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„Blue Zone“-Diät kann helfen Corona abzuwehren

Laut US-Medizinern

„Blue Zone“-Ernährung kann helfen, Corona abzuwehren

Goya Chanpuru, traditionelles Gericht in Okinawa
Goya Chanpuru (bittere Melone, Tofu, Ei und Gemüse) ist ein traditionelles Gericht in Okinawa. Die japanische Insel gehört zu den „Blue Zones"Foto: Getty Images

Die sogenannte „Blue Zone“-Diät ist laut zwei US-Medizinern ein wirksames Mittel, um Corona-Impfdurchbrüche zu vermeiden und schwere Verläufe zu verhindern. Darauf weisen laut den Wissenschaftlern jüngste Studien hin.

Eine schlechte Ernährung sowie eine ungesunde Lebensweise erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid-19-Verlaufs erheblich. Im Gegenzug hat offenbar die Wahl der richtigen Lebensmittel einen stark schützenden Effekt – bis hin zur Verhinderung einer Covid-19-Infektion bei vollständiger Impfung. Die beiden US-Mediziner Prof. Hana Kahleova und Prof. Neal Barnard veröffentlichten jetzt im Fachblatt „European Journal of Clinical Nutrition“ einen Kommentar, der die Menschen in Zeiten von Corona ermuntern soll, auf die „Blue Zone“-Diät umzustellen.1 Die „Ernährungsweise der Hundertjährigen“ könne nämlich helfen, das Coronavirus abzuwehren.

Was ist die „Blue Zone“-Diät?

Auf der Welt gibt es fünf Regionen, in denen die Menschen überdurchschnittlich alt werden und sich bester physischer und psychischer Gesundheit erfreuen. Dazu zählen beispielsweise die italienische Insel Sardinien oder die griechische Insel Ikaria. Was die sogenannten Blue Zoners eint? Unter anderem bewegen sie sich täglich, haben starke Familienbande und einen Hang zu Spiritualität. Auffällig ist auch ihre Ernährungsweise, die aus regionalen wie saisonalen Produkten, viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und etwas Fisch besteht. Nur selten landen rotes Fleisch, Weißmehlprodukte oder Süßigkeiten auf dem Teller. Gegessen wird regelmäßig, aber stets kleine Portionen. Auch steht der Genuss an oberster Stelle, sodass – wenn überhaupt – abends ein kleines Glas Rotwein dazu gehört. Die Regeln sind einfach: Iss das, was die Natur in deiner unmittelbaren Umgebung gerade für dich bereithält, verarbeite es nicht bis zur Unkenntlichkeit und iss es mit Liebe.

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Wer wie ein Blue Zoner lebt, ist besser vor Corona geschützt

Die hauptsächlich pflanzliche Ernährung ist ein wesentlicher Schlüssel für ein langes Leben. Bezüglich Pandemiebekämpfung stellt sie „den kostengünstigsten Ansatz dar und sollte weitgehend gefördert und in die tägliche Praxis integriert werden“, betonen die beiden Wissenschaftler. „Ein Booster, der in dieser beispiellosen Zeit benötigt wird und der möglicherweise tatsächlich dazu beiträgt, Covid-19 abzuschwächen.“ Ihre Aussage: Ernährungsweise und Lebensstil lassen sich leicht ändern und können unter Umständen Leben retten. Um ihre These zu untermauern, stellen Kahleova und Barnard einige Studien vor.

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Wie eine gesunde Ernährung vor schweren Covid-19-Verläufen schützt

So zeigt eine umfassende Daten-Analyse von 592.571 Personen, dass eine gesunde pflanzliche Ernährung (etwa nach dem Blue-Zone-Prinzip) mit einer neun Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit für eine Infektion sowie einem 41 Prozent geringeren Risiko für einen schweren Verlauf verbunden war.2 Die Ernährungsdaten von 568 Covid-19-Fällen und 2316 Kontrollpersonen aus den USA und Europa kommen sogar auf ein 73 Prozent geringeres Risiko für eine mittelschwere bis schwere Corona-Erkrankung.3

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Warum in der „Blue Zone“ Okinawa kaum jemand an Corona stirbt

Die Menschen im japanischen Okinawa beispielsweise ernähren sich überwiegend pflanzlich, reich an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, wobei mehr als die Hälfte ihrer täglichen Kalorienaufnahme aus Süßkartoffeln stammt. Sie konsumieren auch viel grünes Blattgemüse, Sojaprodukte und nur wenig Fett. Für die beiden Autoren auffällig: Die Corona-Sterblichkeitsrate in dieser Blue Zone beträgt gerade mal 0,08 Prozent.4 In Deutschland liegt sie bei 1,53 Prozent, weltweit bei 1,88 Prozent – ist also um ein Vielfaches höher.5 Für die Mediziner steht daher fest: „Eine gesunde pflanzliche Ernährung ist ein wichtiges Instrument, die Sterblichkeit zu verringern.“

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