzehr die Verdauung regulieren und den Stoffwechsel anregen. Daraus ergibt sich eine Harmonisierung des Säure-Basen-Haushalts, der das allgemeine Wohlbefinden steigern kann. Zudem sorgt das Gärgetränk potenziell auch für eine reinere Haut. Auch binden die im Tee enthaltenden Vitalstoffe freie Radikale und schützen dadurch den Körper vor vorzeitiger Zellalterung.2

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Was sagt die Studienlage zu Kombucha-Tee?

Da Kombucha häufig mit Grünem Tee hergestellt wird, sind viele der gesundheitsfördernden Pflanzenstoffe im Getränk enthalten. Dabei werden die bioaktiven Verbindungen von Grünem Tee in Studien unter anderem mit einer Verbesserung des Cholesterinspiegels, besseren Blutzuckerwerten und einem reduziertem Risiko, an Prostata-, Brust- und Darmkrebs zu erkranken, in Verbindung gebracht.3,4,5

Daneben können sich die im Kombucha enthalten Antioxidantien positiv auf die Lebergesundheit auswirken. So hat sich Tierstudien gezeigt, dass sich die Lebertoxizität von Ratten bei regelmäßigem Kombucha Verzehr reduzierte. Studien an Menschen hinsichtlich des Effekts auf die Leber stehen allerdings noch aus.6,7

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Gibt es beim Konsum potenzielle Nebenwirkungen oder Risiken?

Aufgrund der Fermentierung und des Herstellungsprozesses enthält Kombucha Koffein und Spuren von Alkohol. Dementsprechend sollten Konsumenten, die auf Koffein und Alkohol empfindlich reagieren, schwanger sind oder stillen, den Verzehr sehr einschränken oder am besten ganz einstellen. Vor allem Schwangere sollten auf Kombucha verzichten, da es sich neben dem Alkohol- und Koffeingehalt um ein nicht pasteurisiertes Produkt handelt, wodurch Bakterien und Keime enthalten sein könnten, die potenziell Komplikationen in der Schwangerschaft verursachen.

Daneben kann ein übermäßiger Konsum durch den Gärungsprozess und – je nach Herstellungsprozess – einem starken Zuckergehalt zu Verdauungsproblemen wie Blähungen und Durchfall führen.

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Wo bekommt man Kombucha-Tee und wie wird er zubereitet?

Den fermentierten Kombucha-Tee kann man entweder online, in Supermärkten oder in Reformhäusern kaufen. Für die eigene Zubereitung benötigt man:

  • 1 Kombucha-Pilz
  • 1 Liter Wasser
  • 80 Gramm Haushaltszucker
  • 8 Gramm Grünen Tee, Schwarztee oder Kräutertee
  • 150 ml Kombucha-Starterflüssigkeit
  • 1 Glasgefäß

Der Pilz sollte gründlich gewaschen und direkt weiterverarbeitet werden. Das kochende Wasser mit dem gewünschten Tee hinzugegeben und für 15 Minuten ziehen gelassen. Im Anschluss werden in den fertigen Tee etwa 90 bis 100 Gramm Haushaltszucker pro Liter beigefügt und untergerührt, bis er sich vollständig aufgelöst hat.

Der vollständig abgekühlte Kombucha-Tee kann in ein Glasgefäß umgeschüttet werden. Das Glas sollte man an einem warmen Ort bei mindestens 21° C lagern und nicht bewegen. Nach 8 bis 10 Tagen ist der Kombucha-Tee fertig gegärt und kann durch ein Sieb in die Flaschen gefüllt werden. Im Kühlschrank gelagert hält er sich für drei Monate. Ungekühlt muss man ihn er innerhalb von ein paar Wochen verzehren.

Wie schmeckt Kombucha-Tee?

Der fermentierte Kombucha-Tee hat einen fruchtiges, mild säuerliches Aroma und schmeckt am besten kalt getrunken. Abhängig von der Gärung und beigesetztem Tee erinnert er mitunter an einen jungen Wein.

Quellen

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