2. Oktober 2026, 21:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mit 57 Jahren hat Jennifer Aniston eins im Blick: gesund und glücklich alt werden. Was sowohl ihre Eltern als auch Freundinnen damit zu tun haben, wie sich ihr Blick auf Sport verändert hat, und wie ein perfekter Wellness-Tag aussieht, hat die Schauspielerin jetzt in einem Interview verraten.
Sauna und Eisbaden
Morgens zunächst ein sanftes Training, anschließend in der Sauna schwitzen und dann in einem Eisbad zittern – so beginnt Jennifer Anistons Selfcare-Routine. Spezielle Atemtechniken helfen ihr, sich zu überwinden. „Womöglich bringen sie dem Körper überhaupt nichts, aber das ist mir egal. Ich liebe einfach, wie sie sich anfühlen. Man fühlt sich danach wie ein neuer Mensch“, erzählte die Schauspielerin im „People“-Interview über das Eisbaden.
„Kältereize, etwa durch kalte Duschen oder Eisbaden, können braunes Fett aktivieren und antientzündliche Stoffwechselwege unterstützen – insbesondere in Kombination mit regelmäßiger Bewegung“, beschrieb Prof. Dr. med. Thomas Kälicke, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Autor und Longevity-Experte, die Wirkung gezielter Kältereize in diesem FITBOOK-Artikel.
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Einsamkeit keine Chance geben
Am liebsten verbringt Jennifer Aniston ihre Selfcare-Tage oder zumindest Teile davon in Gesellschaft guter Freundinnen. Mit ihnen genießt sie dann „ein tolles Mittagessen, gefolgt von einem Spa-Tag mit Gesichtsbehandlungen und Haarmaske“.
Ob bewusst oder unbewusst beugt Aniston so auch einem Faktor vor, der in der Forschung zunehmend in den Fokus rückt: Einsamkeit. Studien haben gezeigt, dass sich Einsamkeit oder soziale Isolation womöglich negativ auf die kognitive Alterung auswirken können.1 Kürzlich kam eine Untersuchung zu dem Schluss, dass Einsamkeit bis zu sechs gesunde Lebensjahre kosten könnte. Eine andere Studie lieferte Hinweise dafür, dass Einsamkeit als „Verstärker“ psychischer Erkrankungen wirken und in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich werden kann.2,3
Training als Selfcare- und Longevity-Strategie
Zeit für sich, Wohlfühlmomente, Saunieren und Eisbaden sowie gute Gesellschaft genießen – all das klingt nach wichtigen Bausteinen für gesundes und glückliches Altern. Ein weiterer großer Baustein ist Jennifer Anistons Training – dem die Schauspielerin offenbar auch deutlich mehr Zeit widmet als der Wellness.
Über die Jahre hat die Schauspielerin schon häufiger erzählt, dass sich ihre Einstellung zum Sport grundlegend geändert hat. Und auch im aktuellen „People“-Interview erinnert sie sich daran, worauf es früher ankam: möglichst dünn zu sein! Daran, was der Körper braucht, um auch in der zweiten Lebenshälfte agil und fit zu bleiben, verschwendete der ehemalige „Friends“-Star keine Gedanken. Das ist jetzt – mit 57 Jahren – verständlicherweise anders.
Die Zeit, in der Jennifer Aniston aus Angst, „unweibliche Muskeln“ zu bekommen, jedes Krafttraining mied und sich stattdessen mit stundenlangem Cardio zum Dünnsein quälte, ist vorbei. Heute steht etwas anderes im Fokus: Muskeln und Kraft zu erhalten. Und nicht wie ihre Eltern zu enden. „Meine Eltern waren alt, als das Ende ihres Lebens kam, und konnten sich nicht mehr bewegen“, verriet sie. „Wer möchte das Glück haben, 80 oder 90 Jahre alt zu werden – und dann aber nicht mehr aufstehen und sich bewegen können?“
Deshalb priorisiert Jennifer Aniston heute Krafttraining, das ihre Muskeln fördert. „Die Muskeln stabilisieren das Skelett. Wenn wir keine starken Muskeln haben, werden unsere Knochen schwach.“ Dieser Gebrechlichkeit möchte die Hollywood-Schauspielerin vorbeugen – mit perfekten Wellness-Tagen und Training, das sanft genug ist, nicht wie früher ihren „Körper zu zerstören“, aber zugleich effektiv ist.