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Mandel, Erdnuss, Haselnuss & Co.

Wie gesund ist Nussmus?

Erdnussmus
Spitzenreiter in Sachen Eiweiß unter den Nussmusen: Erdnussmus.
Foto: iStock

Nussmus ist kein neues Produkt auf dem Lebensmittelmarkt – fristete bis vor ein paar Jahren aber eher ein Nischendasein in Reformhäusern. So richtig populär wurde es durch den Boom für vegane Lebensmittel. FITBOOK sagt, welche Nährstoffe die unterschiedlichen Sorten enthalten und verrät, wie man es sogar selbst herstellen kann.

Wie wird Nussmus hergestellt?

Klassisches Nussmus besteht ausschließlich aus Nüssen. Je nach Sorte werden diese zunächst geröstet und anschließend in einem Hochleistungsmixer zermahlen. Durch das Erhitzen tritt das in Nüssen reichlich enthaltene natürliche Fett aus – es verleiht Nussmus seine Cremigkeit. Andere Inhaltsstoffe werden dem Produkt – abgesehen von natürlichen Gewürzen wie Vanille, Zimt oder teilweise auch Meersalz – üblicherweise nicht zugesetzt.

Wie kann man es verwenden?

Die Verwendungsmöglichkeiten für Nussmus sind vielfältig. Besonders beliebt ist es als Topping für Porridge, Müsli, Joghurt, Quark oder Smoothie Bowls oder als Aufstrich auf Brot und Reiswaffeln. Nussmus macht sich auch als Dip für beispielsweise Äpfel oder Bananen hervorragend. Und: Es lässt sich auch zum Kochen einsetzen: In der asiatischen Küche wird häufig Erdnussmus zum Verfeinern von Soßen verwendet.

Wie gesund ist Nussmus?

Nussmus ist mit seinem leicht süßlichen Geschmack nicht nur super lecker sondern noch dazu die ideale „cleane“ Alternative zu den herkömmlichen Nusscremes aus dem Supermarkt wie Nutella und Co. Diese enthalten bekanntermaßen große Mengen an zusätzlichem Industriezucker und Fett, oftmals in Form des hoch umstrittenen Palmöls. Nussmus kommt ohne diese Zusatzstoffe aus und enthält dagegen viel pflanzliches Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Vitamine sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Dazu muss man allerdings sagen, dass Nussmus durch den hohen Fettgehalt der Nüsse sehr kalorienreich ist und man daher trotz guter Nährwerte nicht zu viel davon essen sollte. Das vielleicht größte Gesundheits-Plus von Nussmus: Es stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Das heißt, damit lässt sich Heißhunger unterbinden.

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Die beliebtesten Sorten: Geschmack, Nährwerte und Preis

Nussmus kann man aus beinahe jeder Nuss herstellen. Die beliebtesten Sorten, die enthaltenen Nährwerte und was welches Mus üblicherweise im Handel kostet, hat FITBOOK hier zusammengefasst.

Mandelmus

Mandelmus ist die vielleicht bekannteste Nussmus-Sorte. Die helle, geschmacklich feinere Variante wird aus geschälten Mandelkernen hergestellt und hat daher eine geschmeidigere Konsistenz als braunes Mandelmus, bei dem die Mandelhaut mit verwendet wird. Letzteres schmeckt etwas herber. Im Vergleich zu anderen Nussmus-Sorten enthält Mandelmus den höchsten Anteil an gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

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Weißes MandelmusNährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 120 Kcal, 10,4 Gramm Fett, 1,3 Gramm Kohlenhydrate, 4,2 Gramm Eiweiß

Braunes Mandelmus Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 130 Kcal, 11,5 Gramm Fett, 1 Gramm Kohlenhydrate, 4,7 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): 5 bis 8 Euro

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Erdnussmus

Erdnussmus kommt geschmacklich ziemlich nah an die beliebte amerikanische Peanut Butter heran, die Konsistenz ist etwas flüssiger. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Sorten: Wer es crunchy mag, kann zu Erdnussmus mit Stückchen greifen, alternativ gibt es das Ganze auch fein püriert. Man findet außerdem Varianten mit oder ohne Salz. Erdnussmus ist der Spitzenreiter in Sachen Eiweiß und deshalb insbesondere für Vegetarier und Veganer eine tolle pflanzliche Proteinquelle.

Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 123 Kcal, 9,7 Gramm Fett, 2,4 Gramm Kohlenhydrate, 5,8 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): 2 bis 4 Euro

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Haselnussmus

Fans von Nuss-Nougat-Creme, denen der Sinn nach einer gesunden Alternative steht, sind hier richtig. Besonders gerne wird es auch in Kuchen und Desserts verwendet.

Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 134 Kcal, 12,3 Gramm Fett, 2,1 Gramm Kohlenhydrate, 2,8 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): 7 bis 8 Euro

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Cashewmus

Wenn Sie es bis jetzt noch nicht probiert haben, dann ist es allerhöchste Zeit! Cashewmus punktet mit einer angenehmen Süße und ist wunderbar cremig. Damit lässt sich definitiv jede Heißhungerattacke vertreiben. Besonders gut passt es zu Obst, Desserts, Smoothie Bowls und dem morgendlichen Porridge. Genau genommen sind Cashews übrigens keine Nüsse sondern die Kerne der Cashewbaum-Frucht.

Auch interessant: Das sind die Vorteile von Cashews für die Gesundheit 

Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 124 Kcal, 9,4 Gramm Fett, 6,6 Gramm Kohlenhydrate, 3 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): 6 bis 8 Euro

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Kokosmus

Wer es exotischer mag, könnte mit Kokosmus glücklich werden. Hergestellt wird es aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und schmeckt durch dessen natürlichen Zuckergehalt besonders süß und cremig. Die gesunde Alternative zu Zuckerbomben wie Raffaello, Bounty und Co.

Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm): 142 Kcal, 14,2 Gramm Fett, 1,8 Gramm Kohlenhydrate, 1,6 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): 4 bis 6 Euro

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Mischmus

Wer sich nun so gar nicht entscheiden kann, welche Nuss er am liebsten hat, kann sie auch einfach alle auf einmal haben. Besonders beliebt ist die Kombination aus Erdnüssen, Haselnüssen, Mandeln und Cashews.

Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 Gramm):  131 Kcal, 11,3 Gramm Fett, 1,6 Gramm Kohlenhydrate, 4,5 Gramm Eiweiß

Preis pro Glas (250 Gramm): ca. 7 Euro

Wie kann man Nussmus selbst herstellen?

Nussmus muss man nicht zwingend kaufen, man kann es auch zu Hause selbst machen. Damit das nusseigene Öl später besser austreten kann (Cremigkeit!), röstet man die Nüsse zunächst im Ofen bei ca. 180 Grad für maximal zehn Minuten. Wenn man die Nüsse für etwa 24 Stunden in Wasser eingeweicht hat, geht’s ans Mixen – bis eine cremige Konsistenz entstanden ist. Das klingt prinzipiell einfach – es gibt jedoch ein paar Dinge, die Sie beachten sollen, damit Ihnen das perfekte Nussmus gelingt.

Auf das richtige Gerät kommt es an

Ganz wichtig: Verwenden Sie unbedingt einen qualitativ hochwertigen, leistungsstarken Mixer. Nur damit können Nüsse fein genug zerkleinert bzw. zu Mus verarbeitet werden. Billige Varianten laufen schnell Gefahr zu überhitzen.

Die richtige Mixtechnik

Mixen Sie die Nüsse nicht mit Vollgas – das führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Gehen Sie stattdessen schrittweise vor: Zunächst die Nüsse auf kleinster Stufe etwa eine Minute zu einem feinen Nussmehl verarbeiten. Das Gerät danach kurz ruhen lassen, dann wieder auf kleinster Stufe starten und langsam auf das Maximum erhöhen und auf höchster Stufe etwa 90 Sekunden laufen lassen. Das Nussmehl wird nach und nach zu einer breiigen Masse und das Öl beginnt auszutreten. Drücken Sie die Nussmasse mit einem Teigschaber immer wieder vom Rand des Mixers nach unten. Danach wieder eine kurze Abkühlpause machen. Schließlich nochmal zwei Minuten auf niedriger Stufe mixen. Im besten Fall sollte Ihr Nussmus nun eine seidig-glatte Konsistenz aufweisen.

So hält sich Nussmus lange frisch

Das selbstgemachte Nussmus füllt man am besten in sterilisierte Einmachgläser (zehn Minuten in einem Top mit Wasser auskochen). Danach hält sich Nussmus dunkel und kühl gelagert sogar einige Wochen. Es kann vorkommen, dass sich nach einiger Zeit Öl an der Oberfläche absetzt – das ist allerdings normal. Einfach gut umrühren und schon hat man die cremige Konsistenz wieder hergestellt.