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Erkältungssymptome lindern

Wirkung und richtige Zubereitung von Holunderblütentee

zubereiteter Holunderblütentee
Holunderblütentee schmeckt gut und unterstützt die Genesung bei diversen gesundheitlichen BeschwerdenFoto: Getty Images

Ob in Marmelade, Gebäcken, im Kuchen oder als Limo: Holunderbeere ist eine beliebte Zutat in vielen Leckereien. Die Blüte der berühmten Beere hat vergleichsweise wenig Fans. Zu Unrecht! Denn als Holunderblütentee verarbeitet hat sie einiges an gesunden Inhaltsstoffen zu bieten. Bei welchen Beschwerden man den Tee aus Holunderblüten am besten schlürfen sollte und wie man ihn richtig zubereitet, verrät FITBOOK.

Holunder ist eine Pflanzengattung, die in Mitteleuropa heimisch ist und meist in gemäßigtem Klima und in höheren Lagen wächst. Schon vor Jahrtausenden galt die Holunderblüte als Heilmittel bei allerlei Beschwerden. Auch heute noch schwört man in der Alternativ- und Heilmedizin auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Holunderblüten und vor allem Holunderblütentee.

Bei welchen Beschwerden soll Holunderblütentee helfen?

Die schleimlösende Wirkung von Holunderblütentee hilft dabei, Symptome einer Erkältung, Grippe oder die Atemwege belastende Infektionen wie beispielsweise Bronchitis zu lindern. Er soll – insbesondere bei regelmäßigem Verzehr – das Immunsystem stärken, fiebersenkend wirken und bei ersten Anzeichen einer Erkrankung verzehrt zu einer schnellen Genesung beitrage. Der Tee wirkt schweißtreibend, das heißt, man schwitzt eine Erkältung, Grippe oder Toxine mithilfe des Tees wortwörtlich aus. Auch Blähungen und Verstopfungen sollen durch die aufgegossene Heilpflanze gelöst werden. Außerdem soll Holunderblütentee die Herzgesundheit fördern, indem er das „schlechte“ LDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin senkt.

Eine weitere, weniger bekannte Wirkung von Holunderblütentee ist sein Effekt auf die Haut. So soll der Tee, nachdem er einmal aufgekocht wurde und abgekühlt ist, bei Akne und Augenringen helfen, indem man ein Tuch in ihm tränkt und dieses auf die betroffenen Stellen legt.

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Welche Wirkstoffe stecken in Holunderblütentee?

Der Holunderblütentee hat eine Vielzahl gesunder Wirkstoffe. Die im Tee enthaltenen Kaliumsalze unterstützen den Körper den Wasserhaushalt auszugleichen und Flavonoide wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Daneben sind im Tee sogenannte Sterole, die dem Körper helfen, Cholesterin besser zu regulieren. Auch Gerbstoffe, welche Eiweiß binden und somit zusammenziehend wirken, sind im Tee enthalten. Außerdem enthält Holunderblütentee viel Vitamin C, was den Körper vor freien Radikalen schützt.1

Ist die Wirkung von Holunderblütentee wissenschaftlich bestätigt?

Es gibt bis dato keine aussagekräftigen Studien, die die Wirkung von Holunderblüten oder Holunderblütentee hinreichend untersucht haben. Dementsprechend kann man nicht von einer wissenschaftlichen Bestätigung des gesundheitsförderndes Effekts des Tees sprechen. Der vorteilhafte Effekt der Wirkstoffe wie Flavonoide und Vitamin C in Holunderblütentee hingegen wurden schon in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt.2,3

Gibt es mögliche Risiken und Nebenwirkungen?

Der maßvolle Verzehr von Holunderblütentee gilt zwar als sicher, aber zu viel könnte unter Umständen zu unbekannten Nebenwirkungen und Risiken führen. Auch hier fehlt es an weiterer Forschung, die Klarheit darüber schafft, inwieweit ein übermäßiger Konsum für den Menschen schädlich sein könnte und unter welchen Bedingungen. Daher sind Schwangere, Stillende sowie Vorerkrankte angeraten, zuerst mit ihrem behandelnden Arzt zu sprechen, ob ein Verzehr von Holunderblütentee (selbst in Maßen) von ärztlicher Seite als sicher eingeschätzt wird.

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Wo bekommt man Holunderblütentee her?

Nichtsdestotrotz sollte man sich nicht entmutigen lassen und sich selbst von dem jahrtausendealten Ruf des Holunderblütentees und dessen heilende Wirkung auf die Gesundheit überzeugen. Den Tee bekommt man in fast jedem Supermarkt in Teebeutelform und in Apotheken oder in Online-Shops sogar als ganze Holunderblüten zum Aufgießen.

Wer selbst Hand anlegen und eigens Holunderblüten sammeln möchte, muss darauf achten, wirklich nur die weißen Blüten zu pflücken. Die grünen Stängel sind für den Magen und Darm unverträglich und führen verzehrt zu Übelkeit, Schmerzen und Durchfall. Daneben ist es ratsam, die Holunderblüten nicht am Straßenrand zu sammeln, da die Schadstoffbelastung dort sehr hoch ist.

Wie wird Holunderblütentee zubereitet?

Für einen guten Tee aus Holunderblüten ist die richtige Dosierung wichtig. Bei einem Teebeutel ist die Dosierung natürlich schon vorgegeben. Bei selbst gesammelten Blüten braucht man etwa drei Gramm für eine Tasse. Die Blüten müssen vor dem Aufgießen an einem dunklen Ort getrocknet und danach zerkleinert werden. Der Tee muss etwa fünf bis zehn Minuten ziehen, damit sich das volle Aroma entfalten kann. Zieht der Tee etwas zu lange, nimmt er unter Umständen einen bitteren Geschmack an.

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Wie schmeckt Holunderblütentee?

Der Tee hat einen leicht süßlichen Geschmack und einen gelborangen Farbton. Da das Heißgetränk besonders in der Winterzeit beliebt ist und/oder bei Erkältungskrankheiten getrunken wird, fügen viele Tee-Fans gerne eine Zitronenscheibe oder Honig hinzu. Dadurch ergänzt man das Aroma des Tees perfekt mit einer süßlich, fruchtigen Note.

Quellen

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