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Verrückt oder sinnvoll? Kim Kardashian nimmt täglich 35 Nahrungsergänzungsmittel

Kim Kardashian nimmt 35 Supplements jeden Tag.
Kim Kardashian sagt, sie habe eine „regelrechte Pillenmüdigkeit entwickelt“ Foto: Dimitrios Kambouris
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20. Mai 2026, 16:55 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

In Sachen Gesundheit überlässt Kim Kardashian offenbar absolut nichts mehr dem Zufall. In einem Podcast erzählte sie jüngst, dass sie jeden Tag ganze 35 Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Außerdem setzt sie auf spezielle Scans zur Messung der Knochendichte. Für wen ist das sinnvoll? Und sind große Mengen an Supplements überhaupt sinnvoll?

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Kim Kardashian nimmt 35 Nahrungsergänzungsmittel am Tag ein

„Ich nehme wahrscheinlich 35 Nahrungsergänzungsmittel am Tag ein, über drei Portionen am Tag verteilt“ – so offen sprach Kim Kardashian (45) kürzlich im Podcast „Good Hang with Amy Poehler“ über die Maßnahmen, die sie täglich ergreift, um für ihr eigenes Wohlbefinden zu sorgen.1

„Ich habe eine regelrechte Pillenmüdigkeit entwickelt“

Die Vierfachmama gab zudem an, dass ihr die Einnahme eines dieser Präparate schwerfiel: „Ich dachte mir: ‚Okay, ich kann dieses Fischöl im Moment einfach nicht mehr nehmen. Ich habe eine regelrechte Pillenmüdigkeit entwickelt. Ich muss diese Fischöl-Präparate absetzen.’“

Wegen der Blutwerte musste sie wieder mit Fischöl anfangen

Doch dann habe sie ihre Blutwerte erhalten – „und es war überdeutlich zu erkennen, dass ich die Einnahme unterbrochen hatte. Also musste ich wieder damit anfangen.“ Sie wünsche sich „so etwas wie eine Infusion, die ich mir täglich verabreichen könnte – das würde ich dann einfach auf dem Weg zur Arbeit erledigen“, so Kardashian weiter.

Abgesehen vom Fischöl und einer Kreatin-Erwähnung erfahren wir leider nicht, welche anderen Präparate Kim Kardashian – über drei Portionen am Tag verteilt – noch so einnimmt. Angesichts der erstaunlichen Gesamtzahl von 35 Supplements drängt sich allerdings die Frage auf: Ist das gut?

Auch interessant: Die 7 besten Nahrungsergänzungsmittel für eine optimale Regeneration im Vergleich

Ist es sinnvoll, so viele Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen?

Die kurze Antwort: Definitiv nicht. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Freifahrtschein für Optimierungswahn, sondern lediglich Lückenfüller für echte Mängel. Wer sie ohne Grund „stapelt“, riskiert im Zweifel mehr, als er gewinnt. Wer sich ausgewogen ernährt, nimmt die meisten Nährstoffe bereits über die Nahrung auf.

Es gibt durchaus sinnvolle Ausnahmen wie Vitamin D in nördlichen Breitengraden, Vitamin B12 bei veganer Ernährung oder Eisen und Folsäure in bestimmten Lebensphasen. Entscheidend ist jedoch, dass ein Mangel zuerst nachgewiesen werden sollte, und das klappt am besten über ein Blutbild, das Sie bei Ihrem Hausarzt machen lassen können.

Bevor Sie also zum 35-Pillen-Frühstück greifen, ist der Gang zum Hausarzt Pflicht. Nur ein Blutbild verrät, was Ihr Körper wirklich braucht – genau wie bei Kim Kardashian, deren Werte den Fischöl-Stopp sofort entlarvten.

Was aus Sicht der Ernährungsexpertin promlematisch werden kann

Laut Ernährungsexpertin Beke Enderstein kann es sogar problematisch werden, wenn verschiedene Mono- und Kombinationspräparate supplementiert und zusätzlich angereicherte Lebensmittel verzehrt werden.2 Etwa bei gewissen Supplements wie den sogenannten wasserlöslichen Mikrnährstoffen – dazu gehören Vitamin C und B-Vitamine.

Zwar würde der Überschuss bei einer akuten Überdosierung meist unbedenklich über die Nieren ausgeschieden. „Dennoch kann eine chronische, überhöhte Aufnahme dieser Nahrungsergänzungsmittel mit Nebenwirkungen einhergehen“, erklärt Enderstein in einem älteren FITBOOK-Artikel.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor zu hohen Dosen. Selbst wasserlösliche Stoffe wie Vitamin B6 können bei dauerhafter Überdosierung gesundheitliche Probleme wie Nervenschäden verursachen.3 Werden dann noch fettlösliche Vitamine, wie Vitamin A oder D, unkontrolliert in rauen Mengen geschluckt, lagert der Körper sie im Gewebe ein. Das kann zu echten Vergiftungserscheinungen führen.

Kardashian nutzt mobilen DEXA-Scan zur Messung der Knochendichte

Zusätzlich zu ihren Nahrungsergänzungsmitteln setzt die 45-Jährige samt Familie auf einen mobilen DEXA-Scan zur Messung der Knochendichte. Beim DEXA-Scan (steht für „Dual Energy X-Ray Absorptiometry“ – auch DXA-Messung genannt) handelt es sich um ein schnelles, schmerzfreies Röntgenverfahren, das die Festigkeit der Knochen misst. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob ein Risiko für Osteoporose (Knochenschwund) besteht. Kim und ihr Clan lassen den DEXA-Scan-Van einfach in ihrer Gated Community vorfahren, um in nur drei Minuten ihre Knochengesundheit zu checken.

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Für wen ist ein DEXA-Scan sinnvoll – und was kostet das?

In Deutschland ist der DEXA-Scan das empfohlene Standardverfahren zur Diagnose und Therapiekontrolle von Osteoporose, wird aber nicht routinemäßig bei allen Patienten durchgeführt, sondern folgt klaren medizinischen Indikationen. Besonders wichtig ist ein DEXA-Scan DXA bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose, da die Erkrankung oft erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und das Risiko von Frakturen zu reduzieren.

Die Leitlinie Osteoporose des Dachverbands Osteologie empfiehlt Frauen und Männern ab dem 70. Lebensjahr die Knochendichtemessung. Eine Empfehlung gilt auch jüngeren Menschen abhängig von deren Risikofaktoren, z.B. frühe Menopause (vor dem 45. Lebensjahr), in der Postmenopause keine Östrogensubstitution oder eine Familienanamnese mit Osteoporose.4

Die Kosten zur Vorsorge bzw. Früherkennung der Osteoporose – rund 40 Euro – werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei privat versicherten Patienten ist die Kostenübernahme meist kein Problem.

Warum Kim Kardashian diesen Aufwand betreibt

Dass Kim in Sachen Gesundheit so akribisch ist, hat einen ernsten Hintergrund: Ein früherer Ganzkörper-Scan (Prenuvo) rettete ihr womöglich das Leben, als dabei zufällig ein Aneurysma in ihrem Gehirn entdeckt wurde, BILD berichtete.

Quellen

  1. Youtube. Paula Pell | Good Hang with Amy Poehler. (aufgerufen am 20.05.2026) ↩︎
  2. FITBOOK. Expertin erklärt, worauf man bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln achten sollte. (aufgerufen am 20.05.2026) ↩︎
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung. Aktualisierte* Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. (aufgerufen am 20.05.2026) ↩︎
  4. DVO Leitlinie Osteoporose: Dachverband Osteologie (2023, aufgerufen am 20.05.2026) ↩︎

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