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Manchmal ein Warnsignal

Was sollte man bei Aphthen im Mund tun?

Frau hat eine schmerzhafte Aphthe
Äußerlich nicht zu sehen, kann eine Aphthe Betroffenen richtig zu schaffen machen. Zum Glück verschwinden die schmerzhaften Bläschen in der Regel von selbst.Foto: Getty Images

Aphthen sind Schädigungen der Mundschleimhaut und haben meist harmlose Ursachen. Manchmal stecken aber auch Krankheiten dahinter, die der Laie nicht damit in Verbindung bringen würde. FITBOOK erklärt, was bei Aphthen im Mund hilft und was zu tun ist, wenn das schmerzhafte Problem immer wieder auftritt.

Aphthen können an verschiedenen Stellen des Zahnfleischs und der Mundhöhle entstehen, am häufigsten rundum die Zungenspitze und auf der Lippeninnenseite. Sie sind meist ziemlich schmerzhaft, was daran liegt, dass unter den weißlichen Belägen die Schleimhaut aufgeplatzt ist und hier die Nervenenden freiliegen. Jene Löcher in der Mundschleimhaut, die Bläschen aufwerfen und in der Regel von einem Entzündungshof umrandet sind, können einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern erreichen (je größer, desto unangenehmer). Manchmal sind sie aber auch ganz klein.

Was sind die Ursachen von Aphthen?

Aphthen können verschiedenste (darunter viele harmlose) Ursachen haben. In der Regel sind sie stressgetriggert; wobei auch Hormonschwankungen und verschiedene Krankheiten für den Körper Stress bedeuten. Menschen mit einer Immunschwäche oder einem Nährstoffmangel sind besonders häufig betroffen. Manchmal sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Lebensmittel oder Pflegezusätze schuld und Aphthen können sich auch aus Verletzungen im Mundraum entwickeln. Ähnlich wie bei Herpes können die unliebsamen Schleimhautreaktionen eine bakterielle oder virale Infektion begleiten, und tatsächlich auch eine Herpeserkrankung.

Aphthe
Aphthen zeigen sich mit einem gelblich weißen Belag, haben meist einen entzündeten Hof – und tun weh!Foto: Getty Images

Das mögliche Symptom ernst nehmen

Sind Aphthen ansteckend?

Sie können zwar aus einer bakteriellen oder viralen Infektion resultieren, Aphthen selbst sind aber nach heutigem Wissensstand nicht ansteckend. Für den Betroffenen ist die Mundhygiene jetzt dennoch besonders wichtig, damit sich nicht noch weitere Keime ausbreiten und den Heilungsprozess behindern und/oder neue Infektionen im angegriffenen Mundraum verursachen können.

Was sollten Betroffene tun?

Aphthen verschwinden meist innerhalb weniger Tage von selbst. Wenn sie länger bleiben und sehr wehtun, sollte ein Zahn- oder Hautarzt die Stelle untersuchen und Ihnen gegebenenfalls eine Kortisoncreme zur lokalen Anwendung verschreiben oder den Wirkstoff, im besonders schweren Fall, spritzen.

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Generell sind antibakterielle Maßnahmen (Mundspülungen, Tinkturen, selbst Hausmittel wie abgekühlter Kamillentee) eine gute Idee. Um nicht unnötig Schmerzen zu provozieren, gilt es, sehr scharfe oder saure Nahrungsmittel bestmöglich zu meiden. Je nach Beschwerdelevel kann es auch sinnvoll sein, ein schmerzlinderndes (beispielsweise lydocainhaltiges, oberflächlich betäubendes) Gel anzuwenden. In der Apotheke informiert man Sie gerne über frei verkäufliche Präparate!

FITBOOK wurde fachlich beraten vom Münchener Dermatologen Dr. med. Timm Golüke und dem Berliner Oralmediziner Dr. med. Andreas Schwitalla.