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Müde?

Kaffee-Alternativen, die ebenfalls wach machen

Kaffee-Alternativen im Überblick
Es muss ja nicht immer Kaffee sein – es gibt sogar richtig leckere Wachmacher-Alternativen.Foto: Getty Images

Kaffee ist für die meisten Menschen hierzulande noch immer der beliebteste Wachmacher. Doch es gibt auch einige Alternativen. Aber halten diese auch wirklich, was sie versprechen?

Morgens nach dem Aufstehen, vor einem Workout, bei der Arbeit oder beim Lernen: Ein Kaffee kann in vielen Situationen einen Extra-Boost bewirken. Manche wollen jedoch nicht immer zu dem im Grunde recht bitteren Brühgetränk greifen und setzen daher auf andere Fit- bzw. Wachmacher. Doch welche Alternativen zum Kaffee gibt es? Und wirken sie genauso gut?

Welche Form der Erfrischung jemand braucht und wie lange sie anhält, ist zum einen Gewöhnungsfrage. Es hängt aber auch von der Konstitution ab. Wer etwa viel Sport treibt, braucht weniger Zucker und Koffein, um eine Wirkung zu spüren. Generell gilt: Wer den Tag fit überstehen will, muss ausreichend trinken, am besten Wasser. Denn mit zunehmendem Flüssigkeitsmangel lässt die Konzentration nach. Doch es gibt noch andere Kaffee+-Alternativen, die kurz- oder langfristig aufwecken und wachhalten sollen.

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Kaffee-Alternativen im Überblick

Grüner und Schwarzer Tee

Wie Kaffee enthält auch Grüner Tee Koffein, und zwar drei bis fünf Prozent. Da das Koffein an Gerbstoffe gebunden ist, wirkt es langsamer als bei Kaffee. Wer also keinen ganz schnellen Kick braucht, kann auf Grünen Tee zurückgreifen. Tipp: Nur mit 80 Grad warmem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. So sind weniger Gerbstoffe enthalten. Etwas stärker als Grüntee ist Schwarzer Tee: Er putscht zwar nicht ganz so schnell auf wie Kaffee. Seine Wirkung hält dafür länger an – positiv wie negativ.

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Mate-Tee

Ein Tee aus dem Matestrauch hat zwar einen vergleichsweise niedrigen Koffeingehalt, dafür ist in Mate-Tee aber zusätzlich Theobromin enthalten, was dem Koffein ähnelt. Daher ist der Genuss durchaus mit einem spürbaren Wachmacher-Effekt verbunden.

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Rohkakao

Kakao enthält in seiner ursprünglichen Form auch aktivierende Stoffe wie das Theobromin, aber nur ganz wenig Koffein. Die Wirkung etwa eines Stücks dunkler Schokolade ist daher äußerst gering.

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Schärfe

Scharfe Lebensmittel wirken anregend, zum Beispiel ein Ingwer-Zitronen-Tee. Am besten regelmäßig über den Tag verteilt den kleinen Frischekick trinken. Die Schärfe des Ingwers regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Außerdem tötet die Wurzel Bakterien im Mundraum.

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Guarana

Guarana gilt als sehr gute natürliche Koffein-Alternative. Allerdings hat das aus den Samen der Kletterpflanze Paullinia cupana gewonnene Pulver einen höheren Koffeinanteil als Kaffee. Bei einer zu großen Menge besteht daher die Gefahr von Herzrasen, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden. Bei der Dosis gilt als Richtwert: ein Gramm mit Pausen zwischen den Einnahmen. Schwangere und Stillende müssten besonders vorsichtig sein.

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Taurin

Taurin ist eine nicht essenzielle Aminosäure, die über die Nahrung aufgenommen wird. Sie wird Energy Drinks künstlich zugesetzt und soll die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern. Das ist wissenschaftlich jedoch nicht bewiesen, sind sich die Experten einig. Taurin ist zudem in der Muttermilch enthalten, was dafür spricht, dass es eher keine aufputschende Wirkung hat.

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Traubenzucker

Eher abzuraten ist von Traubenzucker als Wachmacher. Er hilft nur kurzfristig. Anschließend sinkt der Blutzucker wieder sehr schnell. Denn die Traubenzucker enthaltene Glukose wird durch das körpereigene Insulin schnell abgebaut. Eine Folge: Heißhunger.

Meditation bzw. Achtsamkeitsübungen

Meditation kann wie ein Kurzschlaf wirken und dabei helfen, sich besser fokussieren zu können. Gerade für Personen, die hoch konzentriert arbeiten müssen, sind Meditationspraktiken und Achtsamkeitsübungen empfehlenswert. Am besten, man baut gezielt Unterbrechungen in den Tag ein, in denen man für fünf bis zehn Minuten Meditation oder Achtsamkeit praktiziert.

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Bewegung

Wie wäre es mal mit einem Spaziergang zur Mittagspause an der frischen Luft? Oder einer kleinen Sport-Einheit? Beides regt den Kreislauf an – und hilft bestenfalls auch dabei, stressige Gedanken zu zerstreuen und durch frische zu ersetzen. Ohnehin ist Bewegung ein effektiver Wachmacher. Deswegen kann intensiver Sport am Abend auch den Schlaf beeinträchtigen. Am Tag jedoch ist das ein erwünschter Effekt.

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