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Kennen Sie Soba schon?

Diese japanischen Nudeln sind ein Kalorien-Wunder

Soba-Nudeln
Die bräunlichen Soba-Nudeln kommen in Japan regelmäßig auf den Tisch. Warum sie das auch bei uns sollten
Foto: Getty Images

Hierzulande kennen sie nur wenige. Dabei gehört Soba genauso zur traditionellen japanischen Küche wie Sushi oder Tempura. Zum Weltnudeltag verrät FITBOOK alles Wissenswerte über die Buchweizennudeln, die nicht nur mit ihren schlanken Nährwerten gegenüber klassischer italienischer Pasta punkten, sondern auch geschmacklich.

Pasta mit Tomaten- oder Bolognesesauce, im Ofen überbacken – bei uns in Deutschland stehen Nudeln sehr regelmäßig und in vielfältigen Variationen auf dem Speiseplan. Was viele nicht wissen: In Japan werden mindestens genau so häufig Nudeln gegessen. Anders als bei uns kommt man dabei aber ohne geschmackspendendes Beiwerk und mit einem Bruchteil der gefürchteten Pastakalorien aus.

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Was ist Soba?

Soba (jap. 蕎麦) bedeutet übersetzt „Buchweizen“ und beschreibt ebenso die gleichnamige Nudel, die in Japan eine jahrhundertelange Tradition hat. Das Knöterichgewächs sprießt auch auf weniger ertragreichem Boden und verfügt über viele positive Eigenschaften. Buchweizen hat relativ viel Eiweiß und Vitamin B und gilt schließlich auch in der europäischen Küche als Getreide der gesünderen Art.

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Aber: Soba ist nicht gleich Soba. Ob man sie in einem traditionellen Lokal, beispielsweise auf der japanischen Insel Shikoku, bestellt, oder in einem Schnellrestaurant in zentraler Bahnhofsumgebung, wo die Nudeln günstiger sind (und meist über einen gewissen Weizenanteil verfügen), entscheidet nicht zuletzt über den Geschmack. Handgemachte „echte“ Soba-Nudeln aus 100 Prozent Buchweizen werden im ganzen Land sehr geschätzt. Kein Wunder: Die Herstellung zu beherrschen, erfordert eine über dreijährige Ausbildung. Dabei geht es um die Zusammensetzung der Buchweizenkörner und Wasser, um die Knettechnik und allem voran die Dicke, die die handgeschnittene Teigware später aufweisen soll.

So wird Soba gegessen

Die gräulichen, leicht nussig schmeckenden Nudeln werden klassisch auf Bambus nebst Brühe gereicht, manchmal auch in einem kleinen Schälchen und/oder garniert mit Frühlingszwiebeln. Je nach Jahreszeit ist die Brühe entweder warm oder kalt und besteht für gewöhnlich aus Fischsud, dunkler Sojasauce, Reiswein und etwas Zucker. Gegessen werden Soba-Nudeln – natürlich! – mit Stäbchen. Und unbedingt schlürfend! So soll gewährleistet sein, dass man beim Essen auch genügend Brühe mit aufnehmen kann und alle Anwesenden versichert sind, dass es wirklich mundet.

Soba-Nudeln

Während klassische Pasta meist in Sauce geschwenkt wird, bevor sie auf dem Teller landet, serviert man Soba-Nudeln „nackt“. Man tunkt sie in Brühe
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Vor allem an Neujahr kommen in Japan Soba auf den Tisch. Das Essen von langen Nudeln soll ein langes Leben bedeuten. Praktischerweise lässt sich dieser Brauch mit einem guten Vorsatz kombinieren – Und mal etwas Neues auszuprobieren, kann in diesem leckeren Fall auch nicht schaden. Soba-Nudeln findet man in jedem besser sortierten Supermarkt, natürlich im Asialaden, und auf der Speisekarte im japanischen Restaurant.

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