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Zubereitung

Lapacho-Tee – welche Wirkung hat das Inka-Getränk auf die Gesundheit?

Lapacho-Tee
Die Wirkung von Lapacho-Tee auf die Gesundheit ist noch nicht gründlich erforschtFoto: picture alliance / imageBROKER | Pfeiffer, J.

Lapacho-Tee gilt vor allem im südamerikanischem Raum als „Wundermittel“ und soll eine Wohltat für die Gesundheit sein. Auch in Deutschland gewinnt der Tee mit seinen vermeintlich gesundheitsfördernden Eigenschaften zunehmend an Bekanntheit. FITBOOK verrät, was das Getränk alles drauf hat.

Der aus dem Reich der Inkas stammende Tee wird aus der Rinde des Lapacho-Baumes gewonnen. Der immergrüne Baum hat rote bis rosafarbene Blüten und wächst in Mittel- und Südamerika. Die heilende Wirkung des Baumes entdeckten zuerst die aus der indigenen Kultur stammenden Einwohner, welche das Heilmittel daraufhin – als Lapacho-Tee verarbeitet – vielseitig zu nutzen begannen.

Bei welchen Beschwerden soll Lapacho-Tee helfen?

Lapacho-Tee ist vor allem für seine immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung bekannt. In der Heil- und Pflanzenmedizin empfiehlt man den Tee besonders bei Erkältungen, grippalen Infekten und Magenbeschwerden. Bei einer äußerlichen Anwendung soll Lapacho-Tee gegen Hautflechten und Herpes helfen. In Südamerika nutzt man den Tee vor allem, um Insektenstiche zu lindern. Außerdem wird dem Tee ein krebshemmender und stimmungsaufhellender Effekt nachgesagt.

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Welche Wirkstoffe stecken in Lapacho-Tee?

Lapacho-Rinde enthält besonders viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Der aus der Rinde hergestellte Tee ist dementsprechend reich an Wirkstoffen wie Kalium, Kalzium, Eisen, Chrom, Magnesium und Jod. Daneben hat die Rinde des Baumes Wirkstoffe wie Lapachol und Flavonoide, welche krebshemmend wirken sowie Gerbstoffe, welche förderlich für die Wundheilung der Haut sind.1

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Ist die Wirkung von Lapacho-Tee wissenschaftlich belegt?

Leider gibt es nicht genügend Studien, die sich mit der Wirkung von Lapacho-Tee befasst haben, um von einem gesundheitsfördernden Effekt ausgehen zu können. Hier und da liefern Ergebnisse von Tierstudien einzelne Hinweise auf eine entzündungshemmende und den Fettstoffwechsel beeinflussende Wirkung. So fanden Forscher in einer Studie an Mäusen heraus, dass sie Einnahme von Lapacho-Rinde die Funktion von Pankreaslipase hemmt – ein Enzym, das den Körper dabei unterstützt, Fette aus der Nahrung zu verdauen und aufzunehmen. Durch die Hemmung wurde weniger Fett aufgenommen und die Mäuse nahmen schneller ab. Eine weitere Mäuse-Studie von 2020 kam zu dem Ergebnis, dass die Entzündungsreaktionen im Körper der Mäuse, die Lapacho-Extrakt einnahmen, 10 bis 50 Prozent geringer war als bei der Kontrollgruppe.2,3

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Welchen möglichen Risiken und Nebenwirkungen hat Lapacho-Tee?

Der Verzehr von Lapacho-Tee ist bei zu großen Mengen gefährlich. Mehr als ein bis zwei Tassen des „Heilgetränks“ sollte man pro Tag nicht konsumieren. Bei Unverträglichkeit oder übertriebenen Verzehr kann es zu Folgen kommen wie Magenschmerzen, Übelkeit, allergische Reaktionen und sogar Vergiftungen. Schwangere, Stillende und Menschen mit Vorerkrankungen sollten auf den Tee verzichten oder vorher mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, ob der Verzehr ungefährlich ist.

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Wo bekommt man Lapacho-Tee her und wie wird er zubereitet?

Lapacho-Tee ist in gut sortierten Drogeriemärkten und online erhältlich. Beim Kauf des Lapacho-Tees sollte man darauf achten, welcher Teil der Rinde verarbeitet wurde und ob es sich um gute Qualität handelt. Als Nebenprodukt der Holzindustrie können sich mitunter Holzreste im Tee verstecken, die zwar nicht schädlich sind, aber die gewünschten Wirkstoffe schwächen. Optisch lässt sich die Rinde des Lapacho-Tees durch seine rot-braune Farbe identifizieren.

Für die Zubereitung des Lapacho-Tees muss man, einen Teelöffel mit einem Liter heißem Wasser aufgießen und für fünf Minuten ziehen lassen. Je nach Vorliebe kann man den Tee heiß oder kalt genießen.

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Wie schmeckt Lapacho-Tee?

Da Lapacho-Tee aus Rinde hergestellt ist, hat er eine holzige Note, kombiniert mit einem leicht süßlichen, Vanille-artigen Geschmack. Wer den Tee kalt probieren möchte, kann ihn nach persönlichen Vorlieben mit Zucker, Zuckerersatz oder Honig süßen und mit ein paar Eiswürfel im Glas servieren. Heiß schmeckt der Tee besonders gut, mit etwas Zimt und Anis angereichert. In dem Fall, dass einem Lapacho-Tee gar nicht schmeckt, man aber trotzdem von der nachgesagten Wirkung profitieren möchte, kann man ihn auch einfach zu einem anderen Tee hinzufügen und damit die Intensität des Lapacho-Geschmacks abmildern.

Quellen

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