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Wunden, Kratzer, Entzündungen

5 Lebensmittel, die den Körper bei der Heilung unterstützen

Bei Verletzungen können bestimmte Lebensmittel die Heilung unterstützenFoto: Getty Images/ Collage: FITBOOK

Wunden, Kratzer, Entzündungen – der Körper schafft es meist von selbst, sich von kleineren und größeren Verletzungen und ihren Folgen zu erholen. Doch gibt es Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe die Heilung nachweislich beschleunigen.

Sei es nach einer Operation oder das blutige Knie nach dem Sturz vom Rad: Bestimmte Lebensmittel können dabei helfen, die Heilung von Wunden zu beschleunigen. Denn einige wesentliche Inhaltsstoffe reduzieren wirksam Entzündungen, verbessern die Immunfunktion und helfen so dabei, schneller wieder gesund zu werden. FITBOOK stellt fünf von ihnen vor.

1. Geflügel

Geflügel wie Truthahn oder Hähnchen enthalten wertvolle Aminosäuren, darunter Glutamin und Arginin. Beide Stoffe spielen eine Schlüsselrolle bei der Wundheilung. So bietet Glutamin den Zellen, die an den Heilungsprozessen beteiligt sind, besonderen Schutz vor Infektionen während ihrer Regenerationsphase und fangen zudem oxidativen Stress ab. Arginin spielt diesem Vorgang perfekt in die Hände, indem es die Kollagenproduktion ankurbelt.1 Ausreichend Kollagen ist wichtig, damit die Haut wieder schön ebenmäßig und möglichst ohne Narben zusammenwächst. Für vegan und vegetarisch lebende Menschen sind Soja-Bohnen eine mindestens so gute Glutamin- und Arginin-Quelle.

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2. Grünkohl

In den Blättern des Kreuzblütengewächses steckt eine wahre Heil-Apotheke. Da wäre zu einem Vitamin K, das für die Blutgerinnung und damit Wundheilung unabdinglich ist. Und davon steckt so viel in Grünkohl, dass 100 Gramm den Tagesbedarf achtmal decken. Außerdem enthält das Gemüse – wie alle Kreuzblütler – Senfölglycoside. Das sind Verbindungen, die der Körper in Isothiocyanate umwandelt. Isothiocyanate stärken das Immunsystem, indem sie Entzündungen unterdrücken, die Immunabwehr aktivieren und sogar den Tod von Krebszellen herbeiführen.2 Obendrein enthält Grünkohl viel Vitamin C, ohne das ebenfalls keine Verletzung heilen kann. Das macht Grünkohl, beziehungsweise grünes Blattgemüse zu einem hervorragenden Lebensmittel zur Heilung auch von Operationsnarben.3

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3. Sauerkraut

Als probiotisches Lebensmittel stecken im Sauerkraut Milliarden nützlicher Bakterien, die nicht nur unserem Darm zugutekommen, sondern auch der Haut. So regen einige von ihnen die Produktion von Ceramiden an, welche Feuchtigkeit in der Haut einschließen und vor Akne-auslösenden Bakterien schützen.4 So halten Probiotika laut neueren Forschungen nicht nur die Haut gesund, in ihnen steckt auch großes Potenzial, die Heilung von Hauterkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Akne, UV-Schäden und allergischen Entzündungen effektiv zu beschleunigen.5

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4. Ghee

Ghee (geklärte Butter) ist seit Jahrtausenden Bestandteil der ayurvedischen Küche sowie Heilslehre. Es enthält Butyrat, eine Fettsäure mit extrem entzündungshemmenden Eigenschaften. Da jede Verletzung immer auch zu einer Entzündung führt, unterstützt Ghee damit den natürlichen Heilungsprozess und greift dem Immunsystem unter die Arme. Äußerlich aufgetragen beschleunigt das Lebensmittel die Heilung von Prellungen, Verbrennungen oder Hautausschlägen.6 Übrigens hilft Ghee dem Körper dabei, Nährstoffe besser aufzunehmen. Und diese wiederum unterstützen die körpereigenen Selbstheilungskräfte.

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5. Kurkuma

Das in Kurkuma enthaltende Curcumin besitzt signifikante entzündungshemmende, antioxidative, antikarzinogene, gerinnungshemmende und antiinfektiöse Eigenschaften.7 Das gilt vor allem für die äußerliche Anwendung. Worin das Tausendsassa-Gewürz tatsächlich unschlagbar ist, ist die Fähigkeit, Narbenbildung zu verhindern. Das funktioniert so gut, dass Forscher aus der Schweiz einen speziellen Kurkuma-Heilungsschaum entwickelten, der offene Wunden in kürzester Zeit schließt und Haut so glatt und zart zurücklässt, als wäre ihr an dieser Stelle nie ein Härchen gekrümmt worden.8 Doch bevor jetzt jemand selbst mit DIY-Kurkumapackungen experimentiert, zuvor immer ärztlichen Rat einholen.

Quellen