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Achtung

Das steckt hinter einer Super-Infektion!

Frau mit Grippe
Eine Superinfektion kann Sie richtig umhauen. Was dahintersteckt und wie Sie nun reagieren sollten.
Foto: Getty Images

Eine Erkältung muss man in aller Regel aussitzen. Anders: eine Superinfektion. In dem Fall sollte man schnellstmöglich zum Arzt gehen und gegebenenfalls ein Antibiotikum einnehmen. FITBOOK erklärt, wie man sie erkennt und ob man sich davor schützen kann.

Naselaufen, Halskratzen und allgemeines Unwohlsein: Ein harmloser Virusinfekt ist nicht schön, aber meist nach etwa einer Woche überwunden. Schlimmer wird es, wenn sich daraus eine Superinfektion (auch Sekundärinfektion genannt) entwickelt hat. Und die bedeutet: handeln!

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Wie kommt es zu einer Superinfektion?

Wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist, haben Bakterien und andersartige Viren ein leichtes Spiel. Als Eintrittspforte funktionieren in der Regel die Atemwege – und zwar insbesondere dann, wenn die Schleimhäute, die Erreger eigentlich abwehren sollen, durch Ihre Vorerkrankung gereizt sind und ihren Job nicht mehr richtig machen können.

Erkältete Frau

Wenn die Schleimhäute in Nase, Rachen und Kelhkopf angegriffen sind, sind das die besten Voraussetzungen für eine Sekundärinfektion

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Woran erkennt man eine Superinfektion?

Wenn man sich im Verlauf einer scheinbar normalen Erkältung auf einmal wieder deutlich schlechter fühlt – mit Fieber und starken Kopf- und Gliederschmerzen –, ist dies als erstes Warnsignal zu deuten. Eindeutiger sind Symptome wie Husten mit eitrigem Auswurf, Nasenbluten und/oder eine deutliche Gelblich- oder Grünfärbung des Nasensekrets. Eine gesicherte Diagnose kann Ihr Hausarzt oder HNO stellen.

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Welche Folgen kann eine Superinfektion haben?

Eine Superinfektion beschreibt meistens eine bakterielle Bronchitis, Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung. Um eine negative Entwicklung zu vermeiden, ist nun strenge Bettruhe Pflicht. Aber

Wenn es sich weiterhin um etwas rein Virales handelt, also etwa einen Infekt aus Viren unterschiedlicher Stämme, wäre eine antibiotischen Therapie genau das Falsche: Sie würde nichts (Gutes) bringen, da Viren auf Antibiotika nicht reagieren, und könnte hingegen Resistenzen auslösen. Darüber klärt uns Allgemeinarzt Dr. Falk Stirkat auf. Eine Antibiotikaresistenz würde bedeuten, dass im Körper eine Immunität gegen den verabreichten Wirkstoff entstünde. Im tatsächlichen Bedarfsfall würden die entsprechenden Bakterien, die das Medikament töten soll, nicht mehr auf die Behandlung reagieren. Um welche Art von Infektion es sich handelt, kann laut Stirkat in der Arztpraxis mittels eines speziellen Bluttests ermittelt werden.

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Mann mit Erkältung

Um eine Superinfektion zu vermeiden: „Lieber einen Tag länger krankschreiben lassen und zu Hause auskurieren“, rät der Arzt
Foto: Getty Images

Müssen wir – jetzt zur Erkältungszeit – Angst vor einer Superinfektion haben?

Eigentlich nicht. Dr. Stirkat rät davon ab, in Panik zu verfallen, eine Superinfektion sei schließlich nicht viel Anderes als ein „Rückfall“. Wichtig sei, dass Menschen mit einem generell schwächeren Abwehrsystem*, also etwa Kinder und ältere Menschen, einen Infekt gänzlich ausheilen lassen, bevor sie sich der Gefahr auf neue Erreger aussetzen.

*Besondere Vorsicht ist bei immunsuppressierten Patienten geboten. Immunsuppression bedeutet, dass das körpereigene Abwehrsystem mithilfe von Medikamenten unterdrückt wird – etwa nach bestimmten Erkrankungen oder komplizierten Operationen. Sie betrifft auch HIV- oder Krebserkrankte, um bei ihnen eine Vermehrung bösartiger Zellen zu hindern.

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