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Nahrung für das Entgiftungsorgan

5 Lebensmittel, die gut für Ihre Nieren sind

Zitronen, Buchweizen, Blumenkohl: Diese und weitere Lebensmittel sollten Sie auf ihren Speiseplan setzen!
Zitronen, Buchweizen, Blumenkohl: Diese und weitere Lebensmittel sollten Sie zum Wohl der Nieren auf ihren Speiseplan setzen! Foto: Getty Images, Collage: FITBOOK

Die Nieren erledigen Tag für Tag einen bemerkenswerten Job: Unermüdlich filtern sie Giftstoffe aus dem Körper, regulieren den Wasser-Elektrolyt-Haushalt und stellen lebenswichtige Hormone her. Wie gut die beiden, jeweils nur 150 Gramm schweren Ausscheidungsorgane funktionieren, hängt vor allem von der Lebensweise und der Ernährung ab. FITBOOK verrät Ihnen 5 gesunde Lebensmittel, die Ihre Nieren nachweislich schützen können.

1. Zitronensaft

Mindestens zwei Liter Wasser täglich sind bekanntlich die beste Nieren-Medizin. Die Flüssigkeit spült die Organe ordentlich durch und sorgt so für eine gesunde Funktion. 100 Milliliter frisch gepresster Zitronensaft (vorzugsweise aus Biozitronen) setzen dem Ganzen nicht nur in Sachen Frische eins drauf, die darin enthaltenen Citrate beugen zudem nachweislich Nierensteinen vor. Laut einer wissenschaftlichen Veröffentlichung der „Korean Urological Association“ binden besagte Citrate überschüssiges Kalzium, was wiederum die schmerzhafte Kristallbildung in den Nieren verhindert. Angenehmer Nebeneffekt für das Immunsystem: Die Extra-Portion Vitamin C.

2. Äpfel

Auch das Allrounder-Obst Apfel entpuppte sich in zahlreichen Studien als wahrer „Nierenstein-Schreck“. Und zwar so effektiv, dass die „American Society of Nephrology“ (Nephrologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Prävention, Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen beschäftigt) einen ihrer Fachartikel mit „An apple a day keeps the kidney stones away“ (Ein Apfel am Tag hält Nierensteine fern) titulierte. Dabei beziehen sich die Autoren auf eine über 18 Jahre angelegte Studie, welche offenbarte, dass jene Teilnehmer, die täglich frisches Obst und Gemüse verputzten (während sie auf Salz und rotes Fleisch weitestgehend verzichteten), bis zu 45 Prozent seltener Nierensteine entwickelten als die junkfoodliebende Vergleichsgruppe. Das in Äpfeln enthaltene Pektin erwies sich dabei als besonders wirkungsvoll. Die wertvolle Pflanzenfaser hält vor allem durch ihre cholesterinsenkende und blutzuckerregulierende Wirkung die Nierenfunktion auf Trapp.

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3. Buchweizen

In Russland gilt Buchweizen als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, hierzulande fristet das nussig schmeckende und zudem glutenfreie Korn eher ein Nischendasein. Dabei ist Buchweizen nicht nur eine leckere Quelle für Protein, Eisen, B-Vitamine, Magnesium und Zink – das sogenannte Pseudogetreide hat offenbar auch die Eigenschaft, die Funktion bereits geschädigter Nieren messbar zu verbessern. Hinweise dafür bietet eine an unter Diabetes leidenden Ratten durchgeführte Studie aus China. Hierbei wurde den obendrein nierengeschädigten Tierchen regelmäßig Buchweizenextrakt verabreicht, mit dem Ergebnis, dass sich ihre Entgiftungsorgane signifikant erholten. Ob sich diese Erkenntnis auf den Menschen übertragen lässt, ist noch unklar. Allerdings empfiehlt unter anderem auch die „National Kidney Foundation“ (USA), Buchweizen regelmäßig auf den Speiseplan zu setzen.

Buchweizenpfannkuchen
Leckerer „Nieren-Streichler“: gefüllte BuchweizenpfannkuchenFoto: Getty Images

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4. Ingwer

Ingwer ist ohnehin schon eines der bemerkenswertesten Lebensmittel in puncto Heilwirkungen. Ob bei Übelkeit, Halskratzen, Völlegefühl, Menstruationsschmerzen oder vielem mehr – etwas Ingwer verspricht bei den unterschiedlichsten Leiden schnelle Linderung. Was die Verbindung von Ingwer und Nierengesundheit betrifft, dem kommen die Forscher ebenfalls immer mehr auf die Spur. Vor allem die in der Knolle enthaltenen Antioxidantien sollen wahre Wunder wirken. So offenbarte eine Studie aus dem Jahr 2014, bei der ebenfalls wieder Ratten herhalten mussten, die entzündungshemmende und damit schützende Wirkung von Ingwerextrakt bei durch Fruktose ausgelösten Nierenschäden. Gerade Diabetes-Patienten sollten nach Ansicht der Wissenschaftler bei Ingwer doppelt zugreifen.

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5. Blumenkohl und Co.

Blumenkohl gehört zu den sogenannten Kreuzblütlern, ebenso wie Kohlrabi, Weißkohl, Rosenkohl oder Chinakohl. Was diese Power-Gemüsesorten an gesunden Inhaltsstoffen neben Eisen, Kalzium, Selen, Kupfer, Mangan und Zink gemein haben, sind sogenannte Senfölglykoside. Das sind chemische Verbindungen, die es wirklich in sich haben. In mehreren Studien wird ein direkter Zusammenhang zwischen Senfölglykosiden und vermindertem Krebsrisiko vermutet. Eine 2013 veröffentlichte Mega-Meta-Studie (eine Auswertung aus ingesamt 12 Studien, mit zusammen über 1,2 Million Probanden) kam zu dem Ergebnis, dass der regelmäßige Verzehr von Kreuzblütlern – allen voran Blumenkohl – das Risiko für Nierenzellkarzinome und somit Nierenkrebs messbar senkt.

Gebackener Blumenkohl
Gebackener Blumenkohl: nicht nur köstlich, sondern auch ein Beitrag zur Krebsprävention Foto: Getty Images

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Welche Lebensmittel sprichwörtlich an die Nieren gehen

Salz, Fett, Zucker, Süßstoffe wie Aspartam, Fleisch und Alkohol gelten als wahre „Nierenkiller“ und sollten selbstredend nur in Maßen genossen werden. Es gibt aber auch einige gesunde Lebensmittel wie Rhabarber, Spinat, Amaranth oder Mangold, die Menschen mit chronischem Nierenleiden, beziehungsweise verminderter Nierenfunktion, stark einschränken sollten. Sie enthalten nämlich große Mengen an Oxalsäure, aus denen im Körper das Stoffwechselprodukt Oxalat gebildet wird. Dieses muss über Darm und Nieren ausgeschieden werden, was bei Dauerbelastung meist irgendwann nicht mehr reibungslos funktioniert. Die möglichen Folgen: Nierensteine, Niereninsuffizienz bis hin zu Urämie (Harnvergiftung). Auch Vegetarier sollten bei oxalsäurehaltigen Lebensmitteln aufpassen, da der Stoff die Eisenaufnahme hemmt.

Und noch eine kleine Erinnerung: Niemals kann ein einziges Lebensmittel allein dafür sorgen, auf ganzer Linie gesund zu bleiben. Die ausgewogene Mischung macht’s, zusammen mit ausreichend Bewegung, genügend Schlaf, wenig Alkohol und einer positiven Einstellung zum Leben.