9. Dezember 2025, 19:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Sie verströmen einen lieblichen Duft, fehlen auf keinem bunten Teller und gehören in der Winter- und Weihnachtszeit einfach dazu: Mandarinen. Wie gesund sind die orangefarbenen Früchte eigentlich? Und: Warum Sie das Weiße unbedingt mitessen sollten!
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Diese Nährstoffe stecken in Mandarinen
Die folgenden Nährstoffangaben gelten für 100 Gramm geschälte Mandarine.1
- Energie: 54 kcal
- Eiweiß: 0,7 Gramm
- Kohlenhydrate: 10,1 Gramm
- Fett: 0,3 Gramm
- Ballaststoffe: 1,7 Gramm
Vitamine und Mineralstoffe
- Vitamin C: 30 Milligramm (30 Prozent des Tagesbedarfs)
- Kalium: 160 Milligramm (4 Prozent des Tagesbedarfs)
- Vitamin-A-Vorstufe: 27 Mikrogramm (3 Prozent des Tagesbedarfs)
Auch interessant: Wie viele Mandarinen kann man pro Tag bedenkenlos essen?
Wie Mandarinen vor Krankheiten schützen
Auch wenn Mandarinen vor Vitaminen und Mineralien (ausgenommen Vitamin C) nicht gerade überquellen, stecken in ihnen noch ganz andere Substanzen, die ebenfalls Großes für die Gesundheit leisten. Ihre Namen: Beta-Cryptoxanthin, Naringin, Hesperidin, Tangeretin und Nobiletin. Dahinter verbergen sich Antioxidantien bzw. Flavonoide, die teilweise nur in Mandarinen enthalten sind und nachweislich entzündungshemmende, krebshemmende, blutdruckregulierende sowie herzschützende Eigenschaften haben sollen.2,3 Kurz: Besagte Pflanzenverbindungen tragen in hohem Maße dazu bei, dass bestimmte Krankheiten gar nicht erst entstehen.
Wie heißt das Weiße bei Mandarinen eigentlich?
Wer das nächste Mal klugscheißen möchte, bitte sehr: Das „Weiße“ heißt nämlich Mesokarp. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern für „Mitte“ (meso) und „Frucht“ (karpós) zusammen. Aber auch der Begriff Albedo kann für die weiße Haut verwendet werden – er leitet sich vom lateinischen albus für „weiß“ ab.
Die weißen Fäden bloß nicht abziehen!
„Ich muss zugeben: Ich fand die weißen Fäden, die nach dem Pellen noch am Fruchtfleisch hängen, noch nie besonders appetitlich. Ergo habe ich sie lieber abgezogen, was noch einmal genauso viel Zeit wie das eigentliche Schälen in Anspruch genommen hat. Inzwischen weiß ich es besser. Denn Nobiletin und Co. stecken vor allem in der Albedo, wie die weißen Fäden im Fachjargon heißen. Wer die antioxidative Wirkung der Mandarine voll ausschöpfen will, kann sich also weniger Aufwand beim Schälen machen. Auch Ballaststoffe tummeln sich hier vermehrt im Vergleich zum Fruchtfleisch – und diese fördern bekanntlich eine gesunde Darmflora.“
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Mandarinen unterstützen starkes Immunsystem
Wenn alles nur so einfach wäre: Täglich zwei, drei leckere Mandarinen (je nach Größe) und der Tagesbedarf an Vitamin C ist sprichwörtlich gegessen. Mit dieser Strategie hat man gute Chancen, gesund und womöglich erkältungsfrei durch den Winter zu kommen. Warum Vitamin C für ein gesundes und starkes Immunsystem unerlässlich ist? Es fördert die körpereigene Produktion von Phagozyten. Diese Zellen werden auch Fresszellen genannt, denn die besitzen die Fähigkeit, Krankheitserreger wie Bakterien und Viren aufzunehmen und zu zerstören.4 Und ganz nebenbei ist Vitamin C ein wirksamer Beauty-Booster, denn es regt die Kollagenproduktion der Haut an.5 Kollagen sorgt für ein starkes und straffes Bindegewebe und ist damit für beanspruchte Winterhaut einmal mehr unerlässlich.
„Wunderstoff“ Nobiletin schützt das Gehirn und hält schlank
Wie weiter oben schon erwähnt, enthalten Mandarinen eine Verbindung namens Nobiletin. Und diese scheint wirklich noble Eigenschaften zu haben. So gibt es Hinweise aus Tierversuchen, dass der Pflanzenstoff vor Alzheimer und Parkinson schützen kann, indem er die Anhäufung von Alzheimer-Plaques im Gehirn ausbremst. Außerdem soll Nobiletin Zellen stärken, die das Hormon Dopamin produzieren (der Neurotransmitter steigert u. a. die Motivation und fördert den Antrieb). Eine Zerstörung dieser Zellen führt zum Fortschreiten der Parkinson-Krankheit.6
Und als wären Mandarinen nicht schon gesund genug, scheint das hirnschützende Nobiletin eine Art Diät-Wunder zu sein. Im Jahr 2020 entdeckte eine US-Studie, dass die Verbindung verhinderte, dass Fette aus der Nahrung auf den Hüften landeten.7 So blieben die kleinen Probanden (es waren Mäuse, Studien am Menschen stehen noch aus) trotz jeder Menge Kalorien und „Nager-Junk-Food“ rank und schlank, inklusive gesunder Blutfettwerte. Offenbar blockiert Nobiletin die körpereigene Fettumwandlung, vermuten die Wissenschaftler. Bis der Mechanismus dahinter gänzlich erforscht ist, wird noch einige Zeit vergehen. Immerhin weiß die Wissenschaft schon jetzt, dass Mandarinen super gesund sind und man gerade jetzt doppelt zugreifen sollte.