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von FITBOOK

Tipps vom Fitnessprof

Home Gym – für wen es sich lohnt und worauf man achten sollte

Eine junge Frau trainiert zu Hause mit Kurzhanteln
Wer das Fitnessstudio meiden möchte, kann auch im Home Gym trainieren. Was man dafür braucht, lesen Sie hier.Foto: Getty Images

Sie wollen lieber zu Hause als im Fitnessstudio trainieren? Wir haben mit Prof. Dr. Stephan Geisler über Vor- und Nachteile des Home Gyms gesprochen und sagen, was man beim Einrichten beachten muss.

Lieber ein Workout in den eigenen vier Wänden als im Fitnessstudio? Wenn man auf Bodyweightübungen setzt, dann kein Problem. Aber wie sieht es aus, wenn ich mir das Gym nach Hause holen möchte? Hier muss man etwas mehr beachten, aber wer genug Platz und das nötige Geld übrig hat, kann auch im Home Gym seine Fitness-Ziele erreichen.

Für wen lohnt sich ein Home Gym?

„Ein Home Gym lohnt sich grundsätzlich für jeden, der entweder keine Zeit oder keine Lust auf ein Fitnessstudio hat“, erklärt Prof. Dr. Stephan Geisler im Gespräch mit FITBOOK.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Home Gym?

. „Ich kann zu Hause zu jeder Zeit, egal ob tags oder nachts und auch am Wochenende, immer trainieren“, sagt der Fitnessprof. Es gibt keinen Anfahrtsweg, sodass etliche Ausreden, die das Training verhindern könnten, direkt wegfallen. Zu Hause hält einen höchstens der eigene Schweinehund vom Training ab.

Den größten Nachteil des Home Gym sieht Geisler in der Isolation. „Ich habe niemanden, mit dem ich mich unterhalten kann – keinen Trainingspartner oder Trainer.“ Also niemanden, der beim Training kontrolliert, korrigiert oder antreibt.

Neben dem fehlenden Trainingspartner gibt es noch zwei weitere Probleme, die gegen ein Home Gym sprechen. Zum einen braucht man zu Hause dafür den Platz und zum anderen kostet die erste Einrichtung auch einiges.

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Was brauche ich für mein Home Gym?

Beim Home Gym kann man in zwei Kategorien unterscheiden – Geräte und freies Training. Also ähnlich wie im „normalen“ Fitnessstudio. „Geräte eigenen sich meist mehr für den Anfänger“, sagt Prof. Dr. Geisler. Die Basics wären hier Beinstrecker, Beinbeuger, Bankdrücken und Latzug. Die Einsteigervariante fürs Home Gym gibt es häufig auch als eine einzelne Maschine in der Kombination.

„Freies Training halte ich für den Fortgeschrittenen für sinnvoller“, erklärt Geisler. Hierfür empfiehlt er eine Klimmzugstange, ein paar Kurzhanteln, eine Langhantel, eine freie Bank (für Bankdrücken und die Variationen Schrägbankdrücken oder Kurzhanteldrücken) und einen Medizinball. „Mittlerweile gibt es auch Anbieter, die ein Rack für zu Hause anbieten, da kann man alles dran machen“, sagt der Fitnessprof und ergänzt: „Ich würde mir eins reinstellen, wenn ich etwas mehr Platz hätte.“

Worauf muss ich beim Einrichten des Home Gym achten?

„Man sollte keinesfalls zu sehr an der Qualität sparen. Nicht immer das günstigste kaufen“, warnt der Sportwissenschaftler. Denn wer bei der Anschaffung geizt, wird es womöglich lange bereuen. „Ich habe schon diverse Geräte ausprobiert, wo alles wackelt, sobald man sich raufsetzt. Da macht das Training einfach keinen Spaß“, berichtet der Fitnessprof. Sein Tipp: Am besten probiert man die Geräte vor dem Kauf aus. Achten sollte man auf eine gewisse Stabilität, dass das Gerät sauber läuft, bei der Montage nichts schiefgeht und vor allem sollte man alles vorher gut ausmessen, damit es beim Aufbau keine böse Überraschung gibt.

Sinnvoll sind darüber hinaus Schutzmatten für den Boden. Falls man eine Hantel mal zu schwungvoll ablegt, dämpfen diese den Sturz ab und verhindern Schäden als auch Lärm.