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Übung im Fitnessstudio

Redakteurin testet Gewichtsschlitten: „So viele Muskeln spüre ich sonst nie!“

Der „Teppich“ über den man den Gewichtsschlitten schiebt, ist 12,5 Meter lang
Der Gewichtsschlitten wird über eine Art Teppich im Fitnessstudio bewegt Foto: 14a Media
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20. Januar 2026, 22:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kennen Sie diesen monströsen Metallschlitten, der im Fitnessstudio oft in der Ecke steht und bestenfalls als Ablage für Gewichte dient? Ich habe dem Gerät nie viel Aufmerksamkeit geschenkt – was soll man damit bitte anstellen? Ein Personal Trainer hat mich eines Besseren belehrt. Warum ich ihm dafür sehr dankbar bin.

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Welche Muskeln trainiert man mit dem Gewichtsschlitten?

Mit dem Gewichtsschlitten oder kürzer „Sled“ (engl. für „Schlitten“), kann man sowohl Push- als auch Pull-Übungen absolvieren. Man schiebt oder zieht ihn also über eine gewisse Strecke über eine Bahn aus Kunstrasen. Mit den passenden Übungen kann man den gesamten Unterkörper und Rumpf trainieren. Auch der Oberkörper ist nahezu abgedeckt, mit der Ausnahme, dass klassische Zugbewegungen nach oben (z. B. Klimmzug) und vertikales Drücken (Schulterdrücken) nur begrenzt ersetzt werden können.

Trainer verdonnerte mich zu Sled Pushes

Als ich einmal die Gelegenheit hatte, mir von einem Personal Trainer einige Übungen zeigen zu lassen, führte er mich in die Functional Area – einen Ort, den ich im Gym für gewöhnlich ignoriere. Meine Aufgabe: Sled Pushes machen. Eine Übung, bei der man sich hinter den mit Gewicht beladenen Schlitten stellt, sich gegen ihn lehnt und ihn vor sich herschiebt. Bekannt ist die Übung vor allem im Hyrox und Crossfit.

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Welche Muskeln dabei brennen? Ich habe sowohl die Oberschenkelvor- als auch ‑rückseite und meine Waden gespürt. Was mich überrascht hat: Meine Bauchmuskeln haben sich stark bemerkbar gemacht – viel mehr als etwa bei Klimmzügen, bei denen die Bauchmuskeln zum Stabilisieren benötigt werden. Für einen Extra-Boost des Cores kann ich den Schlitten nur empfehlen. Und damit nicht genug. Denn im Oberkörper konnte ich meine Schultern, Trizeps, Unterarme und Brustmuskeln deutlich arbeiten spüren.

Alles in allem ist das Training mit dem Gewichtsschlitten ziemlich schweißtreibend, da so viele Muskeln gleichzeitig beansprucht werden. Zudem kämpft man nicht nur gegen das Gewicht, sondern auch gegen den Widerstand des Kunstrasens. Heißt aber auch: Man verbrennt ordentlich Kalorien und trainiert Kraftausdauer.

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Diese Anfängerfehler habe ich gemacht

Eine Sache, zu der ich (und bestimmt auch andere Schlitten-Anfänger) geneigt habe, ist, den Schlitten mit zu wenig Gewicht zu beladen. Dadurch war er zu leicht und ich bin nicht in der korrekten Ausgangsposition geblieben. Er sollte so schwer sein, dass Sie sich richtig in den Schlitten reinlehnen müssen, um ihn zu bewegen (siehe Foto). In meinem Fall waren es 45 Kilogramm plus circa zehn Kilogramm Eigengewicht des Schlittens – tasten Sie sich einfach ran. Ein weiteres Zeichen für zu wenig Gewicht ist, wenn Sie gewissermaßen im flotten Spaziergang den Schlitten bewegen können. An den Füßen sollte eher „Treibsand-Feeling“ herrschen.

Runter vom Rasen!

Zugegeben: Ich hätte das Training mit dem Gewichtsschlitten nie selbst ausprobiert. Und ich glaube, so geht es vielen anderen Gym-Besuchern auch. Denn die Kunstrasenbahn, die eigentlich für den Sled angedacht ist, wird häufig als Trainingsfläche für anderweitige Übungen oder eine abschließende Dehn-Session zweckentfremdet. Da ich schlecht eine ganze Horde Mittrainierender vom Rasen scheuchen kann, habe ich mir angewöhnt, den Sled nur in meine Trainingsroutine einzubauen, wenn ich vormittags ins Gym gehe. Dann hat man diesen Platz meist für sich. Seitdem ich jedoch weiß, wie effektiv das Gerät ist, würde ich mir wünschen, dass ihn mehr Leute nutzen. Und an alle, die ihn nicht nutzen möchten: Runter vom Rasen. (bitte).

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