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Männer ab 30

8 Anzeichen für einen Testosteronmangel

Blutprobe für Testosterontest
Testosteronmangel trifft insbesondere Männer mittleren und höheren AltersFoto: Getty Images

Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon. Allerdings ist es nicht nur für die Sexualität zuständig, sondern beeinflusst viele wichtige Funktionen im Körper. Je älter Männer werden, desto weniger produzieren sie von dem Hormon. Doch woran erkennt man eigentlich, dass man einen Testosteronmangel hat?

Eines vorweg: Auch Frauen produzieren Testosteron in den Eierstöcken. Allerdings in wesentlich geringeren Mengen als Männer. Deswegen sind Frauen deutlich seltener von Testosteronmangel und den damit verbundenen Leiden betroffen. Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel ab dem 30. Lebensjahr langsam um etwa ein bis zwei Prozent jährlich ab.1 Deswegen machen sich mögliche Beschwerden nur schleichend bemerkbar. Doch insbesondere in der Altersgruppe über 60 sind etwa 20 Prozent der Männer von Testosteronmangel betroffen.2 Woran erkennt man ihn? FITBOOK hat die acht wichtigsten Anzeichen für einen Testosteronmangel zusammengetragen.

Wie wird Testosteronmangel diagnostiziert?

Testosteronmangel lässt sich nur durch eine Blutuntersuchung beim Arzt diagnostizieren. Denn fast alle Symptome, die auf einen Hormonmangel hinweisen, können auch andere Gründe haben. Zudem ist die Reduktion der Testosteronproduktion in den Hoden ein Teil des Alterungsprozesses beim Mann und damit ein völlig natürlicher Vorgang. So raten Experten zur Behandlung eines Testosteronmangels erst dann, wenn die Lebensqualität darunter leidet. Oder aber der Mangel zu gesundheitlichen Problemen führt.

Da der Testosteronwert im Laufe des Tages sehr schwankt, wird er beim Arzt meistens morgens gemessen, wenn er am höchsten ist. Er wird entweder in Nanomol pro Liter (nmol/l) oder in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) angegeben. Der Normalbereich ist relativ breit gefasst: Werte zwischen 10 bis 40 nmol/l bzw. 3,5 bis 11,5 ng/ml liegen im grünen Bereich. Wer sich jedoch an der unteren Grenze der Werte bewegt, kann womöglich schon Beschwerden wahrnehmen.

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Gründe für Testosteronmangel sind vielfältig

  • natürlicher Alterungsprozess
  • Stress im Beruf oder Privatleben
  • ungesunde Ernährung
  • Schlafstörungen
  • Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Niereninsuffizienz
  • Einnahme von Anabolika
  • starker Drogenkonsum: Alkohol, Nikotin, etc.
  • bestimmte Medikamente

8 Symptome, die auf Testosteronmangel hinweisen können

Insbesondere die Kombination mehrerer Symptome zusammen kann ein starker Indikator dafür sein, dass man einen Testosteronmangel hat. Sollten diese Symptome über mehr als zwei Wochen anhalten, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Denn möglicherweise steckt nicht gerade ein Testosteronmangel dahinter, sondern eine Krankheit, die behandelt werden muss.

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1. Libidoverlust – keine Lust auf Sex

Egal, ob in der Partnerschaft oder als Single: Wer bei sich feststellt, dass die Lust am Sexleben über einen längeren Zeitraum deutlich vermindert ist oder Erektionsprobleme auftreten, kann dies ein Indikator für Testosteronmangel sein. Dahinter können aber auch Stress, Beziehungsprobleme und andere Gründe stecken.

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2. Antriebsschwäche, weniger Energie

Männer mit Testosteronmangel beschweren sich oft über Antriebsschwäche. Kein Wunder, schließlich ist das männliche Sexualhormon dafür verantwortlich, dass wir kraftvoll und energiegeladen sind. Einer der Hauptgründe, weshalb Testosteron als Doping zur Leistungssteigerung von Profi- und Hobby-Sportlern eingenommen wird. Wer also einen starken Leistungsabfall beim Sport hat und Energiemangel im Alltag an sich feststellt, könnte ein niedriges Testosteronlevel aufweisen.

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3. Mehr Fettgewebe am Bauch, schmale Schultern

Das optische Männerideal sieht so aus: breite Schultern, schmale Taille. Wer sich im Spiegel anschaut und genau das Gegenteil davon sieht – also schmale Schultern und Speck am Bauch – der könnte womöglich einen Testosteronmangel haben. Insbesondere, wenn sich das Erscheinungsbild im Laufe der Jahre von eher fit zu eher pummelig entwickelt hat, kann das ein Hinweis für Testosteronmangel sein.

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4. Depressive Verstimmungen

Sowohl der Mangel an Testosteron als auch die dadurch ausgelösten Symptome wie Libidoverlust, Antriebsschwäche und Gewichtszunahme können zu depressiven Verstimmungen führen. Man ist schlecht gelaunt, aggressiv und unzufrieden mit sich selbst und dem Leben. Depressionen sind ein ernstes Thema und daher ist es in jedem Fall wichtig, einen Arzt zu konsultieren, wenn man keinen Sinn mehr im Leben sieht. Dafür können auch ganz andere Gründe verantwortlich sein, als ein Testosteronmangel.

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5. Verringerte Körperbehaarung

Bei Männern mit einem Mangel an Testosteron verändert sich zudem die Körperbehaarung. Insbesondere im Gesicht unter den Achseln und im Schamhaarbereich wird es lichter.

6. Veränderter Stoffwechsel

Männer mit Übergewicht, mit Typ-2-Diabetes und einem metabolischen Syndrom haben viel häufiger Testosteronmangel. Man spricht von einem metabolischen Syndrom, wenn Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin- und hohe Blutzuckerwerte in Kombination auftreten. Laut Studien haben etwa 20 bis 40 Prozent der Betroffenen auch einen Testosteronmangel.3

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7. Reduzierte Knochendichte

Auch eine reduzierte Knochendichte bis hin zu Osteoporose ist ein Indikator für einen Testosteronmangel. Wer also bei einer kleinen Verletzung sofort eine Knochenfraktur erleidet, könnte womöglich eine verringerte Knochenfestigkeit aufweisen aufgrund eines Mangels an Testosteron.

8. Stärkere Ausbildung der Brust beim Mann

Wenn sich die Brustdrüsen beim Mann vergrößern, spricht man von Gynäkomastie. So sieht man häufig insbesondere bei älteren Männern eine Tendenz zur Brustausbildung – und das nicht durch Sport bedingt. Diese kann ein Hinweis auf hormonelle Veränderungen im Körper sein. Oft wird der Testosteronmangel von einem Östrogenüberschuss begleitet.

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Therapiemöglichkeiten bei Testosteronmangel

Im Gespräch mit dem Arzt lässt sich klären, ob eine Therapie bei niedrigen Testosteronwerten nötig ist oder schon eine Lebensstilumstellung dabei hilft, den Testosteronwert etwas zu heben. Wie sich die Testosteronproduktion auf natürliche Weise ankurbeln lässt, hat FITBOOK bereits erklärt.

Leidet die Lebensqualität sehr, gibt es die Möglichkeit, mit Gels zum Auftragen auf die Haut oder durch monatliche Spritzen den Testosteronwert künstlich anzuheben. Allerdings sollte man dabei beachten, dass es ein Eingriff in den sensiblen Hormonhaushalt des Körpers ist. So kann beispielsweise eine Testosteronsubstitution das Risiko für Prostatakrebs erhöhen oder die Entwicklung unentdeckter Tumore beschleunigen. Deswegen muss der Arzt vorher abklären, dass man kein Risikopatient ist und die Prostata keine Auffälligkeiten aufweist.

Quellen

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über FITBOOK und sein/ihr Internet-Angebot: www.fitbook.de

FITBOOK erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.

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