14. August 2025, 21:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Rap-Star Machine Gun Kelly sorgt mal wieder für Aufsehen. Der Musiker verriet seine aktuellen Essgewohnheiten, die ziemlich besorgniserregend sind. So nimmt er fast ausschließlich Wasser zu sich, feste Nahrung ist dagegen die absolute Ausnahme. Dr. med. Matthias Riedl erklärt bei FITBOOK, warum diese Form des Fastens gefährlich ist.
Jetzt dem FITBOOK-Kanal bei Whatsapp folgen!
Machine Gun Kelly, der eigentlich Colson Baker heißt, gehört zu denjenigen Stars, die mit ihrem Gewicht keine Probleme haben. Der Sänger misst über 1,90 Meter, ist aber gertenschlank, was nebenbei nicht wirklich gesund aussieht. Dies liegt allerdings nicht daran, dass der 35-Jährige übermäßig viel Sport treibt. Vielmehr stellte MGK nach der Trennung von Megan Fox Ende des vergangenen Jahres seine Ernährung radikal um und begann eine Art Wasserdiät. Mit seinen jüngsten Äußerungen dazu versetzte er Fans und Experten jedenfalls in größte Sorge.
„Ich esse eigentlich kaum“
So verriet Machine Gun Kelly kürzlich in einem Livestream, dass er seit einiger Zeit eine spezielle Fastenkur betreibt. „Ich esse eigentlich kaum. Ich trinke nur viel Wasser“, sagte er. Oft sogar bis zu vier Tage am Stück! Entscheidet er sich dann doch mal zur festen Nahrungsaufnahme, sieht auch diese nicht sehr ausgewogen aus. „Ich esse ein paar Mal die Woche etwas.“ Die Mahlzeiten würden dann aus „Knochenbrühe mit Kimchi und Sauerkraut“ bestehen. Aus guten Gründen, schließlich seien darin wichtige Mikroorganismen enthalten. „Wenn man diese Wasserfasten-Kuren macht, ist das Verrückte daran, dass dabei auch alle guten Bakterien im Körper abgetötet werden, deshalb muss man Probiotika zu sich nehmen“, erklärte MGK.
Zur Einordnung: Sauerkraut ist mit 18 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm. Für seinen aktiven Lebensstil als Weltstar mit all seinen Auftritten, müsste er eigentlich viel mehr Kalorien aufnehmen, um sein Gewicht wenigstens zu halten. Dazu trinke er dann Selleriesaft und Kokosnusswasser. Außerdem gehören Kaffee und Zigaretten zu seiner Ernährung. Wenig überraschend gab er außerdem an, sich manchmal „schwach oder schwindelig“ zu fühlen.
Auch interessant: Die Ernährungsformen und Diäten der Stars
Für ihren fitten Body setzt Megan Fox auf 5-Faktor-Diät und hartes Workout
Die Ernährungsformen und Diäten der Stars
Delirium und tagelange Migräne
Angefangen hat Machine Gun Kelly diese restriktive Ernährungsform im Januar dieses Jahres, als er aus der Reha nach Hause kam. Zu dieser Zeit drehte sich alles um die Trennung von ihm und Megan Fox, die im Dezember 2024 öffentlich wurde. „Als ich rauskam, war die Welt sehr laut in Bezug auf mich und meine persönlichen Angelegenheiten“, blickte er in einer Popcast-Sendung der New York Times zurück. Mit der Wasserfastenkur wollte der Sänger einen Neustart versuchen.
Und dieser sollte schon nach wenigen Wochen extrem brenzlig für ihn werden. Denn am dritten Tag seiner viertätigen Wasserdiät brachen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien gefährlich nah an seinem Haus aus. Zu dieser Zeit befand er sich aufgrund der Kur „in einer Art Delirium“. „Mein Körper macht das schon durch. Und ich war mir nicht sicher, ob das Haus abbrennen wird oder so etwas.“ So schnappte er sich in diesem Zustand der Verwirrtheit noch ein paar Briefe und entkam dem Feuer. Weiterhin erzählte MGK kürzlich in einem weiteren Interview, dass er unter einer „50-stündigen Migräne“ litt. Woran das wohl liegt?
Dr. Matthias Riedl schlägt Alarm!
Dass diese extreme Form der Ernährung nicht gesund sein kann, da der Körper keine essentiellen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Proteine zu sich nimmt, liegt auf der Hand. FITBOOK fragte bei einem Experten nach, welche kurz- und langfristigen gesundheitlichen Risiken diese Diät bringt. „Das ist eine Neuinterpretation der Kohlsuppendiät, nur auf gesünder getrimmt. Es ist Ernährungswahnsinn, weil Eiweiß fehlt. Es droht ein Muskelabbau von mehreren Kilo pro Woche. Weitere zu erwartende Mangelzustände: Zink, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, einige B Vitamine und vieles mehr. Es handelt sich also um eine Mangelernährung mit galoppierendem Muskelabbau“, kritisiert Dr. med. Matthias Riedl.
„Außerdem: Menschen, die zu Migräne neigen, dürfen KEINE Fasten machen, da das Gehirn auf dauerhafte Nahrungszufuhr angewiesen ist. Die Quittung hat er dann ja bekommen. Ich bin fassungslos, wie dilettantisch manche Menschen an ihrer Ernährung rumbasteln. Das ist fahrlässig!“, schlägt der Internist und Ernährungsmediziner mit Schwerpunkt Diabetologie am medizinischen Fachzentrum Medicum Hamburg Alarm.