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Tomaten verbessern laut Studie das Mikrobiom

Studie an Schweinen

Für einen gesunden Darm sollte man auf dieses Lebensmittel setzen

Tomaten Mikrobiom: DArm
Der Verzehr von Tomaten scheint sich besonders positiv auf das Mikrobiom auszuwirken Foto: Getty Images

Ein gesunder Darm ist wichtig für die allgemeine Gesundheit. Eine Studie aus den USA zeigt nun, dass sich das Mikrobiom offenbar verbessert, wenn die Ernährung ein bestimmtes Lebensmittel enthält. FITBOOK erklärt, was genau untersucht wurde und wie sich die Forschungsergebnisse einordnen lassen.

Gute Nachrichten für Fans von Nudeln mit Tomatensoße, Tomatensalat, Tomatensuppe & Co.: Ihre Lieblingsfrucht könnte in hohem Maße dazu beigetragen haben, dass sie sich bester Darmgesundheit erfreuen. Denn Forscher der Ohio State University fanden heraus, dass bereits eine zweiwöchige tomatenreiche Ernährung die Vielfalt des Mikrobioms erhöhte. Damit offenbart die Tomate neben ihren positiven Eigenschaften für Haut-, Herz- und Männergesundheit eine weitere „Superkraft“.

Auswirkung von Tomaten auf Darmgesundheit bislang unbekannt

Obwohl Tomaten zu den beliebtesten „gesunden Lebensmitteln“ der Deutschen gehört, gibt es anscheinend noch viel über sie zu lernen. Sie machen etwa 22 Prozent der Gemüseaufnahme in der westlichen Ernährung aus und gelten obendrein als „Krebs-Schreck“. Aber ihr Einfluss auf die Darmgesundheit ist immer noch ein Rätsel. „Dies war unsere erste Untersuchung darüber, wie sich der Verzehr von Tomaten auf das Mikrobiom auswirken könnte“, erklärt Studienleiterin Prof. Jessica Cooperstone in einer Universitätsmitteilung.1 Mit den überraschend aufschlussreichen Ergebnissen ihrer Studie, die aktuell im Fachmagazin „Microbiology Spectrum“ veröffentlicht wurden, hat die Wissenschaftlerin nach eigenen Angaben selbst nicht gerechnet. 2

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Studie mit 20 Ferkeln

Da der Magen-Darm-Trakt von Schweinen dem menschlichen Verdauungssystem ähnlicher ist, als dem Mäusen, wählten die Forscher 20 Ferkel als ihre Probanden. Bei allen wurde zu Beginn der Studie ermittelt, wie es um ihr Mikrobiom im Darm stand. Zehn von ihnen bekamen ihr normales Futter, die anderen zehn erhielten eine Diät, die zu 10 Prozent aus gefriergetrockneten Tomaten bestand. Ballaststoffe, Zucker, Eiweiß, Fett und Kalorien waren bei beiden Diäten identisch. Die beiden Ferkelgruppen lebten getrennt, und die Forscher, die die Studie durchführten, minimierten ihre Zeit, die sie mit den Schweinen verbrachten. So wollten sie sicherstellen, dass möglichst alle Veränderungen des Mikrobioms auf die Tomaten zurückzuführen sind.

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Wie Tomaten das Mikrobiom im Darm verändern

Zwei Wochen später untersuchten die Forscher das Mikrobiom der kleinen Schweine erneut. Die Ergebnisse zeigten zwei Hauptveränderungen in den Mikrobiomen jener Tiere, die tomatenreich gefüttert wurden: Die Vielfalt der Mikrobenarten in ihrem Darm nahm zu und die Konzentrationen von zwei Arten von Bakterien verschob sich zu einem günstigeren Profil. Nach nur zwei Wochen sorgten die Tomaten für eine verbesserte Darmgesundheit.

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„Schlechte“ Darmbakterien gegen „gute“ ausgetauscht

Die Forscher stellten obendrein fest, dass die Anzahl der Firmicuten – Bakterien, die mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden – abnahm, während sich die guten Bacteroidota erheblich vermehrten. Für Studienleiterin Cooperstone und ihr Team steht fest, dass dieser Effekt ganz allein auf die Tomaten zurückzuführen ist.

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Humanstudien sollen weiteren Aufschluss geben

Bei den Schweinen verbesserten die Tomaten innerhalb kürzester Zeit die Darmgesundheit. Gilt das auch für den Menschen? „Um die Mechanismen wirklich zu verstehen, müssen wir jetzt Humanstudien durchführen“, merkt Cooperstone an. „Wir wollen auch das komplexe Zusammenspiel verstehen. Wie verändert der Verzehr von Tomaten die Zusammensetzung der vorhandenen Mikroben und was bewirkt das funktionell?“ All diese Fragen sollen nun möglichst bald erforscht werden. Bis dahin spricht nichts dagegen, bei Tomaten doppelt zuzugreifen. Es sei denn, man hält es wie Football-Star Tom Brady. Der soll bei seiner Ernährung nämlich bewusst auf Tomaten verzichten – warum, erfahren Sie hier.

Quellen

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