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Mit und ohne Koffein

Diese Lebensmittel können uns den Schlaf rauben

Unausgeschlafene Frau
Wieder kaum ein Auge zugetan? Vielleicht lag es diesmal am gestrigen Abendessen oder Gute-Nacht-Snack.
Foto: Getty Images

Dass man vor dem Zubettgehen keinen Kaffee trinken sollte, ist bekannt. Es gibt aber noch mehr Lebensmittel, die uns unverhofft Koffein oder ähnliche Inhaltsstoffe ins System schummeln und das Ein- und Durchschlafen erschweren können. FITBOOK stellt sie vor.

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Bevor Sie weiterlesen…

Natürlich ist jeder Mensch anders! Und so wie manche von uns nach einem Espresso besonders gut einschlafen können, machen auch die hier aufgeführten Lebensmittel nicht jedem gleichermaßen etwas aus. Möglicherweise finden Sie also gleich eine Erklärung dafür, immer einmal wieder schlecht zu schlafen – beispielsweise im Knoblauchbrot oder der großen Schüssel Schokoeis. Gleichzeitig aber bitte nicht verunsichern lassen, wenn Sie mit dem Folgenden stets gute Erfahrungen gemacht haben.

Ingwer

Keine Frage, die Knolle ist sehr gesund, und so auch sein Tee. Die gelobten Eigenschaften von Ingwer aber – etwa, dass er aufgrund seiner Scharfstoffe den Stoffwechsel in Schwung bringt, was auch beim Abnehmen helfen kann – stehen nicht gerade im Dienst eines ruhigen, erholsamen Schlafs. Abends daher besser auf Ingwer-Tee, stark mit Ingwer gewürzte Speisen und bestenfalls auch auf eingelegten Ingwer (den es zum Sushi gibt) verzichten.

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Frau bereitet sich Ingwer-Tee zu

Ingwer-Tee ist super! Seine anregenden Eigenschaften bringen Ihnen tagsüber aber mehr.
Foto: Getty Images

Tee

Bei schwarzem Tee ist bekannt, dass er viel Koffein (bei Tee oft auch Tein genannt) enthält, was nachhaltig wach macht. Bitte also auch bei Kräuterteemischungen darauf achten, dass sie nicht zufällig schwarzen Tee enthalten. Ähnlich wirken die verschiedenen Sorten von grünem Tee und Matcha. Was vermutlich nur wenige ahnen: Selbst Brennnesseltee ist nicht als Gute-Nacht-Trunk geeignet! Er wirkt aufgrund seines hohen Eisengehalts anregend.

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Knoblauch

Knoblauch gilt als gesundes Nahrungsmittel. Er soll unter anderem die Gefäßgesundheit unterstützen und sogar wirksam gegen Magenkrankheiten sein. Dass er etwas im Verdauungstrakt bewirkt, merkt man selbst am besten. Das Lauchgemüse bläht nämlich auf und bringt oft auch einen pelzigen, trockenen Mund und Durst mit sich. Viele Menschen können deshalb nach dem Genuss knoblauchhaltiger Speisen nicht gut schlafen. Wenn Sie wissen, dass Sie hier etwas empfindlich sind: Auf Aioli oder Knoblauchbrot am Abend besser verzichten.

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Scharfes Essen

Ein australisches Forscherteam ließ Probanden im Rahmen einer Studie (dokumentiert in der Medizin-Datenbank „National Library of Medicine National Institutes of Health) vor dem Zubettgehen scharfe Speisen essen. Dabei zeigte sich: Diejenige von ihnen, die Senf oder Tabasco zu sich genommen hatten, konnten entweder nicht einschlafen oder verbrachten extrem unruhige Nächte mit Albträumen. Der wissenschaftliche Erklärungsansatz: Das Gewürz Capsaicin, das Chili und Co. ihre typische Schärfe verleiht, hatte die Körpertemperatur der Probanden verändert. Und dies kann, wie man es auch von Fieber kennt, den Schlaf beeinflussen.

Knoblauch, Chili und Gemüse

Knoblauch und Chili sind gesund – können bei empfindlichen Menschen aber auf Kosten der Nachtruhe gehen
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Alkohol

Zugegeben, hier handelt es sich eher um ein Genuss- denn um ein Lebensmittel. Aber: Das eine oder andere Gläschen Wein gehört bei vielen Menschen zum Abendessen dazu. Und tatsächlich glauben auch viele, ein leichter (Rotwein-)Schwips lasse uns schlafen wie ein Baby. Das stimmt aber nur bedingt, sagt uns Diplom-Psychologe Dr. Hans-Günter Weeß, Buchautor und Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster.

„Im Rausch lässt es sich vielleicht schnell einschlafen“, räumt der Fachmann ein. „Alkohol führt in der zweiten Nachthälfte aber häufig zu Wachzuständen.“ Der Grund: Nach einigen Stunden beginnt eine Art Alkoholentzug, der sich mit leichter Dehydrierung, Schwitzen und Unruhe äußern kann. Wenn Sie diesen Effekt vermeiden wollen, sollte das berühmte Gläschen zur Nacht bei Frauen die 125ml-Marke nicht überschreiten; bei Männern ist immerhin noch das Doppelte erlaubt. „Tatsächlich tiefschlaffördernd wirken aber nur 100 Milliliter“, betont Schlafmediziner Dr. Weeß.

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Schokolade

Von wegen, Betthupferl: Pralinen und Co. können in hoher Dosierung das Einschlafen erschweren. Grund dafür ist das in der Kakaobohne enthaltene Theobromin: eine mit Koffein strukturverwandte organische Verbindung, die vergleichbar anregend wirkt. Das bestätigt im Gespräch mit FITBOOK Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. In dunkler Schokolade ist der Kakaoanteil höher, und somit auch der an Theobromin. Diese Tatsache betrifft logischerweise alles, was Schokolade enthält – also auch heiße Trinkschokolade, Schokopudding, Schokoeis, Schokomüsli, etc.

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Lakritz

Bei der weniger süßen Fraktion dürfte Lakritz eine besonders beliebte Nascherei darstellen. Aber auch hiermit tun Sie sich in puncto Schlafqualität womöglich keinen Gefallen. Bluthochdruck-Patienten wissen (hoffentlich) bereits, dass sie um das Produkt der Süßholzwurzel einen Bogen machen sollten, da es den Blutdruck hochtreiben kann. Das „Ärzteblatt“ warnt sogar vor einer möglichen „Lakritzintoxikation“, also einer Vergiftung, die sich bei Hypertonikern (u.a.) mit Herzrhythmusstörungen zeigen können soll.

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Ein erhöhter Blutdruck kann auch grundsätzlich gesunden Menschen den Schlaf rauben. (Zu viel) Lakritz am Abend also besser meiden.

Proteinriegel

Nach einem anstrengenden Workout greifen viele Sportler gerne mal zum Proteinriegel, um den ersten Hunger zu stillen und dem Körper für eine verbesserte Regeneration Makronährstoffe zur Verfügung zu stellen. Was vermutlich viele nicht ahnen: Neben Molkenprotein, Milcheiweiß und/oder Sojaprotein wird Proteinriegeln manchmal auch Koffein zugesetzt. Wenn Ihr Training öfter in die Abendstunden fallen sollte und Sie empfindlich auf Koffein reagieren, sind derartige Riegel vielleicht nicht die beste Idee.

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