27. Januar 2026, 13:06 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Damit wir uns im Alltag schnell und ohne Schmerzen fortbewegen können, benötigen wir Kraft und körperliche Leistungsfähigkeit. Entscheidend hierfür ist unsere gesamte Muskulatur, welche sich aus vielen einzelnen Muskeln zusammensetzt. Und diese sind aus unterschiedlichen Gründen für ein gesundes und leistungsfähiges Leben von großer Wichtigkeit.
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Muskeln arbeiten bei jeder Bewegung – oft unbemerkt
Bei nahezu jeder Bewegung in unserem Tagesablauf kommen unsere Muskeln zum Einsatz. Oft kommt es sogar vor, dass wir dies gar nicht bewusst wahrnehmen. So wird z. B. beim Treppensteigen unsere Bein- und Gesäßmuskulatur aktiviert, beim Aufstehen von einem Stuhl oder aus dem Bett arbeiten unsere Oberschenkel-, Gesäß- und Rumpfmuskeln. Heben wir dagegen vielleicht eine schwere Einkaufstasche, geht das kaum ohne Muskeln im Oberkörper und Rücken. Hier sind vor allem Arm-, Schulter- und Rückenmuskeln beteiligt.
Was passiert, wenn Muskulatur fehlt oder abgebaut wird?
Die meisten dieser Tätigkeiten führen wir im Prinzip fast täglich unzählige Male aus. Damit uns das auch problemlos gelingt, muss genug Muskulatur vorhanden sein, auf die unser Körper als eine Art Hilfsmittel zurückgreifen kann. Nur dann können wir ohne Einschränkungen leben – und zwar bis ins hohe Alter! Wenn wir uns zu wenig bewegen, kann sich die Muskelmasse verringern. Beschleunigt wird dieser Prozess, wenn wir älter werden. Zur Alterung gehört ein natürlicher Muskelabbau (Sarkopenie), dem durch gezielten Muskelaufbau entgegengewirkt werden kann. Muskeltraining hilft, unsere Muskeln zu stärken und sie möglichst lange zu erhalten.
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Aufbau und Bedeutung der Skelettmuskulatur
Verantwortlich für die gesamte aktive Bewegung des Körpers ist die Skelettmuskulatur, welche aus rund 600 Muskeln besteht. Sie ist mit den Knochen über die Sehnen verbunden. Zusammengefasst bilden die Skelettmuskeln die Muskelmasse des menschlichen Körpers.
Muskeltraining oder Inaktivität: Zwei gegensätzliche Entwicklungen
Trainieren wir unsere Muskeln entsprechend, dann können diese wachsen, wodurch wir stärker und fitter werden. Passiert dies nicht und wir lassen unsere Muskeln inaktiv, dann können diese abbauen und im Extremfall sogar verkümmern. Dies würde z. B. passieren, wenn wir über einen langen Zeitraum nur liegen würden. So schrumpft auch unsere Muskelmasse und wir können viele Bewegungen nur noch schwer oder gar nicht mehr ausführen. Häufig steigt in diesem Zusammenhang auch gleichzeitig der Anteil von Körperfett im Körper, was langfristig das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann.
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Funktionen der Skelettmuskulatur
Zu den einzelnen Bewegungen, die wir mithilfe der Skelettmuskulatur ausführen können, gehören u. a. Laufen, Heben oder Greifen. Darüber hinaus verleiht sie uns eine gesunde Haltung und Stabilität im gesamten Oberkörper, stabilisiert die Gelenke und trägt zu deren Schutz bei. Des Weiteren ermöglicht sie neben schnellen Bewegungen auch länger andauernde Belastungen, d. h. wir halten länger durch und werden nicht so schnell müde.
Die wichtigsten Muskelgruppen für den Alltag
Besonders große und funktionell wichtige Muskelgruppen für Alltagsbewegungen sind
- die Muskeln des Oberkörpers, wozu etwa Oberarme und Brust gehören
- die Muskeln des Rumpfes sowie des Rückens, dazu zählt etwa auch die Bauchmuskulatur
- sowie die Muskulatur der Beine, vor allem Oberschenkel und Waden.
Heißt: All diese Muskelgruppen sollten bzw. müssen zur Kräftigung und zum Aufbau aktiv trainiert werden, damit wir mit ihnen unsere Grundbewegungen ausführen können.
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Muskelaufbau: Warum Alltagsbewegung nicht ausreicht
Unsere Muskeln, z. B. beim Laufen, sind so an die tägliche Bewegung gewöhnt, dass dadurch in der Regel kein nennenswerter Muskulatur erfolgt. Für nennenswerten Muskelaufbau benötigen wir spezifisches Training – idealerweise in Kombination mit der richtigen Ernährung und Erholung. Krafttraining, zum Beispiel Bankdrücken, fördert das Wachstum der Muskeln. Dagegen zielen Sportarten wie Joggen auf die Ausdauer ab.
Ernährung und Regeneration als Schlüssel zum Muskelwachstum
Doch die ganze Anstrengung ist vergeblich, wenn man sich falsch ernährt. Eine stark verarbeitete, nährstoffarme Ernährung kann den Muskelaufbau erschweren. Proteine dagegen sind sehr wirkungsvoll und dürfen nicht fehlen. Um dem Körper genug Erholung zu geben, bedarf es außerdem genügend Schlaf und Regeneration. Letzteres können leichte Übungen sein, die nicht belasten, sondern eher entspannen, auch Sauna und Massagen sind ein Mittel, oder aber man macht einfach eine Trainingspause. Die Wichtigkeit von Regeneration ist für den Muskelaufbau nicht zu unterschätzen: Nur in den Ruhepausen wachsen die Muskeln.
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Übrigens: Mit dem wichtigen Muskelaufbau sollte man nicht zu lange warten. Denn Fakt ist, dass sowohl Männer als auch Frauen meist ab dem dritten bis vierten Lebensjahrzehnt allmählich an Muskelmasse verlieren.
Die Vorteile von Muskelaufbau im Überblick
Es sollte inzwischen deutlich geworden sein, dass Muskeln nicht nur für einen attraktiven und schön geformten Körper sorgen, den sich vor allem Kraftsportler zum Ziel setzen. Nein, die grundlegenden Pluspunkte des Muskelaufbaus sind viel tiefgründiger. Mehr noch: Sie bilden die Grundlage für dauerhafte Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden!
Wie schon angesprochen wirken Muskeln unterstützend auf die Gelenke, sie beugen Fehlstellungen und Verletzungen vor. Denn je kräftiger der Muskelapparat ist, umso abwehrfähiger ist unser Körper. Kurz: Die Haltung des Körpers verbessert sich und die Gelenkstabilität wird erhöht. Klar ist auch, dass regelmäßiges Training das Risiko für Erkrankungen wie etwa Diabetes, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen) senken kann.
Ist man über längere Zeit aktiv, entwickeln sich zudem Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit. Mit positiven Folgen: Zum einen fallen Alltagstätigkeiten leichter, als klassisches Beispiel dient das bereits erwähnte Treppensteigen. Auch verbessert sich die allgemeine Körperkontrolle, wodurch das Sturzrisiko sinkt. Von dieser Gefahr sind vor allem ältere Menschen betroffen.
Und natürlich: Ein definierter oder fitter Körper sorgt zusammen mit der entsprechenden Fitness am Ende des Tages dafür, dass wir uns schlicht und einfach gut und selbstbewusst fühlen. Durch all das entsteht wiederum ein positives und verbessertes Lebensgefühl.1,2