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Auf dieses Supplement schwört Halle Berry (59) – früher hatte sie Angst davor

Vom Nein zum festen Ritual: Halle Berry setzt heute auf ein Supplement.
Vom klaren Nein zum festen Ritual: Halle Berry setzt heute auf ein bestimmtesSupplement. Foto: AFP via Getty Images
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Julia Freiberger
Ernährungsexpertin

25. März 2026, 14:00 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Egal ob als Bond-Girl oder als Catwoman – Halle Berry begeistert seit Jahrzehnten auf der Leinwand. Doch während sie scheinbar kaum altert, hat sich hinter den Kulissen vieles verändert. Ein Nahrungsergänzungsmittel, das sie lange strikt ablehnte, gehört heute fest zu ihrem Alltag – und das aus einem bestimmten Grund.

Klarer im Kopf dank Kreatin

Das Supplement Kreatin gehört inzwischen fest zu Halle Berrys Alltag – und das, obwohl sie dem lange skeptisch gegenüberstand. In dem Podcast „The Run-Through with Vogue“verriet sie: „Ich dachte, ich würde niemals Kreatin nehmen – (ich dachte) das wird mich aufblähen – aber nein … Mädchen brauchen das.“

Heute nutzt sie es eigenen Angaben zufolge unter anderem gegen mentale Erschöpfung („Brain Fog“), ein Symptom, das viele Frauen in den Wechseljahren betrifft und inzwischen auch ein bekanntes Long-Covid-Symptom ist.

Warum Halle Berry umgedacht hat

Gleichzeitig beschreibt sie ihren grundsätzlichen Wandel im Umgang mit Gesundheit so: „Du musst anfangen, Gewichte zu stemmen – Dinge zu tun, von denen wir früher dachten, dass wir sie nie machen würden: meine Ernährung umstellen, an meinem Schlaf arbeiten. Ich nehme jetzt ganz neue Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Ich lerne auch viel durch Reisen und den Besuch von Gesundheitskonferenzen – darüber, was wirklich auf dem Markt ist, was funktioniert und was nicht. Also was uns helfen kann, lange gesund und vital zu bleiben. Im Grunde hat sich alles daran verändert, wie ich mein Leben führe.“

Neben Kreatin setzt sie unter anderem auch auf Magnesium und beschäftigt sich mit weiteren Nährstoffen wie Peptiden, die verschiedene Funktionen im Körper unterstützen können – etwa Muskeln, Haut und Immunsystem.

Wechseljahre als Wendepunkt

Mit den Erfahrungen rund um die Perimenopause begann Berry, ihre Gewohnheiten grundlegend zu überdenken. Bewegung, mentale Gesundheit sowie ein neuer, bewusster Umgang mit Ernährung rückten stärker in den Fokus.

Im Podcast erklärte sie: „Ich habe meine Meditation verstärkt, ich habe meine Ernährung verändert. Früher habe ich mich sehr ketogen ernährt. Ich habe keine Kohlenhydrate gegessen, keine Pasta, keinen Reis. Zudem habe ich erkannt, dass ich auf diesem Lebensweg einige Kohlenhydrate brauche, bisschen Gemüse oder auch etwas Reis. Ich habe intensiver gelebt, als ich es je zuvor getan habe.“

Was man zu Kreatin grundsätzlich wissen sollte:
Kreatin wird häufig mit Kraftsport in Verbindung gebracht, erfüllt im Körper jedoch deutlich umfassendere Funktionen. Die Substanz wird aus Aminosäuren gebildet und sowohl vom Körper selbst produziert als auch über die Nahrung aufgenommen – vor allem über Fleisch und Fisch. Ein Großteil des Kreatins wird in der Muskulatur gespeichert. Dort dient es als schnell verfügbarer Energielieferant, insbesondere bei kurzen, intensiven Belastungen. In solchen Momenten unterstützt es die Bereitstellung von Energie in den Zellen.

Darüber hinaus spielt Kreatin auch in anderen Organen eine Rolle, die einen hohen Energiebedarf haben, wie im Gehirn oder im Herz. Da die körpereigenen Speicher kontinuierlich abgebaut werden, ist eine regelmäßige Zufuhr notwendig, die sowohl über die Ernährung als auch über Nahrungsergänzung erfolgen kann.1

Training neu ausgerichtet: Fokus auf Kraft

Auch beim Sport hat ein Umdenken stattgefunden. Statt klassischem Ausdauertraining setzt sie inzwischen gezielt auf Krafttraining.

Im selben Podcast sagte sie: „Ich habe früher nie schwere Gewichte gehoben. Ich habe immer Cardio gemacht oder bin gelaufen oder habe etwas sehr Körperliches gemacht, jetzt bin ich im Fitnessstudio und hebe Gewichte.”

Heute geht sie dabei deutlich weiter: „Ich hebe schwerer als je zuvor.“

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Schlaf als entscheidender Faktor

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ihrer Gesundheitsroutine ist ausreichend Schlaf – auch hier hat Berry ihre Gewohnheiten deutlich verändert. Früher schlief sie eigenen Angaben zufolge oft nur etwa drei Stunden pro Nacht, inzwischen kommt sie auf sieben bis acht Stunden. Dabei nutzt sie auch technische Unterstützung.

Im Podcast erzählte sie über ein Schlafsystem: „Das System erkennt nachts deine Körpertemperatur. Wenn dir zu warm wird, kühlt es die Matratze herunter und hilft so, die Temperatur zu regulieren.“ Ihr Fazit: „Ich liebe es.“

Kreatin: Wirkung auf Gehirn und aktuelle Studienlage

Neben körperlichen Vorteilen rückt auch die Wirkung von Kreatin auf die kognitive Leistungsfähigkeit in den Fokus. Studien deuten darauf hin, dass Kreatin die Energieversorgung des Gehirns unterstützt. Zudem unterstützt Kreatin offenbar die Energieversorgung des Gehirns.2 So gibt es Hinweise auf Verbesserungen bei Gedächtnis, Stimmung und mentaler Ermüdung. Auch bei Schlafmangel könnte Kreatin helfen, kognitive Einbußen abzumildern.3

Eine Auswertung der Seoul National University zeigte, dass Frauen, die zusätzlich zu einem Antidepressivum täglich fünf Gramm Kreatin einnahmen, schneller auf die Behandlung ansprachen als Vergleichsgruppen.4 Darüber hinaus zeigte eine Studie aus 2023, dass sich bei Long-Covid-Patienten nach sechs Monaten Kreatin-Einnahme Symptome wie mentale Erschöpfung verbessern konnten.5

Die empfohlene tägliche Menge liegt in der Regel bei drei bis fünf Gramm. Wer unsicher ist, sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.6

Quellen

  1. Vogue Germany. Kreatin: Warum das Power-Supplement gerade Frauen mehr bringt, als viele denken. (aufgerufen am 24.03.2026) ↩︎
  2. Kious, B. M.., Kondo, D. G. et al. (2019). Creatine for the Treatment of Depression. Biomolecules.  ↩︎
  3. McMorris, T., Harris, R. C. et al. (2006). Effect of creatine supplementation and sleep deprivation, with mild exercise, on cognitive and psychomotor performance, mood state, and plasma concentrations of catecholamines and cortisol. Psychopharmacology. ↩︎
  4. Lyoo, I. K., Yoon, S., Kim, T. S. et al. (2012). A randomized, double-blind placebo-controlled trial of oral creatine monohydrate augmentation for enhanced response to a selective serotonin reuptake inhibitor in women with major depressive disorder. American Journal of Psychiatry. ↩︎
  5. Slankamenac, J., Ranisavljev, M. et al. (2023). Effects of six-month creatine supplementation on patient- and clinician-reported outcomes, and tissue creatine levels in patients with post-COVID-19 fatigue syndrome. Food Science Nutrition. ↩︎
  6. AOK. Mehr Muskeln und Leistung für Sportler: Welche Wirkung hat Kreatin? (aufgerufen am 24.03.2026) ↩︎

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