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Der Klassiker

Was Kamillentee wirklich alles kann

Eine Tasse Kamillentee auf einem Holztisch
Speziell bei Magenbeschwerden schwören viele Deutsche auf Kamillentee
Foto: Getty Images

Als Klassiker unter den Tees ist er in nahezu allen Deutschen Teeregalen zu finden und das nicht zu Unrecht: Mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten besticht er als kleines Hausmittelchen bei kleinen und größeren Beschwerden. FITBOOK verrät die vielseitigen Kräfte des Kamillentees und warum man ihn ruhig wieder öfter genießen sollte.

Kamille – Blüte mit ungeahnten Kräften

Schon die alten Ägypter wussten die Pflanze mit den gelben Blüten zu schätzen und verehrten sie als Blume des Sonnengottes Re (teilweise auch Ra genannt). Und das zu Recht, denn die Kamille verfügt über viele heilende Eigenschaften: Sie enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie ätherische Öle und Flavonoide. Mit heißem Wasser aufgegossen, kann die Blüte als Kamillentee bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern helfen.

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Die vielseitige Wirkung von Kamillentee

Mit seiner entspannenden und entkrampfenden Wirkung ist Kamillentee besonders bei Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Sodbrennen als Tee vor den Mahlzeiten hilfreich. Auch Menstruationsbeschwerden können dank des Tees gelindert werden. Eine Tasse Kamillentee kann generell in Stresssituationen wahre Wunder wirken und so beispielsweise Schlafstörungen mindern.

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Kraftvoller Entzündungshemmer

Auch bei äußerlicher Anwendung kann ein abgekühlter Kamillenaufguss gegen leichte Hautunreinheiten wie Akne, Entzündungen, Ausschläge oder Verletzungen wie Schürfwunden helfen. Selbst bei geringen Zahnfleischentzündungen oder Halsschmerzen ist es schmerzlindernd, mit lauwarmem Kamillentee zu gurgeln. Bei Schnupfen oder Husten ist es wiederum empfehlenswert, den heißen Dampf zu inhalieren.

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So wird Kamillentee zubereitet

Der Teil mit den meisten Wirkstoffen liegt in den Blüten der Kamille. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, sollten daher ausschließlich die getrockneten Kamillenblüten für einen Tee verwendet werden.

Für eine Tasse Kamillentee werden etwa zwei bis drei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten mit 250 ml kochendem Wasser aufgegossen, die Tasse abgedeckt und alles muss dann für rund 5 bis 8 Minuten ziehen. Anschließend den Aufguss durch ein Sieb abgießen und den Tee warm trinken. Für eine Anwendung im Mund- und Rachenbereich ist eine deutliche längere Ziehzeit empfehlenswert. Allerdings sollte der Tee vor der Anwendung gut abkühlen, bis er nur noch lauwarm ist.

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Welcher Kamillentee ist der Beste?

Es gibt verschiedene Arten von Kamille. Die mit der besten Wirkung ist die „Echte Kamille“ (bot. Matricaria chamomilla). Diese wächst mittlerweile in ganz Europa auf Äckern und Wiesen, und könnte entsprechend selbst gepflückt und getrocknet werden. Für alle, denen das zu kompliziert ist, stellt die getrocknete Kamille aus dem Handel eine Alternative dar. Die Filterbeutel aus dem Supermarkt sind jedoch weniger effektiv, da diese durch die Zerkleinerung einen großen Teil ihrer Wirksamkeit verlieren und sogar mit Pestiziden belastet sind. Daher sind die getrockneten Blätter aus biologisch angebauter Kamille, wie sie im Bioladen oder auch in der Apotheke erhältlich sind, von bedeutend besserer Qualität.

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Kamillentee

Kamillenblütentee lindert Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und leichte Krämpfe

Nebenwirkungen: Kann Kamillentee schädlich sein?

Schwangere, Stillende sowie Patienten mit Blutverdünnern sollten die Einnahme zudem immer mit dem behandelnden Arzt abklären. Auch Menschen, die unter einer Pollenallergie leiden, sollten hier vorsichtig sein und den Tee erst einmal langsam auf seine Verträglichkeit testen. Der Tee stellt auch keinen Ersatz für notwendige Medikamente dar.

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Keinesfalls sollte ein zu Hause aufgebrühter Kamillentee bei Augenentzündungen angewendet werden. Schon kleinste Verunreinigungen können zusätzliche Reizungen sowie eine Verschlimmerung der Infektion bewirken.

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