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Supplements bei Kraft-Challenge

Keine Elektrolyte, kein Koffein! „Iron Cage“-Athleten sind verägert

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Iron Mike (37) verlangt nach sechs Stunden im Käfig nach einer „Koffeinbombe“ Foto: Foto Seven Sport/Getty Images, Collage: FITBOOK
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11. März 2026, 17:54 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Im „Iron Cage“ zählt jede Minute – und auch die Nährstoffversorgung. Umso größer der Ärger, als bekannt wird: Es gibt keine Elektrolyte und kein Koffein für die Athleten. Doch das seien keine Extras, sondern Basics, um die Gesundheit zu schützen bzw. um bei Dauerbelastung überhaupt leistungsfähig zu bleiben. So lautet das Argument der Wettbewerbsteilnehmer. Warum diese fehlenden Helfer im Extrem-Setting zum echten Problem werden können – und was das körperlich bedeutet. FITBOOK klärt auf.

Hier geht es zur Anmeldung für den „Iron Cage“-Stream bei BILD.

Koffein, wenn der Körper langsam schlappmacht

Ob es während des gesamten Extrem-Events keinen Schluck Kaffee geben wird, ist noch nicht bekannt. Doch Stand jetzt sitzen die Teilnehmer auf dem Trockenen, was Koffein angeht. Am späten Nachmittag – rund sechs Stunden nach dem Start – meint Kandidat Iron Mike: „Es ist Zeit für eine Koffeinbombe!“ Noch wurde dieser Wunsch allerdings nicht erfüllt. Vielleicht, wenn im Laufe des Events erspielte Kilos gegen Snacks und Hilfsmittel eingetauscht werden dürfen?

Auch interessant: Nur 3 Mahlzeiten pro Tag im „Iron Cage“! Reichen 2400 Kalorien bei extremer Belastung?

Experte stuft Koffein als relevantestes Supplement ein

Ernährungswissenschaftler Uwe Schröder, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Sporternährung, hält Koffein für bedeutsam. Denn es kann nicht nur die körperliche Performance stützen, sondern auch die „Wachheit, Aufmerksamkeit, Vigilanz und das subjektive Ermüdungsempfinden“ verbessern. Genau das ist entscheidend, um trotz zunehmender Erschöpfung Bewegungen weiter sauber und ökonomisch auszuführen. „Die International Society of Sports Nutrition (ISSN) beschreibt die Evidenz so, dass Koffein sportliche Leistung konsistent steigern kann – häufig in einer Dosierung von drei bis sechs Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei starker Ermüdung, wie hier in diesem Format, könnten auch je nach individueller Verträglichkeit, bereits niedrigere Dosen um zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht wirksam sein“, ordnet der Experte ein.

Allerdings warnt Schröder davor, Koffein in so einem Setting einfach durchgehend hochzudosieren: „Für das 72-Stunden-Format würde ich gerade nicht empfehlen, permanent hohe Mengen zuzuführen“, sagt er. Sinnvoller sei eine taktische, phasenbezogene Nutzung – etwa gezielt vor besonders kritischen Belastungsblöcken oder in Phasen deutlich zunehmender Müdigkeit.

Wer ständig nachlegt, erhöht laut Experte das Risiko für Nervosität, Magen-Darm-Probleme, Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen und verschlechtert womöglich zusätzlich die ohnehin limitierte Schlafqualität. Gerade deshalb müsse die Einnahme mit geplanten Kurzschlafphasen abgestimmt werden – „damit diese überhaupt als effektive Regenerationszeit genutzt werden können“.

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Was zu wenig Elektrolyte für die Gesundheit bedeuten

Fehlt Kaffee, fehlt also ein wirksamer „Booster“. Das ist ärgerlich, aber kein Gesundheitsrisiko. Doch fehlen Elektrolyte, kann es gefährlich werden. Insbesondere die Athleten Iron Mike und Coach Andy beschweren sich bei Moderatorin Jennifer Saro darüber, dass ihnen kein Salz zur Verfügung gestellt werde. Und das, obwohl der Arzt, der die Kandidaten vorab untersuchte, die Wichtigkeit dieses Elektrolyte-Lieferanten für die Gesundheit betont habe.

Schröder erklärt, dass Elektrolyte helfen, „Wasser besser im Körper zu halten, Schweißverluste schnell und effektiv zu kompensieren und eine zusätzliche Belastung des Organismus durch Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts zu vermeiden“. Fehlen Elektrolyte, können die Organe nicht richtig arbeiten.

Symptome, die bei zu wenig Elektrolyten im Blut auftreten können, sind unter anderem:

  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verwirrung
  • Muskelschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Bluthochdruck
  • Übelkeit

In extremen Fällen kann es zum Koma und zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.1

Alle Highlights von Tag 1 im Überblick

Iron Mike warnt vor Rhabdomyolyse

Eine mögliche Komplikation wäre etwa eine Rhabdomyolyse (Muskelzerfall), wie Biohacking-Star Iron Mike richtigerweise erwähnt. Ein massiver Elektrolytmangel sowie die extreme körperliche Belastung könnten die Mineralstoffkonzentrationen im Blut stark abfallen lassen, wodurch die Muskelzellen beschädigt werden. In der Folge können Stoffe aus den Muskeln ins Blut wandern und die Nieren schädigen.

Bei einer normalen Trainingseinheit im Fitnessstudio läuft man in der Regel keine Gefahr einer Rhabdomyolyse. Doch wer mehrere Tage im Iron Cage verbringt und an seine Grenzen geht, sollte gut mit Elektrolyten versorgt sein. Wann die Teilnehmer wohl ihre erste Salz-Portion erhalten?

Quellen

  1. AOK. Was sind Elektrolyte? (aufgerufen am 11.03.2026) ↩︎

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