12. Oktober 2026, 20:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Gesund trotz Übergewicht? Lizzo (38) sagt: Ja. Bei ihrem höchsten Gewicht sei sie „extrem gesund“ gewesen – und meint damit insbesondere ihre Blutwerte. Auch auf die Ozempic-Gerüchte gab sie eine Antwort.
Seit Jahren ist Lizzo nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrem Gewichtsverlust ständig in den Schlagzeilen. Die Sängerin begann ihre „Abnehm-Reise“ im Jahr 2023 und hat Berichten zufolge seitdem rund 27 Kilogramm abgenommen. Eine Transformation, die sich sicherlich nicht nur optisch, sondern auch gesundheitlich bemerkbar machen dürfte. Übergewicht kann sich bekanntlich schlecht auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel auswirken, der Gewichtsverlust dafür positiv. Doch wie war es bei Lizzo?
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Hohes Gewicht gleich ungesund?
So sagte Lizzo in der „Jason Lee Show“, sie sei bei ihrem höchsten Gewicht „extrem gesund“ gewesen, auch ihre Blutwerte seien es gewesen. Ganz abwegig ist das tatsächlich nicht: Etwa ein Drittel der Menschen mit Adipositas gilt als stoffwechselgesund, hat also normale Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerte.1 Aber nur weil dies der Fall ist, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass hohes Gewicht gleich gesund ist.
Lizzo selbst räumt nämlich auch ein, dass ihr Gewicht sie körperlich belastete. Gelenk- und Rückenschmerzen hätten ihr die Arbeit erschwert. Ein hohes Gewicht erhöht das Risiko für Gelenkarthrose und Rückenschmerzen, unabhängig von den Blutwerten. Zudem sind gute Laborwerte oft nur eine Momentaufnahme.
So legt eine 30-jährige Langzeitstudie nahe, dass die „gesunde Adipositas“ für viele nur ein Übergangszustand ist.2 Über zehn bis 20 Jahre entwickelt ein erheblicher Teil dieser Menschen doch Störungen im Fett- und Zuckerstoffwechsel oder ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Lizzos Beobachtung ist also nicht per se falsch, beweist aber auch nicht, dass sie mit dem hohen Gewicht auf lange Sicht gesund geblieben wäre.
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„Einfach die Wissenschaft“
In der „Jason Lee Show“ wurde Lizzo direkt darauf angesprochen, ob sie dem Beispiel anderer Prominenter folgen und GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion nehmen würde. Ihre Antwort fiel unmissverständlich aus: „Weißt du, was so verrückt ist? Ich werde niemals ein GLP-1 nehmen.“ Eine klare Absage also an die Abnehmspritze.
In einem früheren FITBOOK-Artikel haben wir bereits einen Blick darauf geworfen, wie Lizzo ihren Gewichtsverlust gemeistert hat. Zum Stand des Artikels hatte sie bereits 16 Prozent Körperfett verloren. Sie trainierte dafür dreimal pro Woche, machte Cardio und ging täglich in die Sauna. Dazu aß sie wieder tierisches Eiweiß und habe mithilfe eines Kochs ein Kaloriendefizit aufrechterhalten.
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Mentale Belastung: Zwischen Image und Freude
Doch nicht nur körperlich belastete Lizzo ihr Gewicht, auch mental. So offenbarte sie, wie viel Raum ihr Körper und ihr Gewicht in ihrem Alltag einnahmen. Seit ihrem elften Lebensjahr habe sie jeden einzelnen Tag darüber nachgedacht. Damit sollte endlich Schluss sein: „Ich glaube, ich will nicht abnehmen, ich will nicht zunehmen – ich will einfach gar nicht mehr über Gewicht nachdenken.“
Hinzu kommt der Blick der Öffentlichkeit. Lange habe man sie auf eine Rolle festgelegt: „Immer das glückliche, dicke, schwarze Mädchen“. Als sie abnahm, hieß es plötzlich, sie ruiniere ihre Marke. Lizzo fragte sich daraufhin: „Ist meine Marke etwa, dick zu sein?“ Ihre Antwort: Ihre Marke sei Freude, und die könne sie bei jeder Körpergröße empfinden. Das Wort „fett“ habe sie entwaffnet, sagt sie, es könne ihr nun nicht mehr wehtun. Ihre Abnehm-Reise begann in einer dunklen Zeit, in der sie nicht rundum froh war. Heute sei sie „immer noch fröhlich und, na ja, gesund. Ich bin nur kleiner geworden.“