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Gesundes Saison-Obst

Pfirsiche sind Stress-Killer – und haben noch mehr Vorzüge

Pfirsiche
Pfirsiche sind lecker – und gesund! FITBOOK nennt ihre wertvollen Inhaltsstoffe und Eigenschaften.
Foto: Getty Images

Es gibt viele Gründe, jetzt noch schnell zum Pfirsich zu greifen, bevor sich die Saison im September langsam dem Ende neigt. Das Steinobst enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, von denen unsere Gesundheit in vielerlei Hinsicht profitiert. Hätten Sie geahnt, dass Pfirsiche stresslindernd wirken können?

Pfirsiche sehen appetitlich aus und riechen nach Sommer. Dass sie obendrein extrem lecker sind, werden wohl die meisten Obst-Fans bestätigen. Weil Pfirsiche zudem viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, spricht aus gesundheitlicher Sicht einiges für ihren Verzehr. Man sollte also ruhig öfter zugreifen. Insbesondere dann, wenn es mal wieder stressig ist.

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Pfirsiche können beim Umgang mit Stress helfen

„Die in Pfirsichen enthaltenen B-Vitamine, unter anderem das Niacin, können sich im Mix mit Magnesium und Kalium positiv auf ein angespanntes Nervenkostüm auswirken.“ Das erklärt im Gespräch mit FITBOOK Diplom-Ökotrophologin Beke Enderstein. „Dadurch kann der Körper besser mit Stress umgehen.“ Man kann Pfirsiche also quasi als Nervennahrung bezeichnen.

Antioxidantien und weitere wertvolle Inhaltsstoffe

Die genannten Mikronährstoffe leisten aber noch einiges mehr. In Kombination mit immunologischen Inhaltsstoffen wie Selen, Zink und dem Vitamin-Komplex-ACE schützen sie vor oxidativem Stress auf zellulärer Ebene, so Enderstein.

Die antioxidativ wirkenden Carotinoide, denen Pfirsiche ihre charakteristische Färbung verdanken, schützen unsere Zellen vor freien Radikalen und dadurch zu einem gewissen Grad vor krankhaften Veränderungen. Zudem profitiert vom „Zellschutz-Trio“ aus Pro-Vitamin A, Vitamin C und E unsere Haut(-jugend), weiß Enderstein. Denn: Weniger Zellschädigung, weniger Falten.

 

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Pfirsiche für gesunde Augen

Noch ein leistungsstarkes Trio steckt drin. So sollen Provitamin A, Lutein und Zeaxanthin in Kombination die Augengesundheit unterstützen. In dem Zusammenhang werde diskutiert, ob das Doppelpack aus Vitamin C und Lutein womöglich die Gefahr auf die Augenerkrankung Grauer Star reduziert, berichtet die Expertin.

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Sättigung durch Ballaststoffe

Des Weiteren seien in Pfirsichen auch die Mineralstoffe Magnesium (wichtig für die Muskeln und das gesamte Herz-Kreislauf-System) und Kalium (sorgt für stabile Funktion der Nerven, Muskeln und Zellen) enthalten. „Ein mittelgroßer Pfirsich enthält 300 mg Kalium“, sagt Ernährungsexperte und Buchautor (u.a. „Die 50 besten und 50 gefährlichsten Lebensmittel“) Sven-David Müller zu FITBOOK. „Das ist optimal im Sommer, da wir über das vermehrte Schwitzen auch viel Kalium verlieren.“ Sein Kaliumreichtum mache Pfirsiche laut Müller auch zu einem natürlichen Mittel gegen Bluthochdruck.

Pfirsiche können eine Diät unterstützen

Daneben lobt Ernährungsexpertin Enderstein die im Fruchtfleisch enthaltenen „sättigenden, verdauungsunterstüzenden Ballaststoffe“. Dadurch können Pfirsiche eine Diät unterstützen. Das betont auch Kollege Müller, der ebenfalls als Diät-Assistent tätig ist. Er empfiehlt, das Obst samt Schale zu verzehren, da es so besonders ballaststoffreich bleibt. Die Schale aber vorher bitte gründlich waschen.

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Extrem kalorienarme „Schlankmacher“

„100 Gramm Pfirsich enthalten gerade einmal 40 Kilokalorien“, weiß Ernährungswissenschaftler Müller. Somit seien die „Schlankmacher“, wie er sie nennt, bei einem kleinen Hunger die deutlich leichtere Wahl gegenüber kalorienreichen Snacks. Das liegt auch in ihrem hohen Wasseranteil, der den Magen ein wenig füllt und Pfirsiche außerdem so erfrischend macht.

Alles essbar – bis auf den Kern

Den Kern gilt es wegzuwerfen – oder allenfalls zum Ziehen eines Pfirsichbaums in den Garten einzupflanzen. Der Pfirsichkern enthält Blausäure, die in großen Mengen giftig ist. Sollte er beim Aufschneiden der Frucht gebrochen sein: Die Kernreste bitte vorsichtig entfernen, bevor Sie den Pfirsich essen.