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Fitnessreifen sind im Trend

Tipps für effektives Training mit dem Hula-Hoop

Eine junge Frau trainiert mit einem Hula-Hoop
Hula-Hoop ist nicht nur für Kinder gut, sondern auch effektives Training für Erwachsene
Foto: Getty Images

Als Kind haben wir den Hula-Hoop zum Spaß um die Hüften kreisen lassen. Und Spaß macht es natürlich immer noch, ist aber außerdem ein supereffektives Cardio- und Kraftworkout. Kein Wunder, dass auch die Industrie auf den Fitnessreifen gekommen ist. FITBOOK verrät, wie Hula-Hoop-Training besonders viel bringt – und welche Haken es haben kann.

Von wegen Kinderkram! Wenn man sich als Erwachsener an bzw. in einen Hula-Hoop-Reifen wagt, merkt man wieder, wie anstrengend es wirklich ist, ihn durch die richtige Hüftbewegung oben zu halten. Es lohnt sich aber dranzubleiben!

Das bringt Training mit dem Hula-Hoop

Hula-Hoop-Training stärkt vor allem die Körpermitte, also die Muskulatur an Rücken, Taille und Bauch. Auch die Kraft in den Beinen profitiert davon, da ein fester Stand für die richtige Bewegungsausführung wichtig ist, und insbesondere wenn man dabei in die Knie geht (dazu kommen wir noch).

Nicht zuletzt kommt man mit dem Hula-Hoop richtig ins Schwitzen. Wie das American Council on Exercise ermittelt hat, verbrennt man beim Hooping (so nennt man die Trendsportart im englischsprachigen Raum) sieben Kalorien pro Minute; und natürlich mehr, wenn man das Niveau etwas steigert.

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Fitnessring mit vielen Vorzügen

So heftig es zur Sache gehen mag – offenbar ist Hooping auch gut zum Entspannen. Das will sich Hollywood-Star Brie Larson alias „Captain Marvel“ während der Dreharbeiten zur gleichnamigen Comicverfilmung zu Nutzen gemacht haben.

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Wenn es am Set stressig wurde, habe sie ihren Hula-Hoop ausgepackt und damit „Energien schwingen lassen“. Das berichtete sie damals in der Talkshow von Jimmy Fallon und machte es ihm freundlicherweise auch vor.

Brie Larson und Jimmy Fallon machen Hukla-Hoop in „The Tonight Show“

Brie Larson und Jimmy Fallon haben mit den Hula-Hoops sichtlich Spaß
Foto: Getty Images

Hula-Hoop geht immer und überall

Es ist ein klarer Vorteil, dass das Training mit dem Hula-Hoop-Reifen sich einfach in den Alltag integrieren, also auch häufiger zwischendurch unterbringen lässt, und dass man dafür kein Fitnessstudio braucht. Eine gute Gelegenheit bietet sich zu Hause vor dem Fernseher (und ist dann natürlich figurfreundlicher als der Griff in die Chipstüte), beim Telefonieren oder wenn man noch 20, 30 Minuten Zeit hat, bevor man sich fertigmachen und aus dem Haus muss.

Hula-Hoop belastet die Gelenke nicht wie beispielsweise Joggen und verbessert stattdessen die Körperbeherrschung. Dafür ist man nie zu jung oder zu alt.

Wie geht es richtig?

Wer seit der Kindheit keinen Hula-Hoop mehr in Aktion gebracht hat, dürfte gewisse Anlaufschwierigkeiten haben. Der spontane Impuls, die Hüften kreisen zu lassen, wird sich schnell als der falsche erweisen – der Fitnessreifen wird prompt herunterfallen.

Richtig geht es so: Stellen Sie die Füße mit einem hüftbreiten Abstand zueinander auf dem Boden auf. Auch ist es möglich, einen Fuß etwas weiter vorne abzustellen. Nun wird der Reifen mit den Händen am unteren Rücken angelegt und dann mit gleichmäßigen Vor- und Zurückbewegungen der Hüfte oben gehalten. Während er um ihre Körpermitte schwingt, bitte kontinuierlich darauf achten, die Arme angewinkelt hochzuhalten. Eine unnötige Empfehlung, finden Sie? Wir wetten, dass nach einigen Minuten auch Ihre Arme müde und Ihre Ellenbogen dem Reifen in die Quere kommen werden.

Apropos müde werden. Wenn Sie zu Beginn eine Viertelstunde mit dem Hula-Hoop schaffen, ist das schon ziemlich gut. Im nächsten Schritt die Trainingsdauer dann gern verlängern. Vielleicht schaffen Sie ja irgendwann Stunde?

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Tipps, um das Training anspruchsvoller zu machen

Anfangs ist es sinnvoll, den Reifen in relativ kleinen Kreisen um den Körper zu schicken. Wenn Sie den Bewegungsablauf verinnerlicht und ein Gefühl für den Hula-Hoop entwickelt haben, können Sie größere Kreise machen und zwischendurch auch die Richtung wechseln. Der nächste (buchstäbliche) Schritt: Während des Kreisenlassens durch den Raum gehen.

In vielen deutschen Städten findet man Hula-Hoop-Kurse, die wahlweise Akrobatik oder Tanz beinhalten – und dann natürlich besonders fordernd sind.

Um die Muskeln in Beinen und Po anzustrengen, gehen Sie beim Hula-Hoop-Training mit geradem Rücken in die Knie und schwingen den Reifen wie gewohnt. Was Variationen betrifft, können Sie natürlich erfinderisch werden. Und wenn die Arme sich dabei langweilen, können Sie ja zu Hanteln greifen.

Der richtige Reifen

Der Hula-Hoop-Reifen ist groß genug, wenn er Ihnen auf dem Boden aufgestellt ungefähr bis zum Bauchnabel reicht. Manche Reifen sind etwas kantig, das kann als unangenehm empfunden werden, es kann daher nicht schaden, das Trainingsgerät im Laden zu kaufen. Es gibt leichtere und schwerere Hula-Hoops. Für den Anfang sollten sie nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer sein. Ein Gewicht um etwa ein Kilogramm gilt für den Anfang als optimal.

Wer schon etwas geübter und beim Hula-Hoop-Training auch auf sein Bindegewebe bedacht ist, findet im Handel Reifen mit Massagenoppen. Sie verstärken die Durchblutung an Ihren Problemzonen und können dadurch die Haut straffen.

Inzwischen gibt es auch smarte Hula-Hoop-Reifen. Diese verfügen je nach Hersteller und Ausstattung über Sensoren und z.B. integrierte Kalorienzählern. Trainingstracker speichern Ihre Trainingsdauer und können so beim nächsten Mal Empfehlungen geben und Sie auf z.B. Fortschritte hinweisen. Bei manchen smarten Hula-Hoops kann man sich über die App mit anderen Nutzern verbinden und battlen.

Kleiner Nachteil vom Training mit dem Hula-Hoop

Zum einen brauchen Sie natürlich ausreichend Platz, um beim Hula-Hoop-Training nicht Ihre Einrichtung zu ramponieren. Zum anderen dürften die ersten sichtbaren Veränderungen an Ihrem Körper wahrscheinlich nicht eine schlankere Taille und Co. sein, sondern blaue Flecken. Wenn Sie generell zu Blutergüssen neigen, tragen Sie am besten einen Hüftgurt, um den Aufprall auf die Haut abzudämpfen.

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