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Hunter McIntyre

Weltklasse-Athlet: »Für einen sichtbaren Sixpack braucht es keine Bauchübungen

Hunter McIntyre bei der Hyrox-Weltmeisterschaft
Hunter McIntyre bei einem Hyrox-Wettkampf. Der Sixpack ist für den Profi-Athleten nur ein NebeneffektFoto: Eric Wittkopf

Eigentlich klingt es plausibel: Wer Bauchmuskeln haben will, der sollte seine Bauchmuskeln besonders intensiv trainieren. Doch das ist ein beliebter Denkfehler. So macht der Hyrox-Weltmeister Hunter McIntyre kaum was für seinen Bauch und hat dennoch einen Sixpack. Er erklärt, warum man auf das Bauchtraining verzichten kann.

Ist es Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen, dass man die muskulösesten und am besten durchtrainierten Menschen im Fitnessstudio fast nie bei Bauchübungen sieht? Und dennoch haben die meisten von ihnen einen Sixpack. Das ist wohl einer der besten Hinweise dafür, das Bauchtraining allein nicht besonders zielführend ist. Das sagt auch der Hyrox-Weltmeister Hunter McIntyre. Denn der Amerikaner macht nach eigener Aussage kein explizites Bauchtraining und hat trotzdem einen Adonis-Körper. Laut ihm komme es nämlich auf ganz andere Faktoren an.

Was ist eigentlich Hyrox?

Der Amerikaner Hunter McIntyre ist der amtierende Hyrox-Weltmeister. Doch was ist eigentlich Hyrox? Bei Hyrox handelt es sich um eine relativ junge Sportart, die erst 2017 in Deutschland ins Leben gerufen wurde. Ähnlich wie bei Crossfit wird die Kraftausdauer trainiert. Hyrox findet jedoch meist als Eventveranstaltung in großen Hallen statt. Denn das Konzept sieht wie folgt aus: Alle Teilnehmer müssen achtmal 1000 Meter laufen. Nach jeder Laufeineinheit kommt eine sogenannte „Roxzone“, in der eine Kraftausdauerübung absolviert werden muss. Das sind:

  • 1000 Meter Skiergometer
  • 50 Meter Gewichtsschlitten schieben
  • 50 Meter Gewichtsschlitten ziehen
  • 80 Meter Burpee Jumps
  • 1000 Meter an der Rudermaschine
  • 200 Meter Farmer’s Walk
  • 100 Meter Lunges mit einem Sandsack
  • 75 oder 100 Medizinball-Würfe (Wall Balls)

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Wer all die Läufe und Übungen hintereinander in einer Art Zirkeltraining in der kürzesten Zeit absolviert, der gewinnt das Event. Hunter McIntyre schaffte dies 2021 in 57:34 Minuten – das ist Weltrekord! In diesem Jahr gewann er erneut den Titel, diesmal jedoch in einer Zeit von 58:05 Minuten.

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Hunter McIntyre hält nicht viel von Bauchtraining

Hunter McIntyre gilt zu Recht als Weltklasse-Athlet, dessen Trainings-Tipps man sich zu Herzen nehmen kann. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal „Insider“ sagte er, dass man nicht unbedingt stundenlang Bauchübungen wie Crunches, Sit-ups oder Planks machen muss, um einen Sixpack zu bekommen. Obwohl er selbst einen durchtrainierten Bauch hat, mache er nichts Gezieltes dafür, sagt er. Stattdessen fokussiert er sich eher auf seinen Rücken und das Gesäß, um mehr Stabilität bei Wettkämpfen zu haben.

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Mit Kraftübungen, gesunder Ernährung und viel Bewegung zum Sixpack

Laut McIntyre bekommt man eher einen Sixpack, wenn man hartes Krafttraining mit gesunder Ernährung und viel Bewegung im Alltag kombiniert. In erster Linie kommt es darauf an, einen geringen Körperfettanteil zu haben. Nur so werden Bauchmuskeln überhaupt sichtbar. Um das zu erreichen, muss man sich gesund und kalorienbewusst ernähren. Und so wiederholt auch McIntyre gegenüber dem Insider den wahren Grundsatz: „Wenn du deine Bauchmuskeln sehen willst, musst du dich darum in der Küche kümmern“. Nur mit einem leichten Kaloriendefizit, also einer geringeren Kalorienzufuhr als dem tatsächlichen Verbrauch, lässt sich Körperfett verbrennen.

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Außerdem ruft er dazu auf, beim Training immer alles zu geben. „Ich will euch keine Angst machen, aber trainiert mit einem Ziel vor den Augen, bewegt Gewichte, die euch herausfordern und lauft auf dem Laufband schneller, als es euch lieb ist“, so der Hyrox-Weltmeister. Der Sixpack komme dann beiläufig als das Ergebnis harter Arbeit dazu.

Lieber viel Gehen, als nur Bauchübungen ausführen

Die Arbeit ist aber nicht damit getan, dass man im Fitnessstudio schwere Gewichte hebt und sich dann den ganzen Tag lang ausruht. Erst, wenn man sich viel im Alltag bewegt und den ganzen Tag lang aktiv bleibt, kurbelt man die Fettverbrennung so richtig an. Deswegen empfiehlt McIntyre viel zu gehen, anstatt im Auto oder anderen Verkehrsmitteln sitzend von A nach B zu kommen.

Wer kein Fitnessstudio in der Nähe hat oder dort nicht hingehen möchte, der kann sich auch anders fit halten. So kann man sich etwas Gewicht in einen Rucksack packen und damit idealerweise einen Hügel hoch- und runter-wandern. Selbst Gartenarbeit oder Liegestützen und Kniebeugen vor dem Fernseher halten fit. „Solange du dich bewegst, bist du auf dem richtigen Weg“, sagt Hunter McIntyre.

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Aus eigener Erfahrung weiß er, wie wichtig es ist, ein Ziel vor Augen zu haben und es zu verfolgen. Er selbst war ein Problem-Teenager und musste dies auf harte Weise lernen. Wer beim Sport ein konkretes Leistungsziel eisern verfolgt, der wird einen gut aussehenden Körper quasi als Nebeneffekt dazu bekommen, so der Weltklasse-Athlet. Da kann man sich das ungeliebte Bauchtraining auch sparen, wie McIntyre es vormacht.

Quellen

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