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„Street Workout“

Calisthenics – Bei diesem Trendsport wird die Straße zum Fitnessstudio

Calisthenics kann man überall machen. Im Mittelpunkt der Übungen steht das eigene Körpergewicht
Calisthenics kann man überall machen. Im Mittelpunkt der Übungen steht das eigene Körpergewicht
Foto: Getty Images

Die Sprossenwand, Schrecken des schulischen Turnunterrichts, avanciert gerade zum angesagten Fitnessgerät. Grund dafür ist die Trendsportart Calisthenics. FITBOOK erklärt, was sich dahinter verbirgt.

Calisthenics – auch unter dem Namen „Street Workout“ bekannt – hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum Trendsport entwickelt. In den USA ist die Trainingsform aber schon länger ein Begriff. Alles begann um die Jahrtausendwende in den Straßen von New York. Die Stadt errichtete in Wohngebieten diverse Sportparks mit Recks, Sprossenwänden, Barren und Klimmzugstangen, in denen Menschen fernab von Fitnessstudios trainieren konnten – vergleichbar mit den hierzulande bekannten „Trimm Dich“-Pfaden.

Sprossenwand beim Calisthenics

Dank Calisthenics wird die Sprossenwand wieder cool
Foto: Getty Images

Aus dieser simplen Form der Freiluft-Fitness mit Dips, Klimmzügen und Liegestütze entwickelte sich die Sportart Calisthenics. Der Name kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus „kalos“ – schön und „sthenos“ – Kraft. Genau um diese Kombination geht es bei Calisthenics: Ausdauer, Kraft und Körperbeherrschung gepaart mit Ästhetik und eleganten Bewegungsabläufen bei den einzelnen Übungen.

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Calisthenics basiert auf dem Eigengewicht

Die Anhänger des Sports brauchen nicht viel fürs Training. „Im Mittelpunkt steht das eigene Körpergewicht“, erklärt der österreichische Calisthenics-Meister Achim Gölles, der einen eigenen Youtube-Kanal hat. Man könne mit allem trainieren, was grad vorhanden sei: Parkbank, Mauer, Leiter. Im professionelleren Umfeld kommen dann zum Beispiel noch Reckstangen und Sprossenwände dazu.

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So ist bei Calisthenics die Ganzkörperspannung entscheidend. Da das Gewicht aber konstant bleibt, müssen die Übungen auf andere Weise erschwert werden – beispielsweise durch Supersätze (Minimierung der Pause), Anpassung des Hebels oder Winkels und durch explosive Ausführung.

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Gemeinsam trainieren macht mehr Spaß! 

Seit 2011 gibt es jedes Jahr sogar eine eigene Weltmeisterschaft für Calisthenics/Street-Workout.

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Wie und wo kann man Calisthenics ausprobieren? 

Wer jetzt so richtig Lust Calisthenics bekommen hat: Bislang finden sich Trainings-Gruppen für den Sport vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München. Man kann aber auch zu Hause mit dem Training beginnen, im Internet gibt’s genug Videos für Anfänger. Wichtig ist dabei jedoch, dein eigenen Körper nicht zu überfordern und Intensität im Trainingsplan langsam und kontinuierlich zu steigern.

Sport in der Gruppe

In der Gruppe fällt es vielen leichter Sport zu treiben
Foto: Getty Images

Calisthenics-Übungen für Anfänger

„Den Großteil der Basics kann man auch ganz bequem zu Hause machen“, sagt Schlesinger zu FITBOOK. In einem Calisthenics-Park könnte man ohne die Grundlagen überfordert sein und so die Motivation verlieren, daher wirklich mit einfachen Übungen starten und die Komplexität nach gewisser Zeit langsam steigern.

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Profi Achim Gölles erklärt an einem Beispiel, wie das beim Training laufen kann: Um den Körper eines Tages im sogenannten „Frontlever“ an der Stange in die Waagerechte bringen zu können, fängt man erstmal mit Klimmzügen an. Wer die nicht kann, startet mit Kraftübungen für die Arme usw. Denn wie bei den meisten Sportarten gilt auch bei Calisthenics: du solltest klein anfangen, am Trainingsplan dranbleiben und vor allem dabei Spaß haben!