16. April 2026, 17:45 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten
Für die aktuell laufende dritte Staffel von „Euphoria“ kehrte Jacob Elordi zurück zu der Rolle, die ihn bekannt machte: Fiesling Nate Jacobs. Auch abseits der Serie läuft es für den 28-Jährigen: Sein Film „Saltburn“ wurde 2023 hochgelobt, für seine Darstellung der Kreatur in „Frankenstein“ erhielt er eine Oscar-Nominierung und an der Seite von Margot Robbie war er als Heathcliff in der Klassikverfilmung „Wuthering Heights“ zu sehen. FITBOOK hat recherchiert, was über Jacob Elordis Fitnessroutine und Trainingsprogramme bekannt ist. Denn auch, wenn er bisher keine Actionrollen spielte, verlangten ihm seine Filme körperlich einiges ab. Und es zeigte sich: Zu Beginn seiner Karriere musste sich Jacob Elordi einem extremen Fitnessdruck beugen und sich ein Sixpack antrainieren.
Von dem Schönling in den „The Kissing Booth“-Filmen, über einen Quarterback in „Euphoria“ bis zu sich fast schon tänzerisch bewegenden „Frankenstein“-Kreatur – nicht nur Jacob Elordis abwechslungsreiche Rollenauswahl, sondern auch seine äußere Erscheinung können sich sehen lassen. Der Hollywood-Star ist beeindruckende 1,96 Meter groß und wirkt dabei nicht mager, sondern gut trainiert. Ob ein durch Statur und toxisches Verhalten angsteinflößender Quarterback in „Euphoria“ oder die sich fast schon grazil und tänzerisch bewegende „Frankenstein“-Kreatur: Elordi weiß, seinen Körper für Rollen gekonnt einzusetzen. Doch wie erreicht der 28-Jährige die dafür benötigte Form? Mit verschiedenen Workouts, die seine Rollen von ihm verlangen und die ihm, wie er in der Vergangenheit verriet, nicht immer Spaß machen. Auch einen seltenen Eindruck in sein privates Training haben wir gefunden – gar nicht leicht, hat der Schauspieler, ganz untypisch für seine Generation, doch keine offiziellen Social-Media-Accounts.
„Kissing Booth 1“ – großer Fitnessdruck
Erstmals auf sich aufmerksam machte Jacob Elordi in den Netflix-Filmen „The Kissing Booth“ und „The Kissing Booth 2“. Dort spielte er den Frauenschwarm, in den die Protagonistin verliebt ist. Noch ganz am Anfang seiner Karriere stehend, empfand der damals Anfang 20-Jährige großen Druck, einer gewissen Optik zu entsprechen. Kein Wunder, gab es im ersten Teil doch verschiedene Szenen, in denen sein Sixpack zu sehen war. Elordi verriet dazu 2020 in einem Interview mit der US-amerikanischen „Men’s Health“: „Ich habe extrem viel für den ersten Film trainiert, weil das Drehbuch das verlangt hat. Ich war so schrecklich nervös, dass ich der Vorstellung aus dem Drehbuch nicht entsprechen würde.“
Jacob Elordis Gym-Trainingsplan
Jacob Elordi setzte auf Ganzkörpertraining. Das absolvierte er nach der 40:20-Methode. Er absolvierte jede Übung nacheinander für 40 Sekunden, auf die dann eine 20-sekündige Pause folgte. Die ganze Übungsabfolge wiederholte er viermal. „Men’s Health“ erklärte 2021 an einem Beispiel, welche Art von Übungen seine Workouts enthielten:
- Tire Flip: Aus der Kniebeuge heraus, mit angespanntem Bauch, einen Reifen packen und ihn mit Kraft aus Beinen und Oberkörper umdrehen.
- Hampelmann mit Battle Ropes: Mit beiden Händen ein Seil packen und den Hampelmann ausführen. Die Hände klatschen oben nicht zusammen. Die Arme werden ausgestreckt nach oben bewegt, sodass sie sich in V-Position vom Oberkörper befinden.
- Ball Slam: Einen Medizinball in beiden Händen vor dem Oberkörper, dann nach oben über den Kopf bewegen. Dabei auf die Zehenspitzen kommen und den gesamten Körper strecken. Als Nächstes den Ball mit Kraft auf den Boden knallen, die Knie beugen und das Gesäß nach hinten bewegen. Wiederholen.
- Plank-up: Im Unterarmstütz starten, dann erst rechts, dann links auf die Hände und wieder zurück in den Unterarmstütz. Dabei auf die Form achten, also Rumpf angespannt lassen.
Während der Dreharbeiten in Südafrika arbeitete der junge Schauspieler fast schon obsessiv an seinem Körper. Er trainierte zweimal täglich im Fitnessstudio und das sieben Tage pro Woche! Das Ziel: möglichst viele Gewichte stemmen, Muskeln aufbauen und extrem definiert aussehen. Gut ging es Elordi dabei aber wohl nicht. Er betonte im Interview: „Es war so viel Arbeit und ich hasste jede Sekunde davon.“
„Kissing Booth 2“ und „Euphoria“ – weg von Gym-Obsession
Anschließend hatte Jacob Elordi von diesem extremen und eintönigen Training genug. Für „Kissing Booth 2“ verweigerte er indirekt jegliches Training. In dem Sequel geht es in der Konsequenz auch weniger um nackte Haut als um Emotionen. Elordis darauffolgende gefeierte Rolle als High-School-Psychopath Nate in „Euphoria“ verlangte allerdings wieder Fitness. Er musste körperlich in der Lage sein, als Quarterback glaubwürdig zu sein und zugleich in gewaltvollen Szenen Furcht einflößend zu wirken. Dennoch sollte er schlanker, also weniger muskulös, sein als zu seinen Sixpack-Zeiten. Deshalb veränderte der Schauspieler seine Trainingsroutine.
Von Bodybuilding wechselte er zu täglichen Yoga- und Pilates-Einheiten von 45 bis 60 Minuten. Im Fokus standen seine Gesundheit und sein mentales Wohlbefinden angesichts des beginnenden Hollywood-Rummels. „Es geht mehr um Funktion als um Optik“, erklärte Elordi den Zweck seiner Workouts. „Ehrlich, ich habe kein Interesse daran, zum Strand zu gehen und wie The Rock auszusehen“, ergänzte er.
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„Saltburn“-Workout – zurück ins Gym für Athletik
Langweilig wird es in der Fitnessroutine von Jacob Elordi, der bei seiner Größe von 1,96 Metern Berichten zufolge rund 83 Kilogramm wiegen und einen BMI von 22 haben soll, nicht. Für seine Rolle in „Saltburn“ fand der Schauspieler zurück ins Fitnessstudio. Statt um maximalen Muskelaufbau ging es dieses Mal aber um Definition und ein athletisches Aussehen. Dafür sorgte der Fokus auf Verbundübungen, also Übungen, die verschiedene Muskeln gleichzeitig trainieren. Diese absolvierte er häufig in Supersätzen (was damit gemeint ist, erfahren Sie hier). Für den Oberkörper setzte er unter anderem auf Training am Kabelzug, auf Kurzhanteltraining für Schultern und Bizeps sowie auf Kurzhantelrudern für den Rücken. Seine Beine stählte er mit Kniebeugen und Kreuzheben sowie Beinstrecker und Beinheben. Unterstützt wurde das Ganze durch einen Ernährungsplan mit Kaloriendefizit bei erhöhter Proteinaufnahme.1
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Gemeinsam wird alles leichter
Eine Strategie, die von Experten speziell im Fall von Motivationsproblemen empfohlen wird, scheint auch Jacob Elordi das Training zu erleichtern: mit einem Fitness-Buddy trainieren. Gemeinsam kann ein Workout mehr Spaß machen, man kann einander motivieren und helfen, durchzuhalten. Trainingsverabredungen sorgen zudem dafür, dass man weniger dazu neigt, ein Training ausfallen zu lassen.
Ein solcher Fitnesskumpel ist für Elordi offenbar sein „Saltburn“-Co-Star Barry Keoghan. 2023 sorgte ein seltener Schnappschuss von Jacob Elordi bei einer privaten Trainingssession für Begeisterung, der seinen Weg zu Social Media fand.
»Jeder wollte über meinen Körper sprechen
Ein Medienmoment, der Jacob Elordi aber wohl eher unangenehm gewesen sein dürfte. Denn in dem zuvor erwähnten „Men’s Health“-Interview aus dem Jahr 2020 gestand der Schauspieler bereits, dass er sich mit der Fokussierung auf seinen Körper überhaupt nicht wohlfühlte. Der eitle Muskeltyp, der alles dafür tut, gut auszusehen – das entspreche seiner Persönlichkeit einfach nicht, auch wenn er sich zu Beginn seiner Karriere auf diesen Weg eingelassen habe. „Ich war zu dem Zeitpunkt super jung und wurde in diese Welt geworfen, in der jeder über meinen Körper sprechen wollte … Das hat mich einfach nur angekotzt. Damit kann ich mich überhaupt nicht identifizieren.“