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Chinesische Forscher glauben

Diese Zubereitung könnte Brokkoli noch gesünder machen

aufgeschnittener Brokkoli
Grob schneiden und kochen – kann man machen. Eine speziellere Zubereitungsmethode soll jedoch einige Vorteile bringen.
Foto: Getty Images

Mit seinen vielen Vitaminen und Mineralstoffen ist Brokkoli ein besonders wertvolles Gemüse. Und offenbar besonders, wenn man vor und nach dem Kochen etwas Bestimmtes beachtet. Das Ganze hat aber leider einen kleinen Haken …

In Brokkoli steckt viel Sulforaphan. Der sekundäre Pflanzenstoff aus der Gruppe der Glucosinolaten wird von Wissenschaftlern als starkes Antioxidans gehandelt, das sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken und die Darmgesundheit schützen soll. Es wird sogar eine krebsvorbeugende Wirkung diskutiert, was Sulforaphan in den Fokus der Forschung gerückt hat. Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Stoff.

Eine Gruppe chinesischer Wissenschaftler hat sich intensiver mit dem Glucosinolat im frischen bzw. gekochten Lebensmittel auseinandergesetzt. Dabei zeigte sich, dass sein Gehalt in Brokkoli maßgeblich von der Art der Zubereitung beeinflusst wird. Details zur Untersuchung findet man in der „ACS Publications“-Medizindatenbank.

Braten, nicht kochen!

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FITBOOK hat darüber mit Ernährungswissenschaftler Sven-David Müller gesprochen. Er bestätigt, dass die Art der Zubereitung die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe aus Lebensmitteln – sprich: „was und wie viel davon in den Körper geht“ – beeinflusst. „Das trifft auf viele Substanzen zu und ist keine Neuheit.“ Spannend an der chinesischen Untersuchung sei, wie die Bioverfügbarkeit von Sulforaphan erhöht worden sein soll. Für gewöhnlich sei es so, dass sich durch starke Hitzeeinwirkung und/oder Sauerstoffkontakt die biologische Aktivität verändert, verringert oder sogar ganz zerstört.

Muss man Brokkoli jetzt immer 1,5 Stunden „atmen“ lassen?

Winzig klein geschnittenes Gemüse (in der Studie waren es etwa zwei Millimeter) ist nicht jedermanns Sache. Wenn Sie Ihren Brokkoli gern in Röschen essen wollen, können Sie das natürlich weiterhin machen – neben Sulforaphan enthält er schließlich noch viel anderes Gutes. Müller: „Brokkoli gehört zu den potentesten Lebensmitteln hinsichtlich der Lieferung von Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.“

An Vitamin C hat er übrigens doppelt so viel wie sein weißer Verwandter, der Blumenkohl, und dazu B-Vitamine, Kalium und selbst Folsäure. Diese spielt eine wichtige Rolle bei der Neubildung von Zellen, deshalb sollten vor allem Schwangere zugreifen.

Heißt: Essen Sie Brokkoli, wie Sie wollen – so lange Sie ihn essen. Und vielleicht gefällt Ihnen das Kleingehackte ja sogar.

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