30. Januar 2026, 6:58 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Vor über zehn Jahren verkörperte Bradley Cooper in „American Sniper“ in Chris Kyle die Hauptrolle des tödlichsten US-Scharfschützen aller Zeiten. Mit Erfolg: Der Streifen wurde zum Blockbuster und zu einem der erfolgreichsten Kriegsfilme überhaupt. Jetzt verriet der Hollywoodstar, dass die Vorbereitung auf seine Rolle damals alles andere als einfach war. Cooper musste unter anderem in kurzer Zeit 24 Kilo an Gewicht zulegen – offenbar mit schmerzhaften Folgen.
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6000 Kalorien pro Tag war der Anfang
Bradley Cooper berichtete vor einigen Wochen in der Talkshow „The Joe Rogan Experience“ über seine extreme Verwandlung mit Blick auf die Rolle von Chris Kyle, der am 2. Februar 2013 erschossen wurde. Dabei hatten Cooper und Kyle körperlich durchaus einige Gemeinsamkeiten: Beide waren in etwas gleich groß, beide hatten dieselbe Schuhgröße und waren im gleichen Alter. Problem: Der Hollywoodstar brachte deutlich weniger Gewicht auf die Waage. „Ich war 24 Kilogramm leichter. Also war das Erste, was ich tun musste, 6000 Kalorien pro Tag zu mir zu nehmen“, erinnert sich der heute 51-Jährige.
Um die Hauptrolle auch möglichst realitätsgetreu besetzen zu können, sollte Cooper, der damals 84 Kilogramm wog, ein Körpergewicht von 108 Kilo erreichen.
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Muskeln statt Fett – Gewicht sollte clean zugenommen werden
So viel Masse in so kurzer Zeit zuzulegen, ist ein nahezu unmögliches Vorhaben. Zumindest auf cleane Art und Weise – also für den Fall, dass das hinzugewonnene Gewicht aus Muskelmasse bestehen soll. Doch genau das war damals offenbar das Ziel.
Zunächst habe er versucht, diese riesige Menge ausschließlich über ballaststoffreiche Vollwertkost zu sich zu nehmen, berichtet Cooper. Heißt also: Er muss auf Unmengen an Obst, Gemüse oder Vollkornprodukten gesetzt haben, nur selten werden dabei Fisch und Fleisch konsumiert.
„Ich konnte nicht aufstehen“ – Magen war extrem aufgebläht
Cooper berichtet über die schmerzhaften Folgen dieser massiven Essensaufnahme: „Das war ein großer Fehler. Ich konnte nicht aufstehen. Ich erinnere mich, dass ich in der ersten Woche einen unglaublichen Koch hatte und mich nicht bewegen konnte.“
Der Hollywoodstar schildert bei Joe Rogan, dass sein Magen extrem aufgebläht war. So sehr, dass er sich offenbar kaum noch hinlegen konnte. Der Hauptrund dabei war ganz einfach der, dass sein Körper diese Menge an Nahrung einfach nicht verarbeiten konnte. Dies führte zu starken Schmerzen und Unwohlsein.
Essen wurde für Hollywoodstar zur Qual – Proteinshakes sollten helfen
Hinzu kam, dass das Essen zur Qual wurde. Cooper aß nicht mehr, weil er Hunger hatte, sondern weil er musste. Dass das wenig mit Genuss zu hat und auch eine immense Belastung für die Psyche darstellt, erklärt sich von selbst.
Eine Lösung musste also her. Bradley Cooper berichtet, dass er irgendwann dazu überging, die Hälfte der erforderlichen 6000 Kalorien über Proteinshakes zu sich zu nehmen.
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Bradley Coopers Trainingsplan für „American Sniper“
Coopers Transformation für die Rolle des tödlichsten US-Scharfschützen aller Zeiten betraf nicht nur seine Ernährung, sondern auch sein Training. Für den Muskelzuwachs musste außerdem ein Training her, das den Fokus einzig und allein auf Kraftaufbau legte. „Ich hatte drei Ruhetage, kein Cardio. Es war alles Krafttraining und alles konzentrierte sich auf Kreuzheben“, beschreibt der Schauspieler sein damaliges Workout. Außerdem habe er seinen Nacken und die Schultern trainiert.
„Montags trainierte ich um 5:30 Uhr morgens und dann noch einmal um 16:30 Uhr oder 15:30 Uhr. Montag, Dienstag, Mittwoch Pause. Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag Pause“, so Cooper. Das sind vier Trainingstage pro Woche.
Bradley Cooper nutzte Kreatin, um schneller Muskeln aufzubauen
Um schneller Muskeln aufzubauen und die Leistung zu verbessern setzen Kraftsportler häufig zudem auf ein bekanntes Nahrungsergänzungsmittel: Kreatin. Dieses Supplement nutzte damals auch Bradley Cooper und auch heute noch baut er darauf. Und dies nicht nur in Vorbereitung auf seine Filmrollen.
Der Vater einer Tochter, die aus einer früheren Beziehung mit dem Model Irina Shayk stammt, liefert sich nach eigenen Angaben mit einer Gruppe von Vätern aus der Schule seines Kindes einen Push-up-Wettbewerb. „Wir machen jeden Tag 100 Liegestütze und wer das nicht schafft, muss zehn Dollar in einen Topf einzahlen“, berichtet Cooper. „Wenn wir 800 geschafft haben, gehen wir mit dem Geld nach Chinatown und essen dort zu Abend.“ Durch das Kreatin habe die Papa-Gruppe die Wiederholungen sogar schon auf 150 Push-ups ausbauen können, so der Hollywoodstar.