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Reizstrom-Geräte

Die besten TENS-Geräte im Vergleich und Tipps, für wen sie sich eignen

Elektroden eines TENS-Geräts auf dem Nacken einer Frau
In der Physiotherapie kommen TENS-Geräte zur Schmerzbehandlung zum Einsatz. Geräte gibt es aber auch für den Heimgebrauch.Foto: Getty Images

TENS-Geräte sind Reizstromgeräte, die immer häufiger auch zu Hause eingesetzt werden, um Schmerzen zu behandeln oder Muskulatur zu stimulieren. Worauf beim Kauf und bei der Anwendung zu achten ist.

Wenn Wärmepflaster, Muskelsalben und Co. nicht zur gewünschten Muskelentspannung führen, kann ein TENS-Gerät helfen. FITBOOK erklärt, wann und wie ein Reizstromgerät am besten zum Einsatz kommt. Außerdem stellen wir die besten TENS-Geräte im Vergleich vor.

TENS-Gerät und Therapie: Was ist das?

Unter einem TENS-Gerät versteht man ein Reizstromgerät, das bei der Schmerztherapie zum Einsatz kommt. Dabei steht TENS für „Transkutane Elektrische Nervenstimulation“. Es handelt sich um eine elektromedizinische Reizstrombehandlung. Diese ist eine schonende Form der Elektrotherapie und erfolgt bei richtiger Anwendung schmerzfrei und ohne große Nebenwirkungen. Sie kann bei verschiedenen Beschwerden wie Muskel- oder Gelenkschmerzen zum Einsatz kommen.

Durch die elektrischen Impulse, die das Gerät abgibt, werden schmerzleitende Nervenfasern beziehungsweise deren Erregungsleistung blockiert. Die Nervenfasern können den Schmerz somit nicht weitergeben, und der Mensch verspürt Schmerzlinderung. Damit zielt die Behandlung auf die Symptome ab und nicht auf die Ursache. Das macht TENS zu einer Form der Begleittherapie. Durch die schmerzunterdrückende Wirkung kann bspw. der Bedarf an Schmerzmitteln gesenkt werden.

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Ein TENS-Gerät gibt per Strom elektrische Impulse über Elektroden auf der Haut ab. Dabei lässt es sich mit Batterien oder einem Akku betreiben. Viele Geräte können an verschiedenen Körperstellen eingesetzt werden, einige sind jedoch nur für bestimmte Stellen geeignet. Auch gibt es Modelle, die per App gesteuert werden können.

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch einen Physiotherapeuten. Einfache TENS-Geräte können aber auch durch den Patienten selbst eingesetzt werden. Hier ist es wichtig, die Behandlung vorher mit dem Arzt oder Therapeuten abzusprechen. Schließlich handelt es sich um eine medizinische Behandlung, die oft auch gar nicht sinnvoll ist oder in einigen Fällen gar nicht angewendet werden darf.

Wann kommen TENS-Geräte zum Einsatz?

Doch bei welchen Symptomen ist TENS überhaupt sinnvoll? Grundsätzlich empfiehlt sich die Reizstromtherapie bei Schmerzen des Bewegungsapparates. Das können sein:

  • Nacken-, Rücken- oder Knieschmerzen
  • Schmerzen an den Beinen
  • Sehnenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Schmerzen im Lendenwirbelbereich

Aber auch Schmerzen in Folge von Krankheiten oder Unfällen können durch den Einsatz eines TENS- Gerätes gemindert werden. Weitere Anwendungsgebiete der Reizstrombehandlung sind:

Bei Wunden soll ein TENS-Gerät durch die elektrische Stimulation der Nerven den Heilungsprozess beschleunigen. Letztlich sollte immer ein Arzt oder Physiotherapeut über den Einsatz und die Dauer einer Therapie mit TENS entscheiden.

TENS-Geräte in Tests mit Zusatzfunktion EMS

Wer sich mit TENS und den passenden Geräten beschäftigt, stößt schnell auf die Bezeichnung EMS. Auch bei dem einen oder anderen TENS-Gerät aus Tests und Empfehlungen ist von EMS die Rede. Dies ist eine Abkürzung für „Elektrische Muskelstimulation“. Dadurch können ebenfalls Muskelschmerzen gelindert werden. Der Fokus liegt hier jedoch auf dem Muskelaufbau.

Dies spielt nach Unfällen oder Krankheiten eine Rolle, bei denen der Patient lange bettlägerig war und dadurch Muskeln abgebaut hat. Generell kann EMS durch die elektrischen Impulse und die daraus folgenden Muskelkontraktionen dabei unterstützen, die Mobilität wiederherzustellen. Aber auch zum Aufwärmen der Muskeln beim Sport kann ein Gerät mit EMS-Funktion einsetzt werden. Da der Strom dabei nur sehr gering ist, kommt EMS auch als Entspannungsmethode der Muskeln gerade bei Sportlern infrage. Zusammengefasst sind die Anwendungsgebiete:

  • Schonender Muskelwiederaufbau
  • Gezielter Kraftaufbau auch ohne Sport
  • Verbesserte Fettverbrennung
  • Aufwärmen oder Entspannen der Muskeln

Wichtig bei der Unterscheidung: EMS richtet sich nur an die Muskeln, nicht an die Nerven. Diese werden nur von TENS-Geräten beeinflusst, wodurch der Stoffwechsel und die Durchblutung angeregt und Heilungsprozesse beschleunigt werden können.

Viele TENS-Geräte aus Tests und Vergleichen weisen auch eine EMS- und sogar Massage-Funktion auf, aber längst nicht alle. Somit eignet sich nicht jedes Reizstromgerät für jeden Anwendungsbereich. Daher ist es umso wichtiger, sich vorher mit seinem Arzt oder Therapeuten zu besprechen, welche Art der elektrischen Stimulation bei der Behandlung wirklich gefragt ist. Andernfalls ist der Einsatz eines EMS- oder TENS- Gerätes wirkungslos.

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TENS-Gerät kaufen: Auf diese Merkmale achten

Tests und Vergleiche der TENS-Geräte bieten einen guten Überblick über die verschiedenen Modelle, die es zu kaufen gibt. Um das passende TENS-Gerät zu finden, sind aber nicht nur Testnoten wichtig, denn die Geräte unterscheiden sich von den Funktionen und Programmen. So kann ein TENS-Gerät zwar Testsieger, aber nicht ideal geeignet für die Behandlung bestimmter Schmerzen sein. Daher sollten sich Interessenten vor dem Kauf deutlich vor Augen führen, welche Schmerzen, wo und wie stark behandelt werden müssen. Des Weiteren spielen die folgenden Merkmale eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden TENS-Gerätes:

  • Anzahl der Elektroden-Pads
  • Umfang und Art der Funktionen und Programme
  • Sicherheitsfunktionen wie Abschaltautomatik
  • Art der Stromversorgung

Anzahl der Elektroden-Pads

Die Anzahl der Elektroden-Pads wird durch die Kanalanzahl bestimmt. Durch die Kanäle, also Kabel, fließt der Strom zu den Pads. Ein Kanal endet meistens in zwei Elektroden-Pads. Das heißt, wenn ein TENS-Gerät über zwei Kanäle verfügt, stehen dem Patienten vier Pads zur Verfügung. Bei vier Kanälen wären es acht Pads. Mit mehr Pads können auch mehr Körperbereiche auf einmal erreicht und stimuliert werden. Wie viel der Nutzer benötigt, hängt von der Art der Schmerzen und Beschwerden ab. Meistens kommen acht Pads nur dann infrage, wenn bspw. eine Rückenmassage simuliert oder Bauchmuskelgruppen per EMS stimuliert werden sollen. Außerdem zu beachten: Je mehr Elektroden-Pads, desto schwieriger ist es, damit zu hantieren.

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Umfang und Art der Funktionen und Programme

Es gibt einfache TENS-Geräte und Kombinationsgeräte mit EMS oder mit einer Massage-Funktion. Die TENS-Geräte im Vergleich sind überwiegend zusätzlich mit einer EMS- oder Massage-Funktion ausgestattet. Was dann sinnvoll ist, hängt von der Behandlungsart ab. Grundsätzlich unterscheiden sich die Geräte preislich aber nicht sehr stark, ob sie nun Zusatzfunktionen bieten oder nicht.

Gleiches gilt für die Anzahl und Auswahl der einzelnen Programme. Am Preis lässt sich nicht festmachen, wie umfangreich ein TENS-Gerät ausgestattet ist. Das heißt, beim Vergleich der Geräte sollte genau hingeschaut werden. Praktisch sind auch Speicherfunktionen, bei denen das Reizstromgerät die individuell eingestellten Parameter, Impulse und Programme speichert, damit der Nutzer diese Einstellungen das nächste Mal schnell abrufen kann.

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Sicherheitsfunktionen wie Abschaltautomatik

Die Sicherheit während der Nutzung eines Reizstromgerätes ist sehr wichtig. Schließlich wird hier mit Strom hantiert. Wer sich ein TENS-Gerät kaufen möchte, sollte daher darauf achten, dass dieses über eine Abschaltautomatik verfügt. Denn gerade, wenn der Nutzer die Anwendung als sehr angenehm empfindet, kann die Behandlungszeit in Vergessenheit geraten. Diese einzuhalten oder nicht zu sehr zu überschreiten, ist aber wichtig. Andernfalls kann es nämlich zu einer Überreizung kommen, bei der sich die Schmerzen oder andere Beschwerden sogar verschlimmern können. Mit einer Abschaltautomatik passiert das nicht. Bei vielen TENS-Geräten können Nutzer die exakte Behandlungsdauer einstellen.

Art der Stromversorgung

Die meisten TENS-Geräte im Vergleich funktionieren mit Batterien oder integrierten Akkus. Dies hat den Vorteil, dass der Nutzer mobil und nicht von einer Steckdose abhängig ist. Für gewöhnlich sind herkömmliche AAA-Batterien beziehungsweise -Rundzellen erforderlich. Es gibt auch EMS-/TENS-Geräte mit Netzteil. Diese bieten den Vorteil, dass die Stromversorgung des Gerätes über die Steckdose immer mit gleicher Power gewährleistet ist und nicht darauf geachtet werden muss, ausreichend neue Batterien parat zu haben.  

Wie viel kosten TENS-Geräte – und übernimmt es die Krankenkasse?

EMS- und TENS-Geräte sind kosten in der Regel nicht mehr als 60 Euro. Die TENS-Geräte im Vergleich liegen preislich sogar in der Mehrheit unter 50 Euro. Es gibt aber auch Reizstromgeräte, die mit über 100 Euro zu Buche schlagen. Dabei unterscheiden sich Funktionsumfang und Qualität aber nicht so stark von den günstigeren Modellen.

Viele Krankenkassen erstatten ihren Versicherten die Anschaffungskosten für ein TENS-Gerät. Ob und in welchem Maße hängt aber von der jeweiligen Krankenkasse ab und davon, ob die Behandlung vom Arzt verordnet wurde. Einige Krankenkassen bieten die Möglichkeit, TENS-Geräte zu mieten. Dies ist vor allem sinnvoll, wenn die Behandlungsdauer über einen absehbaren Zeitraum erfolgt. Es kommt hier also immer auf den individuellen Fall und die Krankenkasse an, ob eine Kostenübernahme erfolgt.

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Die besten TENS-Geräte im Vergleich

Beurer EM49 TENS-Gerät: Testsieger durch sehr gute Noten in mehreren Vergleichen

In verschiedenen TENS-Geräte-Tests und -Vergleichen überzeugte das Beurer EM49 und erhielt sehr gute Bewertungen. Damit handelt es sich um ein zuverlässiges TENS-Gerät mit umfangreicher Ausstattung und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. So bietet das Gerät 70 Programme in den Bereichen:

  • Linderung der Schmerzen (TENS)
  • gezieltes Training von Muskeln (EMS)
  • Lösen von Verspannungen per Massage-Funktion

Von den zahlreichen Anwendungen sind 64 vorprogrammiert und sechs individuell einstellbar. Auch kann der Nutzer per Timer festlegen, wie lang die Behandlung dauern soll. Hier ist eine Auswahl zwischen 5 und 100 Minuten möglich. Mit der Abschaltautomatik schaltet sich das TENS-Gerät bei Erreichen der gewünschten Zeit wieder aus. So ist eine präzise und sichere Therapie möglich.

Die Einstellungen und Programmauswahl erfolgen einfach über verschiedene Tasten am Gerät. Auf dem LC-Display leuchten das gewählte Programm, die Frequenz und die Behandlungszeit auf. Somit hat der Nutzer die Einstellungen gut im Blick. Damit die notwendige Behandlungsmethode bei so viel Auswahl nicht immer neu eingestellt oder gesucht werden muss, bietet das Beurer EM49 die „Doctor’s Function“. Mit dieser Funktion merkt sich das Gerät die individuellen Einstellungen der Therapie und aktiviert diese beim Einschalten.

  • Kanäle: 2
  • Programme: 70
  • Frequenzbereich: bis 150 Hertz
  • Stromversorgung: AAA-Batterien

Vorteile:

  • EMS-Funktion
  • Massage-Funktion
  • Timer-Funktion mit Abschaltautomatik
  • Doctor’s Function
  • Gürtelclip
  • Getrennt einstellbare Kanäle

Nachteile:

  • Keine Aufbewahrungstasche

Preis-Tipp: Dittmann TEN 240

Das preiswerteste TENS-Gerät im Vergleich kostet aktuell aber 39 Euro. Es ist das Dittmann TEN 240, ein reines TENS-Gerät, das keine EMS-Funktion hat. Was es mitbringt, sind 13 Anwendungsprogramme. Im Vergleich ist das eine überschaubare Anzahl an Programmen. Diese senden die Reizströme in verschiedenen Frequenzbereichen zwischen einem und 100 Hertz aus. Welches Programm ausgewählt ist und die eingestellten Frequenzen, zeigt das LC-Display an.

Über zwei Kanäle laufen die Reizströme, womit die Anwendung mit vier selbstklebenden Elektroden-Pads erfolgt. Dabei können unterschiedliche Frequenzen für die zwei Kanäle eingestellt werden. Mit Tasten am Gerät lassen sich die Frequenzen erhöhen oder verringern, auch während der Behandlung. Außerdem gibt es eine Timer-Funktion und eine Abschaltautomatik. Damit können individuelle Behandlungszeiträume festgelegt werden und die Therapie sicher erfolgen. Mit AAA-Batterien versorgt sich das Gerät mit Strom. Diese sind im Lieferumfang enthalten, so ist es sofort einsatzbereit.

Mit der CE-Kennzeichnung ist das Dittmann TEN 240 als medizinisches Produkt zugelassen.

  • Kanäle: 2
  • Programme: 13
  • Frequenzbereich: bis 100 Hertz
  • Stromversorgung: AAA-Batterien

Vorteile:

  • Timer-Funktion
  • Abschaltautomatik
  • getrennt einstellbare Kanäle
  • 36 Monate Garantie
  • günstig

Nachteile:

  • kein EMS
  • keine Massage-Funktion
  • wenige Programme

Sanitas SEM 43: Vielseitig mit besten Ergebnissen in Tests und Vergleichen

Das Sanitas SEM 43 ist ein vielseitiges TENS-Gerät, wie Vergleichstest zeigen. Denn neben den 50 Programmen, wovon der Nutzer 20 individuell einstellen kann, bietet das Gerät auch eine EMS-Funktion. Mit dieser elektrischen Muskelstimulation ist ausgiebiges Muskeltraining und Muskelregeneration möglich. Außerdem bietet das TENS-Gerät von Sanitas eine Massage-Funktion. Diese sorgt für Entspannung beanspruchter oder verhärteter Muskelgruppen.

Über die Tasten kann der Nutzer die gewünschte Funktion und die einzelnen Programme einfach einstellen. Auf dem beleuchteten Display zeigt das Gerät dann die Behandlungsmethode, das Programm, die Frequenz und Laufzeit an. Per Timer kann nämlich auch diese eingestellt werden. Die gewünschten Einstellungen kann sich das Gerät mit der Doctor’s Function merken, sodass die erforderlichen Einheiten nicht immer wieder aufs Neue eingestellt werden müssen und die Therapie gleichbleibend fortgesetzt werden kann.

Die Intensität der Impulse lässt sich auch während der Behandlung erhöhen oder reduzieren. Praktisch ist aber auch die Tastensperre. Dadurch vermeidet der Nutzer, dass das Gerät während der TENS-Behandlung versehentlich ausgeschaltet oder verstellt wird. Außerdem sorgt die Abschaltautomatik für mehr Sicherheit bei der Therapie. Denn nachdem die erforderliche Behandlungszeit abgelaufen ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Dadurch kommt es nicht zur Überstimulation, falls der Nutzer die Zeit aus den Augen verliert.

  • Kanäle: 2
  • Programme: 50
  • Frequenzbereich: bis 150 Hertz
  • Stromversorgung: AAA-Batterien

Vorteile:

  • EMS-Funktion
  • Massage-Funktion
  • Timer-Funktion und Abschaltautomatik
  • getrennt einstellbare Kanäle
  • Doctor’s Function
  • Ansteckclip

Nachteile:

  • Keine Aufbewahrungstasche

Axion STIM-PRO X9+: Mehr Kanäle für breitere Anwendung

Das Axion STIM-Pro X9+ ist ein TENS-Gerät aus Tests und Vergleichen, das nicht nur zwei Kanäle und somit vier Elektroden-Pads bietet: Mit vier Kanälen ausgestattet kann der Nutzer acht Pads während einer Anwendung nutzen. Das kann besonders bei EMS-Therapie und Massagen ein Vorteil sein. Denn dadurch lässt sich eine breitere Körperregion behandeln. So kann der Nutzer zum Muskeltraining durch EMS die Elektroden an Brust, Schultern, Armen, Beinen, Oberschenkeln, am Nacken und Po ansetzen. Dabei sind die vier Kanäle getrennt einstellbar, sodass eine individuelle Behandlung problemlos möglich ist. Auch bei der Auswahl von 37 festen und 8 verstellbaren Programmen dürfte jeder die für seine Therapie nötigen Anwendungen finden.

Die Einstellungen erfolgen über Knöpfe am Gerät, die von einer Abdeckung geschützt sind. Das ist auch während der Behandlung hilfreich, da sich das TENS-Gerät so nicht unabsichtlich verstellen kann. Auf dem leuchtenden Display erscheinen die vorgenommenen Einstellungen zur Stromintensität, zu den Frequenzen, zum gewählten Programm sowie die Behandlungszeit. Letztere lässt sich individuell einstellen, aber nur bis zu 60 Minuten. Für einige Therapieformen könnte das zu kurz sein. Dennoch bietet das Axion STIM-PRO eine Abschaltautomatik, durch die sich eine Überstimulation verhindern lässt.

Die Vorteile dieses TENS-Gerät liegen ganz klar auf den vier Kanälen und der Vielseitigkeit. Allerdings kostet es aktuell über 180 Euro. Das ist im Vergleich zu den anderen TENS-Geräten teuer. Dafür bieten diese nur zwei Kanäle.

  • Kanäle: 4
  • Programme: 45
  • Frequenzbereich: 2 bis 150 Hertz
  • Stromversorgung: AA-Batterien

Vorteile:

  • EMS-Funktion
  • Massage-Funktion
  • Timer-Funktion und Abschaltautomatik
  • getrennt einstellbare Kanäle
  • Transportkoffer

Nachteile:

  • Timer nur 60 Minuten
  • teuer

Prorelax Duo: Im Netz das beliebteste TENS-Gerät

Welches TENS-Gerät im Vergleich nicht fehlen darf, ist das Prorelax Duo. Dieses zeichnet sich durch eine hohe Beliebtheit in Online-Shops aus: Über Zehntausende Nutzer bewerten das Gerät im Durchschnitt mit 4,6 Sternen. Das ist eine sehr gute Quote, woraus sich eine eindeutige Empfehlung für das TENS-Gerät mit EMS-Funktion ergibt. Im Vergleich zeigt sich aber, dass die Programmauswahl hier mit nur acht Stück sehr begrenzt ist. Es erreicht zudem nur bis zu 60 Hertz. Andere wie der Vergleichs- beziehungsweise Testsieger bieten hier mehr als Doppelte.

Diese eingeschränkte Auswahl und reduzierten Einstellungsmöglichkeiten erlauben eine fokussierte Nutzung, ohne sich in den Optionen zu verlieren. Hier ist es aber umso wichtiger, vorher mit dem Arzt oder Physiotherapeuten genau abzuklären, welche Einstellungen zur erfolgreichen TENS- oder EMS-Therapie erforderlich sind.

Was aber dabei ist, sind zwei getrennt einstellbare Kanäle, damit die Impulse zielgerichteter eingesetzt werden können. Auch eine Timer-Funktion gibt es. Dabei stehen 12 Behandlungszeiten zwischen 5 und 60 Minuten zur Verfügung. Nach Ablauf der eingestellten Behandlungsdauer schaltet sich das TENS-Gerät zudem automatisch ab, was den Nutzer vor einer Überstimulation schützt. Besonders praktisch: Beim Prorelax Duo ist eine Aufbewahrungstasche dabei.

  • Kanäle: 2
  • Programme: 8
  • Frequenzbereich: 2 bis 60 Hertz
  • Stromversorgung: AAA-Batterien

Vorteile:

  • EMS-Funktion
  • Timer-Funktion und Abschaltautomatik
  • getrennt einstellbare Kanäle
  • Aufbewahrungstasche

Nachteile:

  • keine Massage-Funktion
  • wenige Programme

TENS-Gerät richtig nutzen: Was gibt es zu beachten?

Wer sich für ein TENS-Gerät entschieden hat, sollte sich vom Arzt oder Physiotherapeuten zur Benutzung einweisen lassen. Dieser erklärt, wo genau die Elektroden angelegt werden müssen, damit die Reizstromtherapie wirken kann und die Beschwerden lindert. Auch legt er fest, welche Intensität für den Patienten hilfreich ist und wie oft das TENS-Gerät zum Einsatz kommt. Meistens werden TENS-Geräte mehrmals täglich für 15 bis 45 Minuten über einen Zeitraum von mehreren Wochen genutzt.

Zusätzlich ist es ratsam, die Gebrauchsanweisung des Gerätes genau durchzulesen und sich Zeit dafür zu nehmen, sich vor der ersten Behandlung mit dem EMS-/TENS-Gerät vertraut zu machen. Hierbei besonders wichtig für Nutzer:

  • das An- und Ausschalten des Gerätes
  • die Reihenfolge der Schritte, damit das TENS-Gerät betriebsbereit ist
  • wie genau die Einstellung der vom Arzt vorgegebenen Behandlungsparameter und erforderlichen Frequenz erfolgt
  • die Handhabung der Elektroden

Letzteres muss sicher und korrekt erfolgen, damit die Therapie wirkt. Vor dem Anlegen der Elektroden muss die Haut gegebenenfalls gesäubert werden. Denn es ist wichtig, dass die Haut sauber, trocken und fettfrei ist. Hierfür kommt milde und unparfümierte Seife infrage. Auch das Rasieren von Hautpartien kann in manchen Fällen erforderlich sein.

Nach der Anwendung sollten die Elektroden wieder sorgfältig in ihre Verpackung oder Schutzhülle gelegt werden, damit sie möglichst lange zuverlässig ihren Dienst erfüllen. Gleichzeitig ist es nicht empfehlenswert, die Elektroden-Pads selbst zu reinigen, da hierbei die selbstklebende Gel-Schicht beschädigt werden kann.

Pflegetipps für die Haut: Vor allem, wenn die Behandlung mit einem TENS-Gerät sehr häufig erfolgt, ist es sinnvoll, die Haut direkt nach der Behandlung auf Reizungen zu untersuchen. Das Auftragen einer feuchtigkeitsspendenden Creme beugt zudem dem Austrocknen der Hautpartien vor.

Für wen sind Reizstromgeräte nicht geeignet?

Ob TENS oder EMS: Diese Form der Elektrotherapie ist nicht für jeden geeignet. Wer sich in den beschriebenen Anwendungsgebieten wiederfindet, sollte sich daher nicht auf eigene Faust ein TENS-Gerät kaufen und mit der Therapie beginnen. Eine Besprechung mit dem Arzt oder Physiotherapeuten ist sehr wichtig, um herauszufinden, ob TENS oder EMS wirklich die passende Therapieform ist und ob es überhaupt für einen infrage kommt.

Ungeeignet ist die Reizstromtherapie für Personen

  • mit Herzschrittmachern und anderen eingepflanzten elektrischen Geräten
  • die Thrombosen in Arterien oder Venen haben
  • mit Epilepsie
  • die schwanger sind (zumindest sollte TENS/EMS dann nicht in der Bauchregion angewendet werden)
  • mit schmerzhafter Borreliose und Meningitis
  • die psychischen Erkrankungen wie Depressionen haben
  • mit Parkinson

Außerdem sollten EMS- und TENS-Geräte nicht angewendet werden:

  • bei Fieber oder Infektionen
  • auf entzündeten Haustellen, Geschwüren oder offenen Wunden (zur Wundbehandlung dürfen die Elektroden des EMS-/TENS-Gerätes nicht direkt auf die Wunde gesetzt werden)
  • in der Herzregion, am Brustkorb oder im Bereich der Halsschlagader
  • im Bereich von Augen und Mund

Reizstromgeräte benötigen nur wenig Strom, um die elektrischen Impulse zu erzeugen und gelten als nebenwirkungsfrei – aber nur bei korrekter Anwendung und wenn keine Risiken durch die oben genannten Faktoren vorhanden sind.

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Fazit: TENS-Gerät gut überlegt kaufen

Die Einsatzgebiete eines TENS-Gerätes sind vielfältig: Die elektrische Stimulation kann bei Gelenk- und Muskelschmerzen helfen, bei Migräne, Phantomschmerzen oder zur Unterstützung der Wundheilung und vielen anderen Schmerzen. Außerdem gibt es TENS-Geräte mit EMS-Funktion. Durch EMS erweitern sich Anwendungsgebiete noch mal auf gezielte Muskelstimulation. So können Muskelgruppen trainiert werden und beispielsweise nach einem Unfall dabei helfen, die Mobilität des Patienten wieder herzustellen. Aber auch zum Aufwärmen oder bei Verhärtungen ist eine EMS-Behandlung hilfreich. Wieder andere TENS-Geräte bieten eine Massage-Funktion, die gezielt der Entspannung einzelner Muskelgruppen dient.

Bei einem TENS-Gerät spielt die Anzahl der Kanäle eine Rolle. Diese bestimmt, wie viele Elektroden zur Verfügung stehen und damit, wie großflächig die Behandlung erfolgen kann. Aber auch die Möglichkeiten, Programme individuell einstellen zu können, kann für den einen besonders wichtig sein. Letztlich sollte jeder genau wissen, welche Schmerzen behandelt werden sollen, wie lange die Behandlung erfolgt und auf welche Weise. Daher ist die Rücksprache mit Experten wie Ärzten und Physiotherapeuten vor dem Kauf eines TENS-Gerätes essenziell. Denn egal ob das TENS-Gerät Testsieger, Preis-Tipp oder eine Empfehlung ist: Es kommt immer auf den persönlichen Einzelfall an, wie hilfreich das Gerät wirklich ist.

Abschließend noch mal der Hinweis, dass die TENS- und EMS-Therapie an sich ungefährlich mit verschwindend geringen Nebenwirkungen ist. Aber es gibt Fälle, in denen von elektrischer Stimulation abgesehen werden sollte. Von Epilepsie über Schwangerschaft bis Herzschrittmacher sind die Gründe gegen eine solche Therapie genauso vielfältig wie die Anwendungsgebiete. Deshalb gilt auch bei diesem Aspekt: erst mit dem Arzt oder dem Physiotherapeuten über eine TENS- oder EMS-Behandlung sprechen.

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