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Laut Blue-Zone-Experte

5 Lebensmittel, die Ihr Leben verlängern können

Ein Kind füttert eine ältere Frau
Wer fünf ganz bestimmte Lebensmittel täglich ist, verlängert offenbar sein Leben

Blue Zones, das sind fünf Regionen dieser Welt, in der die Menschen besonders alt werden und auch körperlich wie psychisch vergleichsweise gesünder sind. Der Bestsellerautor und selbst ernannte Entdecker Dan Buettner hat die Orte über Jahre erforscht und herausgefunden, welche fünf Lebensmittel offenbar das Leben verlängern.

Während in einem Großteil der Industrienationen Herz-Kreislaufkrankheiten, Krebs oder Demenz immer weiter zunehmen, gibt es fünf Gegenden, in denen die Menschen auf wundersame Weise gesünder sind und vor allem überdurchschnittlich alt werden. „Blue Zones“ heißen die Regionen mit den meisten 100-Jährigen der Welt und diese sind: die japanische Insel Okinawa, die Region Ogliastra auf der italienischen Insel Sardinien, die griechische Insel Ikaria, die kalifornische Kleinstadt Loma Linda und die Nicoya-Halbinsel auf Costa Rica. Obwohl sie geografisch auseinander liegen, scheinen die Bewohner viele Dinge ähnlich zu gestalten, die ihnen ein langes Leben bescheren. Was machen diese Menschen in Sachen Ernährung richtig? Das US-Ernährungsmagazin „The Beet.“ hat beim berühmtem Blue-Zone-Experten Dan Buettner nachgefragt und eine überraschend simple Antwort erhalten. Es sind vor allem fünf Lebensmittel, die – täglich verspeist – das Leben verlängern können.

„Blue-Zone-Küche“ – alt werden beginnt in der Kindheit

Buettner hat viel Zeit in den besagten Blue Zones verbracht und die Ernährungsgewohnheiten genau studiert. Dabei hat er sich nicht nur den aktuellen Speiseplan älterer Menschen angeschaut, sondern auch überprüft, wie sie sich von Kindesbeinen an ernährten. „Dazu mussten wir bei unseren Fragen bis in die zwanziger Jahre zurückgehen. Denn wenn wir wissen wollen, was eine Hundertjährige gegessen hat, um hundert zu werden, müssen wir wissen, was sie gegessen hat als sie ein kleines Mädchen, ein Teenager oder gerade frisch verheiratet war.“ Dabei stellte er fest, dass sich die Blue Zoners zu achtzig bis fünfundneunzig Prozent pflanzlich ernähren. Dabei stachen ihm fünf ganz bestimmte Lebensmittel besonders ins Auge, die jeder Teilnehmer der Studie täglich aß und offenbar die Eigenschaft haben, das Leben zu verlängern.

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Die fünf Säulen der Langlebigkeit – so essen Sie sich zum gesunden 100-Jährigen

Vollkornprodukte: Auch wenn so mancher Gluten-Kritiker und Low-Carb-Anhänger vielleicht anderer Meinung ist: Bei allem, was aus 100 Prozent vollen Korn besteht – sei es Weizen, Reis oder Roggen – greifen die Blue Zoners gerne zu. Sie sind alles andere als Kohlenhydrat-Muffel, übertreiben es aber auch nicht. Weißmehlprodukte bleiben die Ausnahme.

Grünes Gemüse: Frischer Salat, Brokkoli, Kohl, Spinat und Co. In den Blue Zones nimmt grünes Gemüse den größten Platz auf dem Teller ein. Was Buettner bei seinen Untersuchungen besonders aufgefallen ist: Die Bewohner verstehen es, ihre Gemüsegerichte besonders appetitlich anzurichten. Jeder Salat ist eine Augenweide und damit ein Genuss für alle Sinne.

Kartoffeln: Blue Zoners lieben Kartoffeln. Vor allem aber lila Süßkartoffeln. In der Region Okinawa machte sie bis 1970 etwa sechzig Prozent der Nahrung aus.

Nüsse aller Art: Nüsse und Samen gehören in den Blue Zones auf jeden Knabberteller. Sie liefern jede Menge gesunde Fettsäuren, sorgen für ordentliche Power in den Gehirnzellen und halten trotz der vielen Kalorien erstaunlich schlank. Was die Wissenschaft noch gar nicht so lange weiß, wissen Blue Zoners schon lange.

Hülsenfrüchte: Als vegane Protein-Lieferanten und Sattmacher verspeisen Blue Zoners im Schnitt eine Tasse Bohnen, Erbsen, Linsen und Co. pro Tag. Buettner vermutet sogar, dass diese Angewohnheit das Leben um ganze vier Jahre verlängert. Übrigens: Für Vegetarier sind Hülsenfrüchte eine vergleichsweise gute Eisenquelle.

Lebensmittel langes Leben

Wie würde ein Blue Zoner den Tisch decken? Ungefähr so!
Foto: Getty Images

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Welche Ernährung krank macht

„Die Art, wie wir essen hat viel damit zu tun, ob wir ein langes und gesundes Leben führen“, sagt Buettner. Bei seinen Beobachtungen über die Ernährungsgewohnheiten in den Blue Zones ist ihm auch aufgefallen, was dort nicht gegessen wird: „Ultra-verarbeitete Lebensmittel, gepökeltes Fleisch, Zucker, Fertigprodukte aus minderwertigen Zutaten sowie XXL-Portionen.“ Sein Credo: Fastfood und Industrie-Nahrung begünstigen Krankheiten wie Demenz und Diabetes. Wer sich dagegen wie in den Blue Zones ernährt, darf auf ein langes Leben hoffen. Dennoch betont der selbst ernannte „Blue Zone“-Forscher, dass er kein Ernährungswissenschaftler sei, sondern sich viel mehr ein Beobachter und Fragensteller verstehe. Neuste Forschungen, welche die sogenannte Mittelmeerkost erneut zur gesündesten Ernährungsform erklärten, geben dem weit gereisten Bestsellerautoren allerdings recht.

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