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Wirksam bei Grippe und Hautproblemen?

Warum Cistustee Ihre Abwehrkräfte stärken soll

Cistustee in einer Tasse
Cistustee wird ein enormes antioxidatives Potential nachgesagt. An seinen Geschmack müssen sich viele erst gewöhnen.
Foto: Getty Images

Die einen haben noch nie davon gehört, andere schwören schon lange drauf: Cistustee. FITBOOK verrät, wo der vermeintliche Heiltee herkommt, wie man ihn trinkt – und welche immunstärkenden Eigenschaften ihm nachgesagt werden.

Was ist Cistustee?

Cistustee, manchmal Zistrosentee genannt, wird aus den Blättern der im Mittelmeerraum beheimateten Kretischen Zistrose (auch Graubehaarte Zistrose) hergestellt. Das Harz, das die Pflanze aus verschiedenen Drüsen absondert, sorgt für ihre leicht klebrige Haptik und ihren aromatisch-herben Geschmack. Zudem werden ihm verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt.

Wie schmeckt Cistustee?

„Aromatisch-herb“ ist nun nicht jedermanns Sache. Die meisten empfinden Cistus-Tee zumindest als speziell, viele beschreiben ihn auch als bitter. Um den intensiven Geschmack abzuschwächen, kann man den Cistusblättern Zitronenmelisse, Pfefferminze oder andere Kräuter beimischen; oft wird er auch bereits als Kombi-Präparat verkauft. Aber nicht vergessen: In erster Linie trinkt man den Cistustee seiner angeblichen Heilkraft wegen – und das bereits seit dem vierten Jahrhundert vor Christus.

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Kretische Zistrose

Die Zistrose kommt von Natur aus im Mittelmeerraum vor, man kann sie aber auch für zu Hause im Kübel anpflanzen. Je nach Art werden sie zwischen 30 und 100 Zentimeter groß.
Foto: dpa Picture Alliance

Wobei soll Cistus helfen?

Vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden (insbesondere Durchfall), Erkältung und Hauterkrankungen. Zu diesen zählen äußerliche, wie etwa Neurodermitis, und Entzündungen oder Erkrankungen im Mundraum. Cistustee oder entsprechende -Präparate sollen in höherer Konzentration beispielsweise Aphthen (= schmerzhafte Bläschen auf der Mundschleimhaut), Parodontitis und Karies lindern. Auch glauben Anhänger an einen hemmenden Effekt auf die Hautalterung und einen Schutz gegenüber Virusinfektionen.

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Welche Wirkstoffe stecken in Cistus?

Cistus enthält laut „Arzneipflanzenlexikon“ verschiedene Pflanzenstoffe wie Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und das ätherische Öl Sesquiterpene. Zudem zeichnet sich sein Harz durch einen hohen Gehalt an Polyphenolen aus. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit hoher antioxidativer Wirkung. Das bedeutet, dass sie vor freien Radikalen schützen und Entzündungen hemmen, die durch Stress und verschiedene Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Aus diesem Grund soll Cistus Krankheiten vorbeugen und/oder gegebenenfalls lindern, die mit oxidativem Stress in Verbindung stehen.

Ist die Wirkung wissenschaftlich bestätigt?

Verschiedene Studien sollen den Effekt belegen. Unter anderem haben Wissenschafter der Universität in Catania in einer Untersuchung mit Ratten herausgefunden, dass Cistustee die Magenschleimhaut schützen kann. Auch wurde in einer In-vitro-Studie der Cadi Ayyad Universität in Marrakesch eine starke antibakterielle und fungizide Wirkung verschiedener Cistus-Blattextrakte festgestellt.

Erkenntnisse, die eine antivirale Aktivität bestätigen sollen (und entsprechend im Kampf gegen eine Verbreitung von HIV und Ebola sehr nützlich sein könnten!), hat 2016 ein Forscherteam vom Helmholtz Zentrum München im Naturwissenschafts-Fachblatt „Nature“ öffentlich gemacht hat.

Wo bekommt man Cistustee und wie wird er zubereitet?

Cistustee ist in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich. Hersteller empfehlen, zwei bis drei Esslöffel mit einem Liter kochendem Wasser aufzugießen. Die Ziehzeit variiere zwischen zwei und fünf Minuten, je nach Geschmack, also ob man es intensiver oder milder mag. Viele verfeinern ihn beispielsweise mit Honig und/oder Zitrone.

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Übrigens: Wenn Cistustee Ihnen einfach nicht schmecken will, Sie aber trotzdem von seinen gesundheitlichen Vorzügen profitieren wollen, können Sie auch zu Cistuskapseln greifen (gibt es in Drogeriemärkten).

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So sollte man Cistustee dosieren

Überdosieren kann man Cistustee eigentlich nicht, da keine Nebenwirkungen bekannt sind. Laut „Arzneimittellexikon“ empfiehlt sich zur Immunstärkung eine Tagesdosis von drei bis sechs Gramm verteilt auf etwa drei bis vier Tassen. Aber Achtung: Zur dauerhaften Behandlung, etwa von Verdauungsbeschwerden, genügt diese Routine nicht. Hält Durchfall bis zu vier Tage an, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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