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Natürlicher Fleischersatz

4 Gründe, warum Sie Jackfruit essen sollten

Jackfruit gesund: Jackfruit
Die Jackfruit begeistert längst nicht nur in der vegetarischen und veganen Küche.Foto: Getty Images

Vegetarier und Veganer schätzen Jackfrucht vor allem als Fleischersatz. Doch auch jenseits der fleischlosen Küche gilt die Jackfruit aufgrund ihrer Vielseitigkeit als absolute Trend-Frucht. Denn neben ihrer einzigartigen Konsistenz und geschmacklichen Wandelbarkeit bietet sie auch eine Reihe gesundheitlicher Vorteile.

Die Jackfruit ist nicht nur die größte Baumfrucht der Welt, sondern auch ein echtes Multitalent in der Küche. Ob als Fleischersatz oder fruchtiges Dessert: Die ursprünglich aus Südindien stammende Frucht begeistert vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Das Besondere an den bis zu 30 Kilo schweren Früchten: Sie können sowohl unreif als auch reif gegessen werden. Noch dazu hat die Trend-Frucht einige gesundheitsförderliche Eigenschaften. FITBOOK nennt 4 Gründe, warum Sie öfter mal zur gesunden Jackfruit greifen sollten.

Herkunft, Ernte und Frucht

Die länglichen ovalen Früchte der Jackfruit wachsen direkt am Baumstamm. Sie haben eine grüne oder gelbe, mit Noppen besetzte Schale. Oftmals werden Jackfruits bereits unreif geerntet und weiterverarbeitet. Bis sie reif sind, dauert es ca. drei bis sechs Monate. Bei der Ernte wird die bis zu 30 Kilo schwere Frucht vom Baumstamm abgeschnitten, mit einem Messer quer halbiert und in mehrere Stücke geteilt. Dabei tritt ein klebriger, milchiger Saft aus der Schale aus.

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Im Inneren der Frucht befindet sich ein weißer Strunk, der von vielen Stücken umgeben ist. Dies sind die essbaren Bestandteile der Jackfruit. Jedes Stück enthält einen dicken Kern und ist durch feste Fasern von den benachbarten Fruchtstücken getrennt.

4 Gründe, warum Sie Jackfruit essen sollten

1. Jackfruit hilft beim Abnehmen

Mit gerade einmal 30 Kilokalorien pro 100 Gramm ist die unreife Jackfruit ein echter Schlankmacher. Die reife Frucht enthält 70 Kalorien pro 100 Gramm, was vor allem am höheren Fruchtzuckergehalt liegt. Ein Großteil der Jackfruit besteht aus Ballaststoffen, die wichtig für eine funktionierende Verdauung sind und lange satt machen. Wer überschüssige Kilos verlieren will, sollte daher öfter zur Jackfruit greifen. Doch Vorsicht: Nicht nur der Reifegrad wirkt sich auf den Kaloriengehalt aus. Während die unreifen Früchte häufig in kalorienarmer Salzlake eingelegt sind, lagert die reife Frucht oftmals in Konserven mit Zuckerlösung. Ihr Kaloriengehalt steigt dann auf 100 Kalorien pro 100 Gramm.

2. Jackfruit enthält gesunde Nährstoffe

Neben Ballaststoffen stecken in Jackfrucht auch Vitamin C, Beta-Carotin, Magnesium und Kalium. Vitamin C ist u. a. wichtig für ein gesundes Immunsystem, Kalzium wird für den Aufbau von Zähnen und Knochen benötigt. Mit 448 Milligramm pro 100 Gramm enthält die Jackfruit eine beachtliche Menge an Kalium. Der Mineralstoff ist wichtig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen und die Herzfunktion. Mit 37 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm trägt die Jackfruit außerdem zu einem gesunden Nervensystem bei.

3. Jackfruit kann dabei helfen, auf Fleisch zu verzichten

Während viele Fleischersatzprodukte mit künstlichen Aromen angereichert sind und viel Fett oder versteckten Zucker enthalten, ist die Jackfruit eine gesunde und natürliche Alternative. Mit den passenden Gewürzen und Aromen kann das faserige Fruchtfleisch dem Geschmack und der Konsistenz von echtem Fleisch verdächtig nahekommen. Wer den Umstieg in die fleischlose Ernährung plant, oder seinen Fleischkonsum reduzieren möchte, sollte öfter Jackfrucht zubereiten.

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Aber Achtung: Hinsichtlich der Inhaltsstoffe ist die Jackfruit nicht mit Fleisch vergleichbar. Sie enthält kaum Eiweiß und nur wenig Eisen. Diese beiden wichtigen Bausteine für den Körper sollten daher durch andere Nahrungsmittel aufgenommen werden.

4. Jackfruit lädt dazu ein, selbst in der Küche kreativ zu werden

Wer mal wieder etwas Neues ausprobieren will und gerne mit verschiedenen Gewürzen und Aromen experimentiert, hat mit der Jackfruit seine neue Lieblingszutat gefunden. Ihre Wandelbarkeit lädt Hobby-Köche und Küchen-Anfänger gleichermaßen dazu ein, kreativ zu werden.

Das Fruchtfleisch der reifen Jackfruit ist sehr süß und erinnert etwa an den Geschmack von Papaya oder Mango. Es passt daher hervorragend zu fruchtigen Desserts oder in einen bunten Obstsalat.

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Wegen ihres neutralen bis leicht säuerlichen Geschmacks eignet sich das Fruchtfleisch der unreif geernteten Jackfruit vor allem für herzhafte Gerichte. Eingelegt in eine würzige Marinade wird sie so zum Highlight eines jeden Gerichts. Roh sollte die Jackfrucht allerdings nicht verzehrt werden, da sie so nur schwer verdaulich ist.

Rezept Vegane Jackfruit-Quesadillas (4 Portionen)

Quesadilla lassen sich wunderbar mit Jackfruit zubereitenFoto: Getty Images
  • 250 g Jackfruit (Dose)
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Oregano
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 rote Paprika (150g)
  • 250 g schwarze Bohnen (Dose)
  • 150 g Mais (Dose)
  • 1 EL Rapsöl
  • 4 Weizentortillas
  • nach Belieben: veganer Käseersatz

Zubereitung:

  1. Die Jackfruit abschütten, abtropfen lassen und ausdrücken. Mit den Fingern zerrupfen.
  2. Gewürze und Tomatenmark mischen, die Jackfruitstücke darin wenden und ca. 30 Minuten kaltstellen. In der Zwischenzeit Paprika waschen und in kleine Stücke schneiden. Bohnen und Mais abtropfen lassen.
  3. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Jackfruitstücke hinzugeben und drei Minuten anbraten. Paprikastücke hinzugeben und weitere drei Minuten anbraten. Bohnen und Mais hinzugeben, alles vermengen.
  4. In einer Pfanne ohne Öl die Weizentortilla erhitzen, 3-4 EL der Füllung auf eine Hälfte geben. Nach Belieben mit veganem Käseersatz bestreuen. Andere Hälfte zuklappen, von beiden Seiten erhitzen. Mit den übrigen drei Weizentortillas genauso verfahren.

Fazit

Die Jackfruit ist nicht nur gesund, sondern auch zum Abnehmen geeignet. Ihr wandelbarer Geschmack macht sie nicht nur zu einem beliebten Fleischersatz, sondern auch zur exotischen Komponente in jedem Obstsalat. Täglich sollte die Jackfrucht dennoch nicht auf dem Speiseplan stehen. Der Grund: Die Frucht wächst nur in den Tropen und muss daher einen weiten Weg zurücklegen, um in unsere Supermärkte zu gelangen. Dennoch: Die Produktion von Fleisch verursacht deutlich mehr CO2-Emissionen.

Quellen

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