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Vergleich

Die besten Akupressurmatten gegen Schmerzen, Verspannungen und Stress

Frau auf Akupressurmatte
Akupressurmatten können bei unterschiedlichen Beschwerden helfenFoto: Getty Images

Ob Kopfschmerzen, Verspannungen oder Rückenprobleme – Akupressurmatten zur Behandlung von kleineren und größeren Beschwerden liegen im Trend. FITBOOK zeigt die besten Modelle im Vergleich.

Akupressurmatten sind im Trend und das hat gute Gründe: Sie sollen gegen Schmerzen helfen und eine entspannende Wirkung haben, da sie unter anderem die Durchblutung ankurbeln und mithilfe von Druck für Wohlbefinden sorgen. Doch online sind viele Matten verschiedener Hersteller und in unterschiedlichen Preiskategorien zu finden. FITBOOK hat sich deshalb auf die Suche nach den besten Matten gemacht. Im Vergleich werden mehrere Produkte mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Weiter unten gibt es außerdem noch mehr Infos zum Thema Akupressur, wie die Matten im Alltag weiterhelfen können sowie Beispielübungen für den Einsatz der Matten.

Was ist eine Akupressurmatte?

Bei der Akupressurmatte – manchmal auch Nagelmatte genannt – handelt es sich um eine Matte, die ungefähr die Größe eines Handtuchs hat. Sie besteht im Innern meist aus Schaumstoff, in manchen Fällen kommen aber auch Naturfasern zum Einsatz. Um diesen Inhalt ist ein Bezug – meist aus Baumwolle oder Leinen – gespannt. Auf der Vorderseite sind dann wiederum, für gewöhnlich an einzelnen Kreisen bzw. Rosetten, die spitzen Noppen aus Hartplastik angebracht. Es handelt sich dabei um ungiftigen ABS-Kunststoff. Die Anzahl der Spitzen variiert je nach Hersteller und Level:

Akupressurmatten für Anfänger: Es gibt Matten für Einsteiger und schmerzempfindlichere Menschen mit mehr Spitzen, damit sich das Gewicht gleichmäßiger verteilt.

Akupressurmatten für normales Schmerzempfinden: Die mittlere Anzahl an Spitzen liegt bei rund 6000. Diese Akupressurmatten können getrost sowohl von Einsteigern als auch schmerzunempfindlichen Personen verwendet werden.

Akupressurmatten für Fortgeschrittene: Matten für Fortgeschrittene haben weniger Spitzen, was das Ganze noch stacheliger macht und für ordentlichen Druck auf dem Körper sorgt.

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Die besten Akupressurmatten für zu Hause

So weit, so gut – doch welche Matten sind für die Benutzung zu Hause besonders empfehlenswert? Einen Akupressurmatten-Test von „Stiftung Warentest“ gibt es nicht. Dennoch lassen sich anhand von Online-Bewertungen, Erfahrungen von Anwendern sowie Bestseller-Listen gewisse Empfehlungen ableiten. Die besten Produkte sind deshalb im Folgenden mit einer kurzen Beschreibung sowie den jeweiligen Vor- und Nachteilen übersichtlich aufgelistet.

Das sind die besten Akupressurmatten in der Kurz-Übersicht:

  • ShaktiMat „Original“
  • Tomshoo Akupressur-Set
  • Generic Akupressurmatte
  • ShaktiMat „Premium“
  • Naturling Akupressurmatte (vegan)
  • ShaktiMat „Light“
  • Backlaxx „Intensiva“
  • Bodhi Akupressur-Set XL
  • NEOLYMP Akupressurmatte mit Decke
  • Lotus Design Reißverschluss-Akupressurmatte

Sieger im Akupressurmatten-Vergleich: ShaktiMat „Original“

Sieger im Test sind die originalen Shaktimatten: Die Akupressurmatten sind mit über 6.200 Spitzen versehen, die beim Draufliegen für eine wohltuende Massage sorgen sollen. Die Matte ist durchweg sehr gut bewertet und überzeugt durch hohe Qualität. Ihren Nutzern verhilft sie zu mehr Energie, Entspannung, erholsamem Schlaf und sorgt des Weiteren für Schmerzlinderung. Die positiven Effekte wurden in einer Studie des Herstellers mit 126 Probanden bestätigt. Ein kleiner Schwachpunkt ist der relativ hohe Preis: Für die Matte sind über 60 Euro fällig. Das Kissen kostet dann noch einmal über 40 Euro extra. Dafür werden mit dem Kauf aber auch soziale Projekte und eine faire Produktion unterstützt. Es kann also guten Gewissens etwas mehr investiert werden.

Vorteile:

  • ethische Herstellung
  • Bio-Baumwolle & ökologische Färbung
  • tolles Design

Nachteile:

  • Kein Set
  • Extrakosten für Kissen und weiteres Zubehör

Preis-Leistungs-Sieger: Tomshoo Akupressur-Set

Das Akupressur-Set von Tomshoo ist im Akupressurmatten-Vergleich der Preis-Leistungssieger, da es für einen verhältnismäßig geringen Preis umfangreiches Zubehör dazu gibt. Enthalten ist nämlich nicht nur eine Akupressurmatte, sondern auch ein Kissen, zwei Finger-Massageringe sowie zwei Massagebälle und eine Tragetasche. Die Akupressur-Spitzen und Massagepunkte sind auf der Matte gleichmäßig verteilt. Mithilfe der Ringe und Bälle kann die Massage zudem auf Finger, Schultern, Füße und andere Körperpartien ausgeweitet und diese besser durchblutet werden.

Vorteile:

  • umfangreiches Akupressur-Set
  • Günstiger Preis
  • zusätzliche Massage der Finger und Schultern

Nachteile:

  • nur zwei Farbvarianten
  • Massagekissen für den Nacken ggf. unbequem

Bestseller: Akupressurmatte von Generic

Das Akupressur-Set von Generic besteht aus Akupressurmatte, Kissen sowie praktischer Tragetasche und soll gegen Rücken- und Nackenschmerzen helfen. Die Fakirmatte fördert die Durchblutung und löst Verspannungen. Sie ist gleichermaßen für Frauen und Männer geeignet und belegt online aktuell Platz Eins der Bestseller-Listen. Auch die Bewertungen der Matte sind fast durchweg gut. Das Besondere: Die Noppen sind aus ungiftigem ABS-Kunststoff gefertigt.

Vorteile:

  • guter Preis
  • Akupressur-Set bestehend aus Matte, Kissen und Tragetasche
  • in vielen Farben verfügbar

Nachteile:

  • Material qualitativ nicht so hochwertig wie bei teureren Modellen
  • keine hochwertige Optik

ShaktiMat „Premium“: Die Akupressurmatte im außergewöhnlichen Design

Die ShaktiMat Premium kommt im edlen, schwarzen Design mit goldenen Verzierungen und insgesamt 6.210 Spitzen. Das Besondere: Auch diese sind hier in Schwarz gehalten. Wer also keine bunte Matte sucht, sollte einen Blick auf dieses Modell werfen. Vom Level liegt sie mit der Spitzenanzahl zwischen Einsteiger und Fortgeschrittenen. Ansonsten hat sie die gleichen Merkmale wie auch die originalen Shaktimatten. Sie ist u. A. aus Biobaumwolle zu fairen Bedingungen gefertigt und hat eine ausgewogene Verteilung der Spitzen.

Vorteile:

  • Premium-Design
  • Mittlere Spitzenanzahl und somit für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
  • faire Produktion

Nachteile:

  • etwas teurer als originale Shaktimatte
  • kein Set

Veganes Akupressur-Set von naturling

Das Akupressur-Set von naturling setzt sich neben der Matte aus Kissen und Tasche zusammen. Die Matte hat dabei Maße von 70 x 45 Zentimetern, das Kissen misst 25 x 40 Zentimeter. Das Besondere an dieser Nagelmatte sind die Materialien: Im Innern besteht sie aus Kokosfasern, die für eine angenehme Polsterung sorgen, außen ist sie mit Leinenstoff bezogen. Das Kissen ist darüber hinaus mit Buchweizenschalen gefüllt. Der Hersteller verwendet bewusst pflanzliche Materialien, nur die Massagespitzen sind aus Kunststoff gefertigt.

Vorteile:

  • recycelt und recyclebar
  • für Veganer geeignet
  • mit Umhängetasche

Nachteile:

  • Kissen ggf. zu flach
  • nur eine Farbvariante

Die beste Akupressurmatte für Anfänger: ShaktiMat „Light“

Die gelbe Stachelmatte von Shakti ist mit mehr Spitzen als die originale ausgestattet, nämlich mit insgesamt 8.280. Damit ist sie ideal für Einsteiger und schmerzempfindliche Menschen geeignet. Denn das Körpergewicht verteilt sich auf mehr Spitzen deutlich besser, sodass es zu weniger starkem Druck kommt. Die guten Bewertungen der Matte bestätigen dies. Ferner bietet sie alle Merkmale, die auch bei den übrigen Shaktimatten gegeben sind.

Vorteile:

  • mehr Spitzen für weniger Druck
  • ideal für Anfänger und schmerzempfindliche Menschen
  • alle Vorteile von Shaktimatten

Nachteile:

  • relativ hoher Preis
  • Kissen muss extra bestellt werden

Akupressurmatte für Fortgeschrittene: Akupressurmatten-Set „Intensiva“ von Backlaxx

Im Akupressurmatten-Vergleich hat sich die Matte von Backlaxx mit 3.335 Spitzen als beste Matte für Fortgeschrittene und schmerzunempfindliche Menschen herausgestellt. Durch weniger Spitzen wird eine intensive Stimulierung der jeweiligen Körperregion erreicht. Praktisch ist, dass im Preis ebenfalls ein Kissen mit noch einmal 1.518 Spitzen, eine Tragetasche aus Halbleinen, ein Baumwolltuch für die ersten Anwendungen sowie Gratis-Downloads von zwei Hörbüchern und einem e-Book enthalten sind. Letztere enthalten Entspannungsübungen, Anwendungsbeispiele und hilfreiche Tipps.

Vorteile:

  • weniger Spitzen für extra intensive Stimulierung
  • Baumwolltuch erleichtert den Start
  • natürliche Materialien

Nachteile:

  • nicht für Einsteiger geeignet
  • relativ teuer

Akupressurmatte XL: Vital-Deluxe-Set XL von bodhi


Das XL-Akupressur-Set von bodhi besteht aus einer Matte, einem Kissen, einer Fußmatte sowie einer praktischen Tragetasche für den Transport. Das Besondere: Die Matte hat nicht wie die meisten anderen Standard-Maße, sondern ist mit 130 Zentimetern besonders lang. Beim Liegen werden also auch die Beinpartien mit massiert. Auch große Menschen profitieren davon. Folglich hat die Nagelmatte mit 13.860 Spitzen natürlich auch ein paar mehr, als es bei kleineren Produkten der Fall ist. Und es gibt noch eine zweite Besonderheit: Neben dem Kissen für Kopf und Nacken ist eine spezielle Fußreflexzonenmatte mit dabei. Diese ist softer und kann je nach gewünschter Intensität im Sitzen oder Stehen, mit oder ohne Socken verwendet werden.

Vorteile:

  • XL-Matte für große Menschen bzw. zusätzliche Bein-Massage
  • inkl. softer Fuß-Massagematte
  • Kissen kann via Klett an Matte befestigt werden

Nachteile:

  • nimmt mehr Platz weg
  • wenige Design-Varianten zur Auswahl

Akupressurmatte mit Baumwolldecke von NEOLYMP


Der Stoff der Akupressurmatte von NEOLYMP besteht zu 100 Prozent aus Leinen. Gefüllt ist die Matte mit feinen Kokosfasern und das dazugehörige Kissen mit Buchweizen. Mit dazu geliefert wird außerdem eine Baumwoll-Decke, die sowohl bei der Eingewöhnung als auch während des normalen Gebrauchs Anwendung finden kann – eben immer, wenn weniger Druck durch die Nadeln gewünscht ist. Mit 6.930 aus ABS-Kunststoff gefertigten Spitzen, die auf 210 Pads verteilt sind, ist die Akupressurmatte inklusive Decke für Anfänger ebenso geeignet wie für Fortgeschrittene. Letztere können die Decke auf Wunsch einfach weglassen. Eine Tragetasche ist bei diesem Produkt nicht dabei, wird aber auch gar nicht benötigt, da sich direkt an der Matte Tragegriffe befinden und sie dank Falt-Funktion leicht zu transportieren ist.

Vorteile:

  • in vier Farbkombinationen erhältlich
  • inkl. Tragegriffen und Fold-Up-Funktion zum Transportieren
  • mit Stuhlbefestigung (bspw. fürs Home-Office)

Nachteile:

  • ohne Anleitung oder Anwendungsempfehlungen
  • Naturfüllung ggf. zu hart

Akupressur-Set Lotus Design: Mit Reißverschluss-System

Eine weitere Matte, die in Online-Bewertungen überzeugt, ist die von Lotus Design. Sie besteht aus drei Teilen, die mithilfe von Reißverschlüssen verbunden und so auf die gewünschte Größe angepasst werden können. Eine Massage verschiedener Körperbereiche ist dadurch möglich. Zusammengefügt hat sie eine Größe von 71 mal 45 Zentimetern. Kleiner Nachteil ist, dass kein extra Kissen oder eine Tragetasche enthalten sind. Der Teil, auf dem der Nacken aufliegt, ist aber etwas erhöht, sodass sich trotzdem bequem darauf liegen lässt. Pluspunkt: Auf der Rückseite der Matte sind noch Informationen zu Akupressurpunkten an Händen und Füßen abgebildet.

Vorteile:

  • robuste Verbindung mit Reißverschlüssen
  • fair, sozial und ressourcenschonend hergestellt
  • inkl. Infoblatt für die Anwendung und passendem Karton

Nachteile:

  • Lieferung ohne Kissen oder Tragetasche
  • nur zwei Farbvarianten

Akupressur: Was ist das eigentlich?

Akupressur ist eine Therapiemethode, die ihren Ursprung in der über 5.000 Jahre alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat, ein Teilverfahren dieser darstellt und somit zu den ältesten Heilmethoden der Welt zählt. Das Wort Akupressur an sich setzt sich aus den lateinischen Begriffen „acus“ für Nadel und „premere“ für drücken zusammen. Auch Akupressur-Massage genannt, wird bei dem Heilverfahren stumpfer Druck an definierten Stellen des Körpers – sogenannten Akupressurpunkten – ausgeübt. Dies geschieht mithilfe von Körperteilen (meist Handballen, Daumen, Ellbogen, Knie oder Fuß) einer zweiten Person oder aber mit technischen Hilfsmitteln. Diese Werkzeuge sind beispielsweise die Akupressurmatte oder das Akupressurkissen. Dadurch braucht es keinen Masseur oder Physiotherapeuten mehr, stattdessen kann die Therapie eigenständig ausgeübt werden, indem sich auf Matte und Kissen gelegt beziehungsweise Körperteile darauf platziert werden.

Das hat es mit „Qi“, „Yin“ und „Yang“ auf sich

Um eine Akupressur-Behandlung durchzuführen oder an sich durchführen zu lassen, muss die Person kein Esoterik-Fan sein. Fakt ist aber, dass die Therapiemethode einen spirituellen Hintergrund hat. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass die Ursachen von Krankheiten und körperlichen Beschwerden Blockaden im Körper sind. Diese verhindern oder beeinträchtigen den Energiefluss. Die chinesische Vorstellung geht nämlich davon aus, dass das sogenannte „Qi“ – also die Lebensenergie – das gesamte Universum auf Energiebahnen durchfließt. Diese werden auch „Meridiane“ genannt und sollen sich ebenfalls durch den menschlichen Körper ziehen und dort Organe miteinander verbinden.

Als „Yin“ und „Yang“ werden wiederum zwei gegensätzliche aber dennoch aufeinander beruhende Kräfte oder Energien bezeichnet, die sich gegenseitig ergänzen und überall vorkommen – in Lebewesen, wie auch in Dingen und Ereignissen. Zusammengefasst wird ein Mensch als gesund angesehen, wenn die Lebensenergie („Qi“) ungestört fließen kann und „Yin“ und „Yang“ im Gleichgewicht sind. Und genau hier setzen Akupunktur und Akupressur an. Beides sind ganzheitliche Methoden. Das bedeutet, dass der gesamte Körper und die Psyche betrachtet werden. Im menschlichen Körper sollen laut chinesischer Medizin insgesamt 365 Akupressurpunkte verteilt sein. Wird Druck auf diese ausgeübt, sollen die Energiebahnen stimuliert und somit Blockaden gelöst werden können.

Akupressur vs. Akupunktur: Was sind die Unterschiede?

Die Nagelmatten werden ab und zu auch als Akupunkturmatten bezeichnet. Das ist streng genommen nicht ganz richtig. Wie die Begriffe schon vermuten lassen, sind Akupressur und Akupunktur zwar miteinander verwandt: Beides sind Heilverfahren, die aus der Traditionellen Chinesischen Medizin stammen (TCM). Und bei beiden wird mit Druck gearbeitet, um Blockaden im menschlichen Körper zu lösen. Statt mit eher stumpfem Druck, beispielsweise mithilfe von Steinen oder eben den hier vorgestellten Akupressurmatten, werden in die Akupressurpunkte des Körpers bei der Akupunktur aber feine Nadeln gestochen. Das klingt im ersten Moment dramatischer, als es ist. Die Nadeln sind extrem dünn und fein und führen natürlich nicht dazu, dass Patienten nach der Behandlung bluten. Dennoch handelt es sich um Nadelstiche, die zumindest einen Teil der Haut durchstechen.
Auch bei der Anwendungsdauer ähneln sich die beiden Methoden: Eine Akupunktursitzung dauert ungefähr 20 bis 40 Minuten, für die Akupressur – auch beim Benutzen der Akupressurmatten – werden etwa 15 bis 30 Minuten empfohlen.

Was bewirkt Akupressur?

Bei Kopfschmerzen neigen viele Menschen dazu, sich automatisch die Schläfen zu massieren und Druck darauf auszuüben. Das bringt zumindest kurzzeitig Linderung. Auch die Akupressur wirkt ähnlich. Der Druck soll Krankheiten und Beschwerden entgegenwirken, indem die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Die Verwendung einer Akupressurmatte regt auf jeden Fall die Durchblutung der Rückenpartie beziehungsweise der behandelten Körperpartie an. Die Massage fördert somit die Gesundheit und das Wohlbefinden – alles darüber hinaus ist wissenschaftlich nicht bestätigt.

Eine Akupressurmatte kann unter anderem gegen die folgenden Leiden (prophylaktisch) eingesetzt werden:

  • Verspannungen
  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen
  • Kopfschmerzen, Kieferschmerzen
  • Stress
  • Ängste
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Missempfindungen

Gibt es eine wissenschaftlich bestätigte Wirksamkeit?

Bisher konnte weder der Akupunktur noch der Akupressur eine signifikante wissenschaftliche Wirksamkeit nachgewiesen werden, die über den Placeboeffekt hinaus geht. Für die Akupressur gab es aber mehrere systematische Übersichtsarbeiten, in denen mehrere Studien untersucht und ausgewertet wurden. Dabei konnte unter anderem zumindest die Wirksamkeit gegen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und die Verbesserung der Schlafqualität bewiesen werden.

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Das ist bei der Anwendung von Akupressurmatten zu beachten

Die Stachelmatten können auf den ersten Blick relativ gefährlich wirken. Es stellen sich deshalb schnell folgende Fragen: Wie wird eine Akupressurmatte genau benutzt? Wie lang ist die maximale Nutzungsdauer? Soll ich mit oder ohne Shirt darauf legen? Grundsätzlich gilt: Ohne Kleidung ist die Verwendung am effektivsten. Zur Abmilderung, beispielsweise bei erstmaliger Anwendung oder wenn das Schmerzempfinden größer ist, kann sie aber auch anbehalten werden. Dafür kann auch eine zusätzliche Lage Stoff, beispielsweise in Form einer Decke, zwischen Körper und Matte gelegt werden.

Für Einsteiger empfiehlt sich zunächst die einfache Rückenlage: die Matte auf einer ebenen Fläche platzieren und sich mit dem Rücken darauf legen. Währenddessen am besten erst einmal still liegen bleiben und die Spitzen wirken lassen. Wenn schon etwas Vertrautheit und keine Scheu mehr besteht, kann man die Behandlung auch auf andere Körperbereiche wie Füße, Hände oder Oberschenkel ausweiten. Da die Matte bequem zu Hause verwendet werden kann, ist ein langsames Herantasten möglich. Auch Yogaübungen lassen sich auf der Matte ausführen – das ist aber eher etwas für Fortgeschrittene und Profis. Denn bei unvorsichtigen Bewegungen kann es sein, dass schlimmstenfalls Kratzer oder blaue Flecken entstehen.

Anwendungsdauer von Akupressurmatten

Bei der Anwendungsdauer gilt, dass bis zu 10 Minuten eher anregend und ab 20 Minuten eher entspannend wirken. Denn die Körperpartie, die auf der Matte aufliegt, gewöhnt sich mit der Zeit an den Druck – die ersten Minuten sind also meist am intensivsten. Um einen bestmöglichen Effekt zu erzielen, sollte man die Akupressurmatte täglich verwenden und somit in seine Routine integrieren. Dabei steht der innere Schweinehund gelegentlich im Weg: Grundsätzlich geht man davon aus, dass der Körper im Durchschnitt 21 Tage braucht, um sich an eine Handlung zu gewöhnen. Ist diese Zeit überstanden, wird es also leichter. Um die größtmögliche Wirkung zu erzielen, sollte man zudem sämtliche störende Effekte aus dem Raum beseitigen. Das Zimmer also am besten abdunkeln, technische Geräte ausschalten, die Augen schließen und auf diese Weise langsam zur Ruhe kommen.

Wann sollte eine Akupressurmatte nicht eingesetzt werden?

In folgenden Fällen wird von der Benutzung einer Akupressurmatte abgeraten:

  • Schwangerschaft
  • Epilepsie
  • Herzerkrankungen
  • Hautkrankheiten
  • Stark geschädigte, nicht abgeheilte Haut (bspw. Wunden oder Sonnenbrand)
  • Hohes Fieber

Schwangeren ist nicht zu empfehlen, sich auf Akupressurmatten zu legen, da hierdurch schlimmstenfalls frühzeitige Wehen ausgelöst werden könnten. Auch Menschen mit Herzproblemen, Epilepsie oder entzündlichen Hautkrankheiten sowie offenen Hautstellen sollten die Matten meiden. Das liegt daran, dass die auf den Matten angebrachten Spitzen die Haut reizen können. Bei jeglichen, ernsten Vorerkrankungen sollte generell vorher der Rat eines Arztes eingeholt werden.

Beispielübungen für die Anwendung von Akupressurmatten

Mit Akupressurmatten und -Kissen lässt sich eine wohltuende Ganzkörpermassage ausführen, die zum einen belebend, erfrischend und vitalisierend und zum anderen beruhigend, entkrampfend und entspannend wirken kann. Der auf den Körper ausgeübte Druck der Spitzen lässt sich je nach Bedarf verstärken oder verringern. Im Folgenden sind ein paar Beispiele zum Benutzen der Matte aufgeführt:
Einfache Rückenlage: Wie erwähnt, sollten Einsteiger die Anwendung in der Rückenlage starten. Dafür die Matte auf eine ebene Fläche legen, sich ans Ende der Matte setzen und langsam mit dem Rücken – Wirbel für Wirbel – absenken. Dabei gilt: Je härter der Untergrund, umso intensiver der Druck der Spitzen. Wird sich also auf den Boden (oder Teppich) gelegt, ist die Stimulation größer. Die Matte kann man alternativ auch auf Bett oder Sofa platzieren. So wird der Druck durch den weichen Untergrund etwas abgemildert. In Rückenlage können die Arme unterschiedlich platziert und so weiter experimentiert werden.

Entspannung für Kopf, Nacken und Schultern

Für diese Körperregionen kann man das oft mitgelieferte Kissen verwenden und sich damit in Rückenlage bringen. Falls kein Akupressurkissen vorhanden ist, kann alternativ auch die Akupressurmatte zusammengerollt werden. Ein aufgerolltes Handtuch unter die Matte kann diese zusätzlich erhöhen und stabilisieren. Auch hier gilt: Dranbleiben! Denn anfangs kann der Druck vor allem am Kopf recht unangenehm sein. Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Nacken- und Schulterverspannungen lassen sich durch diese Übung in manchen Fällen abmildern.

Beine und Füße massieren

Füße müssen im Alltag einiges aushalten und kommen bei der Entspannung oft zu kurz. Da heutzutage auch kaum noch barfuß gegangen wird, kann teilweise von einer regelrechten Verkümmerung gesprochen werden. Stehend auf der Akupressurmatte erhält man eine wohltuende Fußreflexmassage. Hier am besten zwischendurch das Gewicht von einem aufs andere Bein verlagern, um den Druck zu intensivieren. Für die Beine empfiehlt es sich, die Matte auf ein dickes Kissen zu legen und diese darauf zu platzieren. Alternativ kann man die Matte um die Beine wickeln – am besten ausprobieren, was am meisten Wohlbefinden bringt.

Lockern der Hände und Unterarme

Um die Durchblutung in Händen und Unterarmen zu fördern, zunächst in Bauchlage legen, die Matte vor sich platzieren. Die Yogaübungen „Cobra“ oder „Sphinx“ sind dafür gute Startpositionen. Danach mit den Händen vortasten und die Massage auf die Arme ausweiten – je nachdem, was sich am besten anfühlt – und zwischendurch drehen. So kann man Vorder- und Rückseiten der Körperteile auflockern.

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Entkrampfen von Bauch und Brust

Auch Verdauungs- oder Menstruationsbeschwerden sowie Beklemmungen im Brustbereich kann man mit der Anwendung der Matte entgegenwirken. Das Vorgehen ist dabei recht simpel: Einfach in Bauchlage auf die Matte positionieren und die Spitzen wirken lassen. Natürlich sollte bei der Vorderseite des Körpers noch etwas vorsichtiger umgegangen werden, da diese Bereiche relativ empfindlich sind. Bei dieser Übung empfiehlt es sich, ein Shirt anzubehalten oder ein Tuch zwischen Matte und Körper zu legen. Mit verschiedenen Atemübungen kann man den Druck der Spitzen entsprechend variieren.

Fazit

Der Akupressurmatten-Vergleich zeigt, dass zahlreiche verschiedene Matten mit unterschiedlichen Funktionen zur Auswahl stehen. Und das ist auch gut so, denn jeder Körper bringt logischerweise unterschiedliche Voraussetzungen und Gegebenheiten mit sich. Es gibt zum einen Menschen, die einiges an Schmerzen aushalten können und diese bis zu einem gewissen Punkt sogar als äußerst wohltuend empfinden. Für diese Personen eignen sich auf jeden Fall Matten für Fortgeschrittene, wie die Akupressurmatte „Intensiva“ von Backlaxx. Die Anzahl der Spitzen ist hier im Vergleich zu Standard-Matten deutlich reduziert. Das führt dazu, dass ein größerer Druck und somit eine größere Intensität auf Haut, Muskeln und Faszien wirken.

Einsteiger und schmerzempfindliche Menschen sollten lieber zu Matten mit mehr Spitzen greifen. Die ShaktiMat „Light“ ist ideal für Anfänger geeignet, da sie den Druck besser verteilt. Doch auch Menschen mit normalem Schmerzempfinden sowie jene, die die Anfangsphase überstanden haben, werden definitiv fündig. Standardmäßig sind die meisten Matten mit einer Anzahl von rund 6000 bis 7000 Spitzen ausgestattet. Ein Beispiel hierfür ist die Akupressurmatte von NEOLYMP. Besonders praktisch an dieser ist, dass eine Baumwolldecke mitgeliefert wird. Je nach Tagesform kann man also noch etwas dazwischen legen, um den Druck abzumildern.

Und auch generell gibt es viele Anbieter, die Akupressur-Sets anbieten. In den meisten Fällen ist ein Kissen für die Kopf- und Nackenpartie sowie eine Tragetasche enthalten. Die Matte kann also oft auch mitgenommen werden, beispielsweise im Urlaub oder ins Yoga-Studio. Einige Hersteller legen sogar noch Massagebälle und -ringe dazu, wie es zum Beispiel beim Produkt von Tomshoo der Fall ist. Es können dann auch Hände, Füße und weitere Körperpartien optimal behandelt werden, um eine ganzheitliche Stimulierung des Körpers zustreben.

Letztendlich ist es aber mit jeder der hier vorgestellten Akupressurmatten möglich, eine eigenständige Körpermassage auszuführen, ohne dass eine zweite Person vonnöten wäre.

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