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7 Lebensmittel, die uns langsamer altern lassen

Lebensmittel können helfen, langsamer zu altern
Dem Alterungsprozess entgegenwirken mithilfe der Ernährung? Ja, es gibt Lebensmittel, die helfen, länger jünger und vitaler zu wirken. Foto: Getty Images
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Friederike Ostermeyer
Freie Autorin

1. Juli 2026, 17:03 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Strahlende Haut, ein intaktes Immunsystem, „jüngere“ Organe – die richtigen Lebensmittel können helfen, dass wir langsamer altern. FITBOOK verrät, welche das sind.

Die Zeit lässt sich zwar nicht aufhalten, aber zumindest ein wenig austricksen. Denn wie wir altern, hat viel mit der Ernährung zu tun, und es gibt Lebensmittel, die den Prozess nachweislich verlangsamen. Das heißt, das biologische Alter muss dem tatsächlichen gar nicht entsprechen. Bauen Sie daher die folgenden sieben Lebensmittel öfter in Ihren Speiseplan ein!

Olivenöl für ein jüngeres Hautbild und ein längeres Leben

Olivenöl ist das Anti-Aging-Food überhaupt und sollte daher täglich zum Einsatz kommen. Laut einer Studie von 2022 soll schon ein Esslöffel pro Tag reichen, um das Leben zu verlängern.1 Und das macht sich auch an einer glatten, strahlenden Haut bemerkbar. Das liegt unter anderem an den einfach gesättigten Fettsäuren, die in Verbindung mit Antioxidantien wie Tocopherolen und Beta-Carotin die Hautalterung verlangsamen.2 Olivenöl sorgt auch dafür, dass die Haut nicht „von innen“ austrocknet, sodass Trockenheitsfältchen (viel trinken nicht vergessen!) gar nicht erst eine Chance haben.

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Grüner Tee „verjüngt“ das Gehirn

Harvardforscher Prof. David Sinclair ist wohl der berühmteste Wissenschaftler in Hinblick auf Alternsforschung. Der 57-Jährige will sein biologisches Alter um zehn Jahre zurückgedreht haben. Wie? Seinen Angaben zufolge unter anderem mit grünem Tee. Davon trinkt er mindestens zwei Tassen täglich. Grund dafür sind die darin enthaltenen, entzündungshemmenden Pflanzenstoffe, auch bekannt als Flavonoide. Und da ist was dran. Laut einer Studie des University Medical Center in Chicago scheint bei Menschen, die regelmäßig Flavonoide zu sich nehmen – vor allem aus grünem Tee – der geistige Verfall wesentlich langsamer voranzuschreiten.3

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Granatäpfel kurbeln die Kollagenproduktion an

Ja, die sekundären Pflanzenstoffe haben es wahrlich in sich. Und jede Pflanze, bzw. Frucht hat ihre ganz eigene Mischung. Bei den köstlichen Granatäpfeln handelt es sich maßgeblich um Punicalagine, Tannine, Phenolsäuren und Lignane. Zusammen mit dem in der Frucht mitgelieferten Vitamin C sorgt diese einzigartige Kombi laut Studien dafür, dass vorhandenes Kollagen der Haut erhalten bleibt und neues gebildet wird.4 Kollagen ist nämlich jener körpereigene Stoff, der für feste Nägel und eine straffe, elastische, faltenfreie Haut sorgt. Mit dem Alter nimmt die Produktion ab und die Haut verliert an Spannkraft. Ein wenig hat man es selbst in der Hand, wie schnell der Prozess vonstattengeht. Rauchen, Zucker und Alkohol legen diesbezüglich einen Turbogang ein. Übrigens: In der persischen Mythologie steht der Granatapfel für Schönheit und ewiges Leben – vielleicht kein Zufall?

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Artischocken für eine Frischzellenkur

Bei Artischocken lautet die Jungbrunnen-Kombi: Quercetin, Rutin, Gallussäure und Cynarin. Diese halten sämtliche Zellen gesund und vital – eine Frischzellenkur für den Organismus, sozusagen. Dies funktioniert innerlich (Verdauungssystem, Darmflora und Herzgesundheit) sowie äußerlich. So sorgt die Artischocke für einen besseren Zusammenhalt der Hautzellen, was sich bis auf die genetische Ebene, also die DNA, niederschlägt. Das Ergebnis laut klinischer Tests von Artischocken-Polyphenolen an menschlichen Probanden: eine frischere, elastischere Haut, ohne raue Stellen.5 So ganz nebenbei erwähnt: Artischocke macht sich wunderbar mit Olivenöl.

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Brokkoli-Sprossen verlangsamen Alterungsprozesse

Ein weiteres Lebensmittel, das einen langsamer altern lässt, sind Brokkoli-Sprossen. Warum? Brokkoli-Sprossen enthalten beachtliche Mengen des Moleküls Sulforaphan (zehnmal mehr als Brokkoli), das als Wundermittel in der Anti-Aging- sowie Krebsforschung gilt. Es verlängert die Lebensdauer der Zellen und beugt der mit dem Alterungsprozess verbundenen Neurodegeneration vor.6 Damit ist der Funktionsverlust bzw. das Absterben von Nervenzellen gemeint. Vereinfacht gesagt: Mit Brokkoli-Sprossen (z. B. im Smoothie) nagt der Zahn der Zeit etwas langsamer. Profi-Tipp: Ein wenig Senfpulver dazu soll die Aufnahme verbessern.

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Kidneybohnen bremsen Alterskrankheiten aus

In Kidneybohnen stecken nicht nur wertvollstes Eiweiß, sondern auch sogenannte Anthocyane.7 Das sind bioaktive Pflanzenverbindungen, die für die typisch dunkle, rötlich-violette Farbe sorgen. Diese fangen vor allem freie Radikale ab, die mit dem voranschreitenden Alter für viele Beschwerden oder gar ernsthafte Krankheiten sorgen – darunter Entzündungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und sogar Krebs. Der zellschützende Effekt wirkt sich auf den ganzen Körper aus und damit auch auf die Hautzellen. Die Haut erscheint vitaler, strahlender und jünger. Der Effekt ist unter anderem auf den eingebauten UV-Schutz zurückzuführen.8 Kidneybohnen, aber auch alle anderen rot-violetten Obst- und Gemüsesorten sind ideale wie leckere Lebensmittel, die einen langsamer altern lassen.

Avocados sind gut für das Herz und die Gehirnleistung

Avocados sind nicht nur geschmacklich ein Dauerbrenner unter den Food-Trends. Die Forschung zeigt, dass sie auch unserer Gesundheit guttun und damit verjüngend auf unseren Körper wirken können. Eine Meta-Analyse von zehn Studien von 2024 lieferte Hinweise dafür, dass Avocadokonsum gut für das Herz ist. Warum? Weil er einen cholesterinsenkenden Effekt hat.9 Avocado ist eine optimale Quelle für den Pflanzenstoff Lutein. Dieser verhalf Probanden, die in einer kleinen Studie aus dem Jahr 2017 sechs Monate täglich eine Avocado verzehrten, zu einem verbesserten Gedächtnis und Arbeitsgedächtnis sowie einer besseren Konzentrationsfähigkeit.10

Quellen

  1. Guasch-Ferré, M., Li, Y., Willett, W.C. et al. (2022). Consumption of Olive Oil and Risk of Total and Cause-Specific Mortality Among U.S. Adults. Journal of the American College of Cardiology. ↩︎
  2. Latreille, J., Kesse-Guyot, E., Malvy, D. et al. (2012). Dietary monounsaturated fatty acids intake and risk of skin photoaging. PLoS One.  ↩︎
  3. Holland, T., Agarwal, P., Wang, Y. et al. (2022). Association of Dietary Intake of Flavonols With Changes in Global Cognition and Several Cognitive Abilities. Neurology. ↩︎
  4. Henning, S.M., Yang, J., Lee, R.P. et al. (2019).Pomegranate Juice and Extract Consumption Increases the Resistance to UVB-induced Erythema and Changes the Skin Microbiome in Healthy Women: a Randomized Controlled Trial. Scientific Reports. ↩︎
  5. D'Antuono, I., Carola, A., Sena, L.M. et al. (2018). Artichoke Polyphenols Produce Skin Anti-Age Effects by Improving Endothelial Cell Integrity and Functionality. Molecules. ↩︎
  6. Santín-Márquez, R., Alarcón-Aguilar, A., López-Diazguerrero, N.E. et al. (2018).Sulforaphane - role in aging and neurodegeneration. Geroscience. ↩︎
  7. Zhang, H., Xu, Z., Zhao, H., Wang X et al. (2020): Anthocyanin supplementation improves anti-oxidative and anti-inflammatory capacity in a dose-response manner in subjects with dyslipidemia. Redox Biolology. ↩︎
  8. Correia, P., Araújo, P., Ribeiro, C. et al. (2021). Anthocyanin-Related Pigments: Natural Allies for Skin Health Maintenance and Protection. Antioxidants (Basel). ↩︎
  9. James-Martin, G, Brooker, PG, Hendrie, GA, Stonehouse W. (2024). Avocado Consumption and Cardiometabolic Health: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Acad Nutr Diet. ↩︎
  10. Scott ,TM, Rasmussen, HM, Chen, O, Johnson, EJ. (2017). Avocado Consumption Increases Macular Pigment Density in Older Adults: A Randomized, Controlled Trial. Nutrients. ↩︎

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